Fußball: Damen
Neustart mit vielen Wiedergenesenen beim BSV, SV Ems und in Telgte

Telgte/Ostbevern/Westbevern -

Die heimischen Fußballerinnen nehmen in diesen Tagen die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil auf. Sowohl beim BSV Ostbevern als auch bei der SG Telgte und dem SV Ems Westbevern freut man sich über die Rückkehr von mehreren zuletzt verletzten Spielerinnen.

Mittwoch, 22.01.2020, 15:50 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 18:32 Uhr
Daniel Stratmann und Verena Seiling geben den BSV-Fußballerinnen die Richtung vor. Nicole Groth hat ihre Laufbahn beendet, während Mayra Acosta Dominguez (weißes Trikot) wieder einsteigt. Die Westbeverner Fußballerinnen streben den Klassenerhalt an, während die SG-Damen auf weniger Verletzungspech und das Pokal-Finale hoffen.
Die Fußballerinnen der SG Telgte hoffen in der zweiten Saisonhälfte auf weniger Verletzungspech.

Am 1. März beginnt der zweite Saisonteil für die heimischen Fußballerinnen. Derzeit nehmen sie die Vorbereitung auf die Rückrunde 2019/20 wieder auf. Personelle Veränderungen stehen in allen drei Teams an.

Beim BSV Ostbevern , der sich am Montag zur ersten Einheit traf, ist Manuela Imholt ins Trainerteam gerückt und kümmert sich nun um die Torhüterinnen. Nina Potthoff hat ein Dreivierteljahr nach ihrer Kreuzbandverletzung das Lauftraining wieder aufgenommen und wird nun langsam die Belastung steigern. Astrid Gerdes hat ihren Ermüdungsbruch am Fuß überwunden und steht ebenso zur Verfügung wie Katharina Stövesand, die aus der zweiten Mannschaft in den Kader des Westfalenligisten hochgezogen wird. Zudem hat sich für diese Woche eine Angreiferin zum Probetraining angesagt. Am Wochenende fällt die Entscheidung, ob sie die Blau-Weißen verstärkt.

Kristina Markfort, Neuzugang von der WSU, die bei der Hallenkreismeisterschaft im Ostbeverner Trikot auflief, ist zu Studienzwecken wieder in die USA geflogen. Am 30. April wird sie nach Deutschland zurückkehren und hat für 2020/21 schon beim BSV zugesagt. Kira Lücke und Michelle Schlattmann werden in dieser Saison wohl keine Rolle mehr spielen. Nicole Groth hat nach der zweiten schweren Knieverletzung ihre Laufbahn beendet.

„Vor der Saison haben wir uns intern Ziele gesetzt, von denen wir weit entfernt sind“, sagt BSV-Trainer Daniel Stratmann. „Deshalb müssen wir jetzt noch einmal vier Monate richtig Gas geben. Rang zehn wäre der sichere Klassenerhalt, jeder einstellige Platz wäre perfekt“, gibt er als Marschroute aus und rechnet mit vier Absteigern aus der Westfalenliga, da der Herforder SV und SV Bökendorf in der Regionalliga stark gefährdet sind.

Beim Landesligisten SG Telgte geht‘s am 27. Januar (Montag) um 19 Uhr wieder los. Drei Trainingseinheiten plus ein Spiel stehen wöchentlich auf dem Ablaufplan der Emsstädterinnen. Vier Testmatches hat der Verein für die Zeit vor dem Meisterschaftsneustart am 1. März gegen den SC Gremmendorf abgeschlossen.

„Mal schauen, wie wir aus der Vorbereitung kommen. Immerhin sind wir seit sieben Punktspielen ungeschlagen“, sagt SG-Coach Sebastian Wende. „Natürlich wollen wir uns verbessern. Ein, zwei Plätzchen nach oben wie unten sind immer drin. In unserer Liga spielen viele auf Augenhöhe.“

Jennifer Joswowitz, Marion Osthues, Anna-Lena Kortmann, Mayra Acosta Dominguez, Meike Kretschmer und Johanna Kretzer haben signalisiert, dass sie nach überstandenen Verletzungen wieder in den Trainingsprozess einsteigen wollen. Bei Sandra Brambrink wird es mit einem Comeback noch etwas dauern und mit Gianna Grillemeier dürfte erst in der nächsten Saison wieder zu rechnen sein.

Neben der Punkterunde gilt ein zweites Hauptaugenmerk auch dem Pokalwettbewerb. „Wenn du im Halbfinale stehst, willst du auch das Finale erreichen“, macht Wende aus den Ambitionen der Telgterinnen keinen Hehl. Noch nie haben sie das Endspiel erreicht. „Das ist definitiv ein Ziel von uns.“ Im Semifinale geht‘s zunächst einmal zum Liga-Rivalen GW Amelsbüren. Wende hat über das Saisonende als Übungsleiter bei den SG-Damen zugesagt. 2020/21 wird er von Friedhelm Mors unterstützt werden.

Der SV Ems Westbevern hat am Mittwoch die Vorbereitungsphase wieder aufgenommen und lediglich zwei Vorbereitungsmatches vereinbart. Das Trainerduo Jürgen Roreger und Carsten Henrichmann, das auch 2020/21 das Sagen bei den Grün-Weißen haben wird, freut sich auf die Rückkehr von zwei Leistungsträgerinnen ins Mannschaftstraining. Torhüterin Vera Kolkmann hat ihre Verletzung überwunden. Cinja Brunner, die früher Termühlen hieß, widmete sich zuletzt verstärkt dem American Football und hat eine viermonatige Sportpause hinter sich.

24 Spielerinnen stehen dem A-Ligisten zur Verfügung. „Mit dieser Mannschaft sollten wir stark genug sein, die Klasse zu halten“, sagt Roreger. „Wenn alle mitziehen, habe ich da keine Bedenken.“ Der Abstand zu Schlusslicht SC Füchtorf beträgt vier Punkte. Da lediglich ein Verein absteigt, ist der Optimismus des Übungsleiters verständlich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7211287?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57556%2F
Italien-Rückkehrer in Deutschland mit Coronavirus infiziert
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2, orange), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen (grau) austritt.
Nachrichten-Ticker