Handball: 1. Kreisklasse
TV Friesen Telgte III beendet stolze Warendorfer Serie

Telgte -

Das hatte in dieser Saison vorher noch keiner geschafft: Der TV Friesen Telgte III besiegte den Spitzenreiter aus Warendorf. Trotzdem bleibt das Team von Raimund Tilbeck bescheiden. „Die Kreisliga wäre auch nichts für uns“, sagt der Friesen-Trainer.

Mittwoch, 12.02.2020, 06:23 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 20:00 Uhr
Die dritte Telgter Mannschaft mit (o.v.l.) Raimund Tilbeck, Olaf Eschkötter, Andreas Paerschke, Patrick Albers, Simon Dierkes, Timon Telges, Roman Kröger, Marc White sowie (u.v.l.) Gereon Peperhove, Nico van de Nouland, Johannes Eickholt, Burkhard Fülles, Henning Voß, Carsten Riesenbeck, Björn Thurm und Guido Wiewel. Es fehlen Thomas Probst, Krischan Wewers, Kai Ranft und Patrick Krause.
Die dritte Telgter Mannschaft mit (o.v.l.) Raimund Tilbeck, Olaf Eschkötter, Andreas Paerschke, Patrick Albers, Simon Dierkes, Timon Telges, Roman Kröger, Marc White sowie (u.v.l.) Gereon Peperhove, Nico van de Nouland, Johannes Eickholt, Burkhard Fülles, Henning Voß, Carsten Riesenbeck, Björn Thurm und Guido Wiewel. Es fehlen Thomas Probst, Krischan Wewers, Kai Ranft und Patrick Krause. Foto: TV Friesen

Elf Spiele hatten die Handballer der Warendorfer SU III bestritten und alle elf gewonnen. Die Konkurrenz in der 1. Kreisklasse hatte sich am Spitzenreiter die Zähne ausgebissen – bis am vergangenen Samstag die dritte Mannschaft des TV Friesen in die Kreisstadt kam. Deutlich mit 22:17 beendeten die Telgter die stolze Serie der WSU. „Verdient“, wie Raimund Tilbeck sagt. Und der Friesen-Trainer setzt noch einen drauf: „Das Ergebnis hätte sogar höher ausfallen können.“

Dass dem Tabellenführer einige wichtige Spieler fehlten, taugt nur bedingt als Begründung für den Erfolg des Tabellenvierten. „Wir waren auch nicht komplett“, betont Tilbeck.

Am Ende mehr Luft

In einem zerfahrenen Spiel wechselte die Führung mehrmals hin und her. „Wir hatten reihenweise Großchancen und haben den Torwart warmgeschossen“, so der Telgter Übungsleiter. In den letzten zehn Minuten setzten sich die Gäste entscheidend ab. „Vielleicht hatten wir am Ende mehr Luft“, mutmaßt Tilbeck. Das wäre zumindest erstaunlich: Seine Truppe bestand nur aus neun Spielern, die Warendorfer waren zu elft. Nicht nur deshalb stellte der Friesen-Trainer fest: „Dieser Sieg ist gut für die Moral.“

19 Namen auf dem Zettel

Obwohl er sich darum in dieser Saison keine großen Sorgen machen muss. Platz vier sei gut, auch wenn sein Team in mindestens zwei Matches Punkte leichtfertig verschenkt habe. „Mit dem aktuellen Stand bin ich zufrieden“, sagt Tilbeck. „Es ist leider immer das Gleiche: Wir wissen im voraus nie genau, wer am Wochenende da ist.“ Auf dem Zettel stehen 19 Namen, unter der Woche und bei den Meisterschaftsspielen sind es immer deutlich weniger.

Situation ist heikel

Heikel ist die Situation bei den Torleuten. Burkhard Fülles fehlt wegen einer Knieverletzung. Mit diesem sensiblen Gelenk hat auch Henning Voß Probleme, stellt sich an den Wochenenden aber trotzdem in den Kasten. „Hut ab“, meint sein Coach zu diesem Einsatz. Im Training hilft schon mal der Torwart der A-Jugend aus. Eine Dauerlösung ist das aber nicht.

Auch nach dem Sieg gegen die WSU III erheben die Friesen keine Meisteransprüche. „Es wäre schön, wenn wir in der Tabelle noch etwas klettern, aber den Aufstieg schaffen wir eh nicht“, sagt Tilbeck. „Die Kreisliga wäre auch nichts für uns. Da muss man regelmäßig trainieren, da braucht man eine Stammbesetzung und man braucht zwei Torhüter. Und unsere Spieler werden ja auch nicht jünger.“ Außerdem ist der Telgter trotz des jüngsten Ergebnisses überzeugt: „An Warendorf kommt keiner vorbei.“

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