Volleyball: 2. Bundesliga Nord
BSV Ostbevern bei RPB Berlin: Ein Punkt für die gute Moral

Ostbevern -

Als der BSV Ostbevern in Berlin den ersten Satz verloren hatte und im zweiten mit 13:22 zurücklag, deutete alles auf ein kurzes Match hin. Das wurde es aber nicht, die Gäste machten es noch spannend bei der SG Rotation Prenzlauer Berg. Nur die Kulisse passte überhaupt nicht zu diesem Spiel.

Sonntag, 24.11.2019, 20:12 Uhr aktualisiert: 24.11.2019, 20:14 Uhr
BSV-Trainer Dominik Münch notierte in Berlin ungewöhnliche Annahmeschwächen seiner Mannschaft, die sich aber wieder ins Spiel zurückkämpfte.
BSV-Trainer Dominik Münch notierte in Berlin ungewöhnliche Annahmeschwächen seiner Mannschaft, die sich aber wieder ins Spiel zurückkämpfte. Foto: Aumüller

Sieben Punkte innerhalb von neun Tagen sind keine schlechte Ausbeute für einen Aufsteiger. Nach den beiden glatten Heimsiegen in der Vorwoche nahmen die Zweitliga-Volleyballerinnen des BSV Ostbevern am Sonntagabend einen Zähler aus Berlin mit. Sie verloren ein spannendes Match bei der SG Rotation Prenzlauer Berg mit 2:3 (19:25, 25:23, 23:25, 26:24, 11:15).

Nur die Kulisse in der großen Halle im Sportforum Berlin passte nicht zu dem packenden Schlagabtausch. Als „komisch“ empfand BSV-Trainer Dominik Münch die Atmosphäre. 1800 Sitzplätze fasst die Arena, das Court-Layout genügt internationalen Ansprüchen – aber nur knapp 60 Zuschauer verloren sich in der Spielstätte, darunter ein Dutzend aus Ostbevern. „Es kam die ganze Zeit keine Stimmung auf“, so Münch. Am Spielverlauf kann das ganz sicher nicht gelegen haben.

Der Gäste-Coach sprach von einem gewonnenen Punkt. „Berlin hat immer wieder neue Lösungen gefunden, mal durch Wechsel, mal individuell. Wir waren nicht konstant genug.“ Die BSV-Frauen hatten „verschärft Annahmeprobleme“, sagte Münch. „Und phasenweise haben wir keine Hand an den Ball bekommen.“ Aber: „Wir haben den Kopf hochgehalten und sind immer wieder aufgestanden. Wir hatten keinen astreinen Tag, haben uns aber gut behauptet.“

Im ersten Satz blieb der BSV bis zum 17:18 dran, dann zog Berlin davon. Als die Gäste im zweiten Durchgang mit 13:22 zurücklagen, deutete alles auf ein kurzes Match hin. Doch sie holten zum 22:22 auf und gewannen noch mit 25:23. Großen Anteil daran hatten Franka van der Veer und vor allem Wiebke Silge. Die erfahrene Mittelblockerin war erst im zweiten Satz ins Spiel gekommen, weil sie in der Woche zuvor nicht trainieren konnte. Am Ende wurde Silge zur wertvollsten Spielerin auf BSV-Seite gekürt.

Ähnlich verliefen die nächsten beiden Sätze. Im dritten holte Ostbevern einen 11:16-Rückstand zum 19:19 auf, ehe sich die Prenzlauerinnen mit 25:23 durchsetzten. Im vierten Abschnitt lag der BSV mit 10:14 und 18:20 hinten – und rettete sich in der Satzverlängerung in den Tie-Break. In dem entscheidenden Durchgang nutzten die Gastgeberinnen ihren vierten von sechs Matchbällen zum 15:11.

Das nächste Spiel bestreiten die BSV-Volleyballerinnen am kommenden Samstag (30. November) um 19 Uhr in der Beverhalle gegen den BBSC Berlin – dann ganz sicher wieder vor großem und lautem Publikum.

BSV-Frauen: A. Dreckmann, Roer, L. Dreckmann, Horstmann, Rüdingloh, Eggenhaus, Tewinkel, van der Veer, Auen, Silge, Seidel, Hünker, Mersch-Schneider.

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