Volleyball: 2. Liga Frauen
Allein nach Stralsund: Frank Brockhausen ist neuer Co-Trainer des BSV Ostbevern

Ostbevern -

Seit dieser Saison ist Frank Brockhausen Co-Trainer des BSV Ostbevern. Sein Herz gehört aber auch der dritten Mannschaft in der Bezirksklasse. Um beides unter einen Hut zu bekommen, fährt der 42-Jährige aus Milte auch schon mal alleine nach Berlin und Stralsund.

Freitag, 11.10.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 20:36 Uhr
Frank Brockhausen coacht seit 2013 beim BSV Ostbevern. Der neue Co-Trainer des Zweiliga-Teams betreut auch weiterhin die dritte Mannschaft. Dafür nimmt er an den Wochenenden auch schon mal enormen Aufwand in Kauf.
Frank Brockhausen coacht seit 2013 beim BSV Ostbevern. Der neue Co-Trainer des Zweiliga-Teams betreut auch weiterhin die dritte Mannschaft. Dafür nimmt er an den Wochenenden auch schon mal enormen Aufwand in Kauf. Foto: Ulrich Brunner

Nach dem erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde bei den Volleyballerinnen des BSV Ostbevern nichts auf links gedreht. Trainingsintensität und -bedingungen haben sich gegenüber den Drittliga-Zeiten ebenso wenig geändert wie die Spielvorbereitung. Mit einer Ausnahme: Mit Frank Brockhausen steht Dominik Münch seit diesem Jahr ein Assistent zur Seite, der den Cheftrainer bei den Übungseinheiten und dem Gegnerstudium spürbar entlastet.

Schon in der Rückrunde der vergangenen Saison hat sich Brockhausen um die Video-Analyse der Konkurrenz gekümmert, jetzt ist er offiziell als Co-Trainer eingestiegen. Der Milter kam 2013 zum BSV als Übungsleiter im Nachwuchsbereich. Dann coachte er die dritte Frauenmannschaft. Das macht er heute noch, und zwar nicht nur nebenbei. „Das hat für mich Priorität, direkt dahinter kommt die erste Damenmannschaft“, betont der 42-Jährige.

Erst Everswinkel, dann Berlin

An den Wochenenden kann diese Reihenfolge dann schon mal stressig werden. Am 24. November (Totensonntag) gastiert die Zweitliga-Truppe in Berlin bei der SG Rotation Prenzlauer Berg. Sie reist bereits am Samstag in die Hauptstadt, aber ohne Brockhausen. Der lässt die Dritte nicht im Stich. Er coacht erst noch am Samstagnachmittag in Everswinkel das Nachwuchsteam des BSV, das in der Bezirksklasse aufschlägt, und setzt sich am Sonntag in aller Herrgottsfrühe allein in den Zug nach Berlin.

Ich versuche es den Mädels vorzuleben, dass man alles für den Erfolg tun muss.

Frank Brockhausen

Zwei Wochen später touren die Zweitliga-Volleyballerinnen nach Stralsund. Für das Match am Samstag beziehen sie schon am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern Quartier – wieder ohne Brockhausen. Der trainiert am Abend noch mit der Dritten und fährt am Samstagmorgen allein mit dem Zug hinterher. „Für beide Fahrten habe ich schon Tickets gebucht“, sagt der Co-Trainer. „Ich habe mir vorgenommen: Wenn ich es mache, dann mache ich es richtig.“ Seine Philosophie: „Ich versuche es den Mädels vorzuleben, dass man alles für den Erfolg tun muss. Wenn ich das nicht mache, kann ich es von den Spielerinnen auch nicht verlangen.“

Hoher Aufwand? Kein Problem für den selbstständigen Kaufmann. „Die Mannschaft ist das wert, der ganze Verein ist das wert“, meint Brockhausen. „Wichtiger als meine Zugfahrten ist, dass wir als Team zusammen sind und Erfolg haben.“

Jedes Training, das ich bei Dominik mitmachen darf, ist für mich auch eine interne Fortbildung.

Frank Brockhausen

Dafür hilft er Münch zweimal in der Woche beim Training („einen freien Tag gönne ich mir“) und bei der Gegner-Analyse, vorwiegend per Video. Während der Spiele sitzt er auf der Bank und macht eifrig Notizen. Mit Münch steht er in ständigem Austausch. „Das ist ein großer Schritt, wenn man vorher nur Bezirksklasse trainiert hat“, sagt der Mann, der selbst nie höher als in der Landesliga (bei BW Aasee) am Netz stand. „Jedes Training, das ich bei Dominik mitmachen darf, ist für mich auch eine interne Fortbildung.“ Erfolgreicher war er in seiner aktiven Zeit beim Motocross. „Da bin ich auf EM- und DM-Niveau gefahren“, erzählt der Milter.

Frank ist ein echter Gewinn für unser Projekt.

Dominik Münch

„Frank bringt sich sehr flexibel und unkompliziert ein und ist ein echter Gewinn für unser Projekt“, sagt Münch. Er gesteht: „Ich muss mich dran gewöhnen, eine rechte Hand zu haben. Das trägt aber trotzdem jetzt schon Früchte.“

Nur am Sonntag im Heimspiel gegen Dingden ist Frank Brockhausen nicht dabei. „Ich brauche meinen Jahresurlaub“, sagt er fast entschuldigend. Bei der Planung „hatte ich noch nicht gedacht, dass ich so eine wichtige Funktion übernehme“. Münch weiß jetzt schon: „Er wird uns fehlen.“

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Die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern erwarten am kommenden Sonntag (13. Oktober) den SV Blau-Weiß Dingden. Das Spiel beginnt um 16 Uhr in der Beverhalle.

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