Fußball: Ewige Tabelle der Warendorfer A-Liga
BSV Ostbevern ist (noch) die Nummer 3

Telgte/Ostbevern/Westbevern -

Die SG Telgte spielte seit 1991 drei Mal für jeweils drei Jahre in der Kreisliga A. Der BSV Ostbevern steht in der Ewigen Tabelle der Warendorfer A-Liga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 auf dem dritten Platz – noch. Ems Westbevern ist erst 1986 aus Münster gewechselt.

Samstag, 24.08.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 27.08.2019, 23:28 Uhr
Die SG Telgte, hier die Meistermannschaft von 1993, ist drei Mal in die Bezirksliga aufgestiegen – zuletzt 2018.
Die SG Telgte, hier die Meistermannschaft von 1993, ist drei Mal in die Bezirksliga aufgestiegen – zuletzt 2018. Foto: privat

Der VfL Sassenberg II steigt in die Bezirksliga auf! Nein, es ist kein Rechtschreibfehler. Das passierte wirklich, wenn auch genau vor 40 Jahren. Damals setzten sich die Hesselstädter mit einem komfortablen Vorsprung von sieben Zählern im Zwei-Punkte-Modus vor dem FC Greffen durch. Die Erste des VfL spielte damals in der Landesliga, war ein Jahr zuvor aus der Bielefelder Bezirksliga aufgestiegen. Die VfL-Reserve verbrachte dort allerdings nur ein Jahr und verschwand 1991 endgültig aus der Kreisliga A Warendorf.

Der Tabellenführer der heimischen A-Liga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 ist die erste Mannschaft des VfL Sassenberg, die 19 von 24 Spielzeiten in dieser Klasse verbrachte. Allein die Tordifferenz von +781 ist imposant. Dagegen wirft die Torbilanz des Zweiten BW Beelen eher Fragen auf. 20 Jahre war Blau-Weiß dabei, holte 1,34 Punkte pro Spiel und leistet sich ein negatives Torverhältnis. Das zweitbeste Angriffs- und Abwehrverhalten hatten die Akteure der SG Sendenhorst. In nur 358 Spielen schossen sie 504 Tore mehr als sie kassierten. Die Belohnung: Rang fünf.

Der SC Füchtorf, der gerade zum zweiten Mal nach 1995 den Abstieg in die B-Liga direkt wieder korrigiert hat, hat in der neuen Saison die Chance, sich Platz zwei zu holen. Der BSV Ostbevern ist als Dritter nur einen Zähler entfernt und spielt weiterhin in der Kreisliga B. BW Beelen ist nur drei Punkte voraus.

In den letzten 40 Jahren spielten in der Warendorfer A-Liga 76 Mannschaften, seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren es 61 Teams. Auch die SG Telgte war seit 1991 neun Jahre in dieser Staffel vertreten, teilte die Zeit regelmäßig auf drei Mal drei Jahre auf, schnitt dabei nie schlechter als Rang vier ab und im dritten Jahr folgte mit absoluter Regelmäßigkeit der Meistertitel.

Der Dritte BSV Ostbevern hat ein bewegtes Leben in den heimischen Fußballstaffeln hinter sich. 2018 gab es nach einer katastrophalen Serie von sieben Niederlagen zum Abschluss nach 2015 den erneuten Absturz in die Kreisliga B. Dabei hat der BSV seit 1978/79 auch einige Bezirksliga-Spielzeiten hinter sich. 1986 setzten sich die Ostbeverner souverän in der A-Liga gegen den FC Greffen durch und blieben zwei Jahre in der Münsteraner Bezirksliga. 1994/95 folgte ein weiteres einzelnes Bezirksliga-Jahr. 1997 dann der dritte Aufstieg. Dieses Mal wurde die SG Sendenhorst distanziert, neun Punkte betrug der Vorsprung. Drei Jahre verweilte der BSV in der Staffel zehn, zog sich allerdings 1999/00 vorzeitig zurück – ein unrühmlicher Höhepunkt.

Nachbar Ems Westbevern verbrachte von den letzten 41 Jahren 28 in der A- und 13 in B-Liga. Die Emser waren aber nicht immer Mitglied der Warendorfer Staffel. Der Wechsel erfolgte erst zur Saison 1986/87. Dabei hatte Westbevern 1985 nach einem 2:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen den TuS Freckenhorst II die Klasse halten können, kam dann nach Warendorf. Die Münsteraner Zeit war allerdings sehr erfolgreich. Von 1978 bis 1984 holte Westbevern zwei dritte Plätze und wurde zwei Mal Vizemeister. 1984 war Roxel besser, 1983 fehlten gegenüber GW Gelmer II sogar nur zwei Zähler.

Am häufigsten Meister wurde der TuS Freckenhorst, der in 40 Jahren fünf Mal den ersten Rang belegte. Vor allem die frühen 80er-Jahre sind dafür verantwortlich, als der TuS ständig zwischen Bezirks- und Kreisliga A pendelte. Vier Mal wurde der VfL Wolbeck Meister. Unvergessen ist die Saison 1993/94. Der SC Hoetmar wollte seinen Bezirksliga-Abstieg ein Jahr zuvor eigentlich direkt korrigieren. Am Saisonende waren Ostbevern und der SCH aber punktgleich. Ein Entscheidungsspiel entschied über den Aufstieg. Am 1. Juni 1994 setzte sich der BSV gegen Hoetmar nach Verlängerung mit 4:1 durch. 1800 Besucher sahen die Partie im Warendorfer Stadtstadion. Der SC Hoetmar holte einfach ein Jahr später den Titel in der Kreisliga A – und kehrte gleich für 16 Jahre in die Bezirksliga zurück.

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