Fußball: Kreisliga A1
Not-Stürmer Christian Nosthoff schießt Ems Westbevern aus dem Keller

Westbevern -

Für seine acht Tore in dieser Saison brauchte Christian Nosthoff nur fünf Spiele. Der 28-Jährige hat für Entspannung gesorgt bei Ems Westbevern. Dabei hat er eigentlich eine ganz andere Rolle beim A-Kreisligisten.

Freitag, 22.11.2019, 19:08 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 19:30 Uhr
In Lauerstellung: Wenn Christian Nosthoff (r.) in den vergangenen Wochen getroffen hat, hat Westbevern nicht verloren.
In Lauerstellung: Wenn Christian Nosthoff (r.) in den vergangenen Wochen getroffen hat, hat Westbevern nicht verloren. Foto: Aumüller

Christian Nosthoff war in dieser Saison als Co-Trainer eingeplant, aber nicht als Spieler und schon gar nicht als Stürmer. Jetzt ist er der Knipser, der dafür sorgt, dass Ems Westbevern aus dem Tabellenkeller der Kreisliga A rauskommt. In fünf der letzten sieben Spiele hat Nosthoff getroffen. Acht Tore hat der 28-Jährige in diesen fünf Partien seit dem 6. Oktober erzielt. Wenn er eingenetzt hat, hat der SV Ems nicht verloren.

Die Bilanz im Einzelnen: beide Tore beim 2:2 gegen den SC Füchtorf, der eine Treffer beim 1:1 gegen die Warendorfer SU, zwei Buden beim 4:1 gegen den SV Mauritz, eine Hütte beim 2:1 gegen die SG Sendenhorst und zwei Treffer beim 3:1 gegen den FC Münster 05. Zweimal ist der Aushilfs-Angreifer in dieser Zeit leer ausgegangen, beide Male blieb sein Team ohne Punkt.

„Ach, wenn’s mal läuft, dann läuft’s. Es war auch viel Glück dabei, ich stand oft richtig“, spielt der Ems-Torjäger der Stunde seine Quote herunter. Dass Trainer An­drea Balderi seinen Assistenten regelmäßig und dann in vorderster Reihe aufbietet, „ist eher aus der Not geboren, weil wir so viele verletzte Spieler haben“, erklärt Nosthoff. „Sonst spiele ich gar nicht in der Spitze. Wir haben es ausprobiert, und es hat geklappt.“ Stürmer wie Adrian König und Michael Licher sind länger ausgefallen oder fehlen weiterhin.

Wegen Problemen am Knie und an der Hüfte hatte der Ur-Emser, der seit dreieinhalb Jahren in Münster wohnt, in der Winterpause 2016/17 aufgehört. Nach anderthalb Jahren Pause kehrte er als Co-Trainer zurück und half schon in der vergangenen Spielzeit einige Male aus, aber meist nur für wenige Minuten.

„Seine Tore sind sehr wichtig, vor allem die beiden in Füchtorf nach dem 0:2-Rückstand“, betont Balderi. „Aber wichtig ist mir auch, dass er ein Ruhepol im Umgang mit der Mannschaft ist. Er hat einen super Draht zu den Jungs, weil er mit ihnen zusammengespielt hat und sie lange kennt.“

Nosthoff hat momentan Spaß, er weiß aber nicht, wie lange sein Körper die Mehrbelastung mitmacht. „So schön es zurzeit auch ist, hoffe ich, dass bald wieder alle fit sind und ich das Ganze etwas zurückfahren kann.“ Balderi sieht es ganz gelassen: „Bald haben wir Winterpause, dann kommt die Vorbereitung. In jedem Fall haben wir danach zumindest eine sehr gute Alternative auf der Bank.“

Beim TSV Handorf

In einem vorgezogenen Spiel der Kreisliga A gastiert Ems Westbevern am heutigen Samstag um 13.30 Uhr beim TSV Handorf. „Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen als zuletzt gegen Gelmer“, fordert Ems-Trainer Andrea Balderi. Auf die Abwehr werde angesichts der Handorfer Offensivstärke viel Arbeit zukommen. Balderi kann wieder auf Defensivspieler Oliver Hollmann zurückgreifen. Dafür fehlen diesmal Nils und Fabian Engberding. Das Hinspiel verlor der SV Ems mit 3:5.

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