Reiten: Bauernolympiade beim K+K-Cup
Rekordsieger RV Gustav Rau Westbevern in Lauerstellung

Westbevern -

Der RV Gustav Rau Westbevern landete im Vorjahr beim Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster auf dem dritten Platz. Jetzt will der Rekord- und Seriensieger beim K+K-Cup wieder angreifen. Tanja Alfers hat mit ihrem Team die Kür verändert.

Mittwoch, 08.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 06:02 Uhr
Bei der Bauernolympiade im Vorjahr landete der RV Gustav Rau in der Mannschaftskür auf dem dritten Platz und wurde auch in der Gesamtwertung Dritter. Vorher hatten die Westbeverner siebenmal in Folge gewonnen.
Bei der Bauernolympiade im Vorjahr landete der RV Gustav Rau in der Mannschaftskür auf dem dritten Platz und wurde auch in der Gesamtwertung Dritter. Vorher hatten die Westbeverner siebenmal in Folge gewonnen. Foto: Aumüller

Am Dienstagabend haben die Reiter des RV Gustav Rau Westbevern noch einmal trainiert. Monatelang haben sie sich vorbereitet. Jetzt ist es auch gut. Jetzt kann der liebevoll als Bauernolympiade bezeichnete Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster auch beginnen. „Ja, es wird Zeit, dass das Turnier losgeht“, sagt Mannschaftsführerin Tanja Alfers . Auch wenn die vorletzte Übungseinheit am Sonntag nicht ganz sauber verlief – „die Feinabstimmung war noch etwas schwierig“, so die Vereinsvorsitzende Petra Weiligmann – versichert Alfers: „Wir sind gut vorbereitet.“

Alles andere wäre auch erstaunlich beim Rekord- und Seriensieger dieses Traditionswettbewerbs im Rahmen des K+K-Cups. 36 Mal haben die Westbeverner die Standarte schon gewonnen, von 2012 bis 2018 waren sie siebenmal in Folge nicht zu schlagen. Im Vorjahr durchbrach der RV Nienberge-Schonebeck nach einer Glanzleistung in der Mannschaftskür die Erfolgsserie des RV Gustav Rau. Der Dauer-Champion wurde Dritter hinter dem RV St. Georg Saer­beck.

Erfahrene Mannschaft

Die Entscheidung fällt in einer A*-Dressur am Donnerstag ab 13.30 Uhr, in der Mannschaftskür mit Musik am Donnerstag ab 19 Uhr vor voll besetzten Rängen in der Halle Münsterland und in dem abschließenden A**-Springen am Samstag ab 10.30 Uhr.

Westbevern stellt eine erfahrene Mannschaft mit Christian Schulze Topphoff auf Babalou As, Karin Schulze Topphoff auf Lucy Ann, Sabine Schulze Beckendorf auf Quinie, Kathrin Kolkmann auf Aperol, Nina Stegemann auf Calimera As und Simone Baune auf Ratatouille. Lynn Reher und Alexandra Decker haben mittrainiert und hätten einspringen können. Baune debütiert in der Kür. Zwei Pferde gehen dort zum ersten Mal. „Wir haben ein paar alte Hasen dabei und hoffen, dass niemand nervös wird“, sagt Alfers.

Neue Figuren

Westbevern startet als zehnte von insgesamt 14 Mannschaften. „Die Kür haben wir ein bisschen verändert“, erklärt die Trainerin. „Wir reiten zu alter Musik mit neuen Figuren. Das Einreiten und die Galopptour sind anders als in den Vorjahren.“ Neben Alfers haben Paul Holtgräve (Dressur und Kür) sowie Teammitglied Nina Stegemann (Springen) federführend an der Vorbereitung mitgearbeitet.

An der Qualität der Reiter und Pferde wird es nicht scheitern.

Petra Weiligmann

„Wir wollen wieder vorne mitmischen“, sagt Alfers. „Das wird aber schwer, weil die anderen Vereine auch wieder gut dabei sind.“ Nienberge-Schonebeck und Saerbeck dürften erneut die härtesten Widersacher sein. Alfers und Weiligmann sind sich einig: „Es wird von der Tagesform abhängen. Kleinigkeiten entscheiden.“ Oft haben die Westbeverner den Wettkampf im Springen entschieden. „Wir haben ein paar ordentliche Springpferde und hoffen, dass wir die gute Form aus den letzten Wochen beibehalten“, so Alfers.

„An der Qualität der Reiter und Pferde wird es ganz bestimmt nicht scheitern“, betont Weiligmann. An der Unterstützung der Reitsportfans aus Westbevern und Umgebung auch nicht. „Die Stimmung passt“, sagt die Vorsitzende. „Unsere Reiter werden wieder von vielen Zuschauern getragen.“

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