Volleyball: 2. Liga Damen
Uni-Untersuchung und Infos an Wettbüros bei Heimspielen des BSV Ostbevern

Ostbevern -

Die Zuschauerzahlen und Rahmenbedingungen bei Heimspielen der Zweitliga-Volleyballerinnen des BSV Ostbevern haben sich nach vier Aufstiegen in sechs Jahren deutlich verändert. Am Wochenende wurden in der Beverhalle Überraschungsgäste aus Osnabrück, Berlin, Köln und Münster gesichtet.

Mittwoch, 20.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 17:14 Uhr
Studenten der Sporthochschule Köln und der WWU Münster untersuchten die Stressbelastung der Schiedsrichterinnen.
Studenten der Sporthochschule Köln und der WWU Münster untersuchten die Stressbelastung der Schiedsrichterinnen. Foto: Kock

Vor gut einem halben Jahrzehnt bestritten die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern ihre Heimspiele in beschaulicher Atmosphäre. Der Großteil der rund 50 Zuschauer bestand aus Familienangehörigen und eingefleischten Volleyball-Fans. Sechs Jahre und vier Aufstiege später ist der Kern der Mannschaft derselbe geblieben, aber die Besucherzahlen haben sich verfünffacht und die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verändert.

Die Beverhalle hat einen neuen Bodenbelag erhalten, auf dem sich das Spielfeld inzwischen klar abzeichnet. Die neuen Werbebanden sind Ausdruck eines beträchtlich gesteigerten Sponsorings, ohne das das Abenteuer 2. Bundesliga finanziell wohl nicht zu stemmen wäre. Zahlreiche Ballkinder und Maskottchen Bibsi sind als feste Bestandteile eines inzwischen fast 30-köpfigen Helferteams regelmäßig mit von der Partie. Und auch die Zusammensetzung des Ostbeverner Volleyball-Publikums hat sich gewandelt. Inzwischen befinden sich darunter auch zahlreiche Besucher, die normalerweise ihrem Hobby in anderen Sportarten nachgehen.

Für 199 Sitzplätze ist die Beverhalle ausgelegt. Viele davon waren in den ersten vier Heimspielen besetzt. „Wir würden gerne Stuhlreihen hinter den Werbebanden an den Enden der Spielflächen aufstellen“, sagt Andreas Schneider . „Aus versicherungstechnischen Gründen ist das derzeit aber noch nicht möglich.“ Der Teammanager hofft darauf, dass die Gemeinde Ostbevern in naher Zukunft die brandschutztechnischen Voraussetzungen dafür schafft. Eine Kapazität von 250 Sitzplätzen ist von der Volleyball-Bundesliga (VBL) eigentlich vorgeschrieben, der BSV profitiert derzeit von einer Ausnahmegenehmigung.

Für fragende Blicke sorgten im Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin (3:0) rund 25 junge Männer aus Osnabrück, mit denen so gar keiner gerechnet hatte. „Wir wollen gemeinsam Spaß an spannendem Sport haben“, begründete einer der Überraschungsgäste den Besuch in Ostbevern. Mit Sprechchören und Gesängen trugen sie nicht unwesentlich zur guten Stimmung und gesteigertem Getränkeverkauf in der Beverhalle bei.

Wer genau hinschaute, konnte beim Gastspiel des VC Allbau Essen (3:1) auf den Plätzen für Medienvertreter wissenschaftliche Mitarbeiter der WWU Münster und der Sporthochschule Köln beobachten. Beide Unis beteiligen sich gegenwärtig an einer Untersuchung über Stressbelastung von Unparteiischen während der Spiele in der Volleyball-Bundesliga. Die beiden Schiedsrichterinnen waren vor Beginn des Aufsteigerduells verkabelt worden. So konnte unter anderem ihre Herzfrequenz gemessen werden. Außerdem wurden die Referees vor und nach dem Match von den Mitarbeitern der bundesweiten Studie nach ihren Erfahrungen befragt.

Am Anschreibetisch hatte ein Spielbeobachter der Volleyball-Bundesliga Platz genommen. Er schaute sich detailliert den Ablauf des Zweitliga-Duells an. Seine Erkenntnisse gab er an die VBL-Zentrale weiter. „Wir haben ein sehr positives Feedback erhalten. Alles war top“, so Schneider. „Er hat sogar gesagt: Manche Erstligisten könnten sich davon eine Schnitte abschneiden.“

Und noch ein überraschendes Detail fiel am Wochenende in der Beverhalle auf. Die Zwischen- und Endergebnisse der Bundesliga-Spiele wurden von einem extra angereisten Mitarbeiter an Wettbüros weitergeleitet. Offenbar kann seit Saisonbeginn auf Volleyball-Begegnungen von der ersten bis zur dritten Liga gewettet werden.

► Am Sonntag um 16 Uhr gastieren die BSV-Volleyballerinnen beim Tabellensiebten Rotation Prenzlauer Berg. Mannschaft und Fans fahren am Samstag um 16.30 Uhr von der Beverhalle mit einem Bus in die Hauptstadt, wo sie übernachten. Das nächste Heimspiel steigt am 30. November (Samstag) um 19 Uhr gegen BBSC Berlin.

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