Fußball: Bezirksliga 12
Keiner will der Erste sein – SG Telgte im Kellerduell gegen 1. FC Gievenbeck II

Telgte -

Zu Saisonanfang war der 1. FC Gievenbeck II die Schießbude der Liga. Jetzt scheint sich das Team gefangen zu haben. Ist die SG Telgte die erste Mannschaft, die gegen das Schlusslicht verliert?

Samstag, 05.10.2019, 09:00 Uhr
In der vergangenen Saison bejubelte die Gievenbecker Reserve, hier Stefan Bischoff (vorne), einen 5:2-Sieg in Telgte. SG-Torwart Max Wulfert (hinten) laboriert derzeit an einer Bauchmuskelverletzung.
In der vergangenen Saison bejubelte die Gievenbecker Reserve, hier Stefan Bischoff (vorne), einen 5:2-Sieg in Telgte. SG-Torwart Max Wulfert (hinten) laboriert derzeit an einer Bauchmuskelverletzung. Foto: Aumüller

Keiner will der Erste sein, der gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Gievenbeck verliert. Die Reserve des Westfalenligisten steht in der Fußball-Bezirksliga 12 sieglos auf dem letzten Platz mit dem niederschmetternden Torverhältnis von 4:41. Am dritten Spieltag bekamen die Münsteraner in Hauenhorst mit 0:11 die Hucke voll und in der fünften Runde in Burgsteinfurt gar mit 0:16. Sieht halt blöd aus, wenn man gegen das Schlusslicht vergeigt.

Jetzt könnte es die SG Telgte erwischen, die am Sonntag (15 Uhr) die Gievenbecker Zweite empfängt. Die Gefahr besteht, weil die SG zuletzt schwächelte – ganz krass beim 0:3 am letzten Sonntag in Laggenbeck. Aber vor allem auch, weil die Gievenbecker offenbar so langsam die Kurve bekommen. Nach einer knappen Niederlage in Hörstel holten sie in der Vorwoche mit dem 1:1 gegen den so starken Aufsteiger Borussia Münster ihren ersten Punkt. Das allerdings mit Verstärkung aus der ersten Mannschaft.

Es ist gut für uns, dass Gievenbeck gepunktet hat.

SG-Trainer Mario Zohlen

„So extrem wird die Unterstützung von oben in einem Auswärtsspiel wahrscheinlich nicht sein“, sagt Mario Zohlen . Der SG-Trainer betont: „Es ist gut für uns, dass Gievenbeck gepunktet hat. Jetzt wird keiner mehr denken, da kommt Kanonenfutter.“

Spaß reinbringen

Die Telgter haben selbst mit fünf Zähler noch nicht viel gerissen. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen, ganz klar“, weiß Zohlen. Nach der mauen Vorstellung in Laggenbeck (0:3) habe er versucht, „im Training etwas Spaß reinzubringen“, berichtet der Coach. „Wir müssen die Verkrampfung lösen. Wir brauchen Lockerheit.“ Die meisten Spieler seien derzeit sehr selbstkritisch.

Neben Johannes Wegener, der wegen seines Studiums weggezogen ist, fehlen Fahri Malaj (Urlaub) und Jan Plagge (privat verhindert). Torwart Max Wulfert hat sich eine Bauchmuskelverletzung zugezogen und könnte wieder durch Nils Hülsmann ersetzt werden.

Mit einer kleinen Serie ist man wieder dran.

FCG-Trainer Michael Füstmann

Ob und wie die Gievenbecker diesmal aus der Ersten verstärkt werden, wusste Michael Füstmann am Freitagnachmittag noch nicht. Sicher ist: „Vom Auftreten her wird in Telgte eine ganz andere Mannschaft zu sehen sein als in Hauenhorst oder Burgsteinfurt“, versichert der Trainer der FCG-Zweiten. „Wir hatten auf dem Schirm, dass es mit dieser Mannschaft am Anfang in der Findungsphase schief gehen kann. Aber dass es so gelaufen ist, war schon bitter.“ Überlegungen, das Team abzumelden, „gibt es aktuell überhaupt nicht“, so Füstmann.

In Telgte soll seine Truppe den ersten Sieg einfahren. „Wir haben zuletzt Kräfte getankt, auch Motivationskräfte“, sagt der Coach. Der Klassenerhalt sei machbar. „Mit einer kleinen Serie ist man wieder dran. Mal sehen, wann wir die starten.“ Die Telgter hoffen am Sonntag: Bitte nicht bei uns.

 

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