Handball
Christian Meermeier: „Mit Christopher Kohl hat sich TV Friesen krass verstärkt“

Telgte -

20 Jahre lang hat Christian Meermeier Handballmannschaften des TV Friesen trainiert. Nun wird er eine Pause einlegen. Die Westfälischen Nachrichten sprachen mit dem 38-Jährigen über Erlebtes und Zukünftiges.

Mittwoch, 15.05.2019, 20:04 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 20:16 Uhr
Christian Meermeier wird nach 20 Jahren eine Pause als Trainer einlegen.
Christian Meermeier wird nach 20 Jahren eine Pause als Trainer einlegen. Foto: Ralf Aumüller

Am Wochenende endete für Christian Meermeier eine lange Zeit als Übungsleiter in Reihen des TV Friesen . Mit der ersten Männermannschaft schloss er die Landesliga-Saison auf Platz fünf ab. Jetzt wird er eine Pause als Trainer einlegen. Die Westfälischen Nachrichten sprachen mit dem 38-Jährigen über seine Erlebnisse und Pläne.

Wie lange haben Sie Handballmannschaften im TV Friesen trainiert?

Meermeier: Mit Unterbrechungen seitdem ich 17 bin. Einmal habe ich ein Jahr lang ein Haus renoviert, einmal für wenige Monate nur Handball gespielt.

Was sind die bleibenden Eindrücke, Highlights und größten Enttäuschungen aus dieser Zeit?

Meermeier: Es macht Spaß mit einem Team zu arbeiten. Bei Jüngeren sieht man Monat für Monat, wie sie vorankommen. Bei Erwachsenen muss man zusehen, dass die Charaktere mitein­ander klarkommen. Gut, wenn Erfahrung und Spielwitz miteinander kombinieren. Manchmal sind die Highlights gar nicht die überragenden Spiele, sondern kleine Sachen, zum Beispiel wenn sich Automatismen einschleifen. Oder wenn Dennis Duwe nach seiner schweren Verletzung zurückkommt und Bock auf Handball hat. Natürlich war der Aufstieg mit der zweiten Mannschaft schön, aber auch die erste Halbserie mit der Ersten, als wir weit vorne mitgespielt haben. Negativ sind die Kleinigkeiten, die die Mannschaft und der Trainer nicht in der eigenen Hand haben – zum Beispiel, wenn Schiedsrichter unangemessen ins Spiel eingreifen. Aber sie haben auch einen brutal schweren Job.

Warum hat‘s in der zurückliegenden Landesliga-Saison nicht wie gewünscht funktioniert?

Meermeier: Da gibt es viele Kleinigkeiten, die sich in der Endabrechnung summieren. Mit Frust im Bauch spielt es sich nicht so gut. Nach der Hinrunde war unsere Hypothek enorm groß. Dann plätschert es so vor sich hin.

Zu was ist das Telgter Team in der nächsten Saison in der Lage? Ist der Verbandsliga-Aufstieg realistisch?

Meermeier: Wie in der vergangenen Saison tue ich mich mit Prognosen verdammt schwer. Mit Christopher Kohl hat sich die Mannschaft krass verstärkt. Aber drei bis fünf Neue einzubauen, ist nicht einfach. Da gibt es viele unvorhersehbare Unwägbarkeiten.

Was werden Sie mit der neu gewonnenen Freizeit anfangen?

Meermeier: Meine Frau musste schon enorm viel zurückstecken. Vielleicht leisten wir uns einfach mal den Luxus, wegzufahren oder Freunde einzuladen. Die dritte Mannschaft hat bei mir als Spieler angefragt, aber meine Gedanken gehen noch nicht in Richtung Handball.

Ist eine Rückkehr ins Traineramt für Sie denkbar?

Meermeier: Das liegt in ferner Zukunft. Ein paar Anrufe habe ich gehabt, aber alle dankend abgelehnt. In der nächsten Saison werde ich definitiv nicht trainieren.

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