Fußball: Oberliga Westfalen
Zu Hause ist es am schönsten: Ismail Budak will mit RW Ahlen aufsteigen

Telgte/Ahlen -

Mit RW Ahlen spielt Ismail Budak um den Aufstieg in die Regionalliga. Vor einem Jahr ist der Telgter von Preußen Münster II zu dem Verein zurückgekehrt, bei dem er sich zu Hause fühlt. Von seinem Trainer Christian Britscho wird Budak als „absoluter Teamplayer“ geadelt.

Freitag, 07.02.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 11:08 Uhr
Ismail Budak (vorne)
Ismail Budak (vorne) Foto: Marc Kreisel

Bis vor einem Jahr hat Ismail Budak in der zweiten Mannschaft von Preußen Münster gespielt. In der nächsten Saison könnte der Telgter gegen die Profis des SCP kicken. Dann nämlich, wenn die Preußen aus der 3. Liga in die Regionalliga absteigen und Budak mit Rot-Weiß Ahlen aus der Oberliga in die vierthöchste deutsche Klasse aufsteigt. Beides ist derzeit nicht unwahrscheinlich.

Münster muss einen Sechs-Punkte-Rückstand aufholen, um sich noch zu retten. Ahlen beendet am Sonntag mit glänzenden Aussichten die Winterpause. Der ehemalige Zweitligist liegt in der Oberliga Westfalen auf Rang drei in Lauerstellung – vier Punkte hinter Spitzenreiter SC Wiedenbrück, zwei hinter dem RSV Meinerzhagen, und das bei einem Spiel weniger gegenüber dem Topduo. Zwei Vereine gehen in die Regionalliga hoch.

„Bis jetzt läuft es super“, schwärmt Budak. „Unser großes Ziel ist der Aufstieg. Natürlich reden bei uns alle darüber.“ Der 27-jährige Offensivspieler ist überzeugt: „Die Mannschaft hat das Potenzial. Wir können in jedem Spiel durchwechseln, ohne Qualität zu verlieren. Aber zu einem Aufstieg gehört auch Glück.“

Budak hat Preußen II in der Winterpause 2018/19 verlassen, als die Münsteraner in der Westfalenliga auf Meisterschafts- und Aufstiegskurs steuerten. „Es hat an Kleinigkeiten gelegen“, sagt Budak, ohne ins Detail zu gehen. Er betont: „Wir sind nicht im Schlechten auseinandergegangen.“ Jetzt spielt die Preußen-Reserve zusammen mit Ahlen in der Oberliga.

RW Ahlen ist für den zweifachen Familienvater, der in Emsdetten in einem Logistikunternehmen arbeitet, auch eine Herzensangelegenheit. Dort hat er sechs Jahre lang in der Jugend gespielt, bis zur U 19-Bundesliga. „Ich bin sehr froh, dass ich wieder zurück bin. Ich fühle mich hier wie zu Hause.“

In der ersten Saisonhälfte kam Budak im offensiven Mittelfeld auf neun Einsätze. 314 Minuten stand der Techniker auf dem Platz, er erzielte ein Tor. Dreimal wurde er ausgewechselt, sechsmal eingewechselt. „Das ist okay, weil ich immer wieder krankheitsbedingt ausgefallen bin. Wenn ich wieder rangekommen bin, war ich wieder krank.“ Er hatte Pro­bleme mit den Mandeln, dachte zwischenzeitlich über eine Operation nach. In der Wintervorbereitung musste er zwischendurch wegen einer Knieverletzung pausieren. „Jetzt ist alles wieder gut“, sagt Budak. „Ich hoffe, dass ich mal länger am Stück fit bleibe und die Mannschaft mehr von mir hat als in der Hinrunde.“

Seine eigenen Einsatzzeiten stellt er hintenan. „Wir haben ein gemeinsames Ziel, da ist es ganz egal, wie meine persönliche Situation ist – ob ich auf dem Platz stehe oder nicht“, sagt er, ganz Mannschaftsdiener. „Ich habe das Gefühl, dass alle in der Truppe das so sehen. Deshalb macht es bei uns auch so viel Spaß.“

Auch Christian Britscho ist voll des Lobes. „Ismail ist ein absoluter Teamplayer, der immer das große Ganze im Blick hat und kein bisschen egoistisch ist“, sagt der Ahlener Trainer. „Er gibt unserer jungen Mannschaft vor allem auch mit seiner ganzen Erfahrung Stabilität. Von daher sind wir sehr froh, dass wir ihn haben.“ Am Sonntag (15 Uhr) starten die Rot-Weißen im heimischen Werse­stadion gegen den Tabellenelften TuS Ennepetal. Ob Budak in der Startelf steht, verrät Britscho nicht.

Budak hat schon beim VfL Osnabrück und beim SC Verl gekickt, er hat Regionalliga-Erfahrung und Kurzeinsätze in der 3. Liga. Bevor er zu Preußen II wechselte, half er in der Saison 2015/16 noch bei seinem Heimatverein SG Telgte aus.

Bleibt noch die Frage, ob Budak sich auf ein Regionalliga-Duell mit Preußen Münster freuen würde. „Ich wünsche meinem Ex-Verein nur das Beste“, sagt er diplomatisch. „Ich hoffe, dass sie da unten rauskommen.“

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