Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Null Punkte – null Frust: BSV Ostbevern verliert beide Spiele in Berlin

Ostbevern -

Jeweils mit 0:3 verlor der BSV Ostbevern beim VCO Berlin und beim BBSC Berlin. Null Punkte, null Sätze, aber auch null Frust beim Aufsteiger: Nach dem schwachen ersten Auftritt folgte ein starkes zweites Spiel.

Sonntag, 01.03.2020, 20:18 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 09:22 Uhr
Libera Franziska Seidel bei einer sauberen Annahme.
Libera Franziska Seidel bei einer sauberen Annahme.

Ohne Punkt- und auch ohne Satzgewinn kehrten die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern von ihrer Reise aus Berlin zurück. Der Aufsteiger verlor sowohl am Samstag gegen den Tabellenletzten VC Olympia als auch am Sonntag gegen den Zweiten BBSC mit 0:3. Nur für die Statistik: Vier Spieltage vor dem Saisonende trennen Ostbevern neun Punkte von einem Nichtabstiegsplatz. Trainer Dominik Münch sagte – auch angesichts eines Hammer-Restprogramms: „Wir haben wirklich nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Das wissen wir.“

Die beiden Ergebnisse in Berlin waren gleich, die Erlebnisse aber komplett unterschiedlich. Während die BSV-Frauen gegen Favorit BBSC einen starken Auftritt hinlegten, enttäuschten sie am Vortag beim 0:3 (21:25, 14:25, 15:21) gegen den VCO. Die Nachwuchstruppe des Bundesleistungsstützpunktes hatte in dieser Saison noch nicht viel gerissen. „Den ersten Satz haben wir zunächst offen gehalten. im zweiten und dritten haben wir keinen Zugriff bekommen“, so Münch. „VCO hat stark aufgeschlagen, einen super Block gestellt und sein Spiel durchgezogen.“ Die Gäste mussten mit Wiebke Silge (Rückenpro­bleme) und Maike Rüdingloh (erkrankt) zwei Mittelblockerinnen ersetzen. Vera Horstmann und Franka van der Veer teilten sich den Job. „Sie haben es gut gemacht, stoßen im Block aber an ihre Grenzen. Und es fehlten uns dann zwei durchschlagskräftige Spielerinnen auf den Außenpositionen.“ Als wertvollste BSV-Spielerin wurde Sabrina Roer gekürt, die einzige gelernte Mittelblockerin.

Sowohl am Samstag in der großen Halle im Sportforum als auch am Sonntag in der ähnlich dimensionierten Sporthalle Hämmerlingstraße verloren sich jeweils weniger als 100 Zuschauer, darunter mehr als 30 aus dem Münsterland. Beim 0:3 (18:25, 19:25, 24:26) gegen den BBSC (Berlin Brandenburger Sport-Club) bewiesen die BSV-Volleyballerinnen, dass sie die Pleite gegen die Talente-Auswahl des VCO schnell weggesteckt haben. „Das zweite Spiel war eine coole Antwort auf das erste“, so Münch. „Wir konnten voll mithalten, es hat Bock gemacht.“ Die ersten beiden Sätze waren lange offen, ehe sich die Berlinerinnen absetzten. Im dritten Durchgang führte der BSV mit 6:1 und mit 21:17, bevor der Favorit die Fehler der Gäste bestrafte und in der Satzverlängerung dafür sorgte, dass die Ostbevernerinnen doch noch recht früh am Nachmittag in den Bus steigen konnten. „Wir mussten akzeptieren, dass der Tabellenzweite doch ein bisschen abgezockter ist“, meinte Münch. Als wertvollste BSV-Spielerin wurde diesmal Kapitänin Sophia Eggenhaus ausgezeichnet.

„Wir haben das Wochenende in Berlin zusammen genossen. Es hat trotz der Niederlagen Spaß gemacht“, betonte Münch. Die Planungen beim BSV für die nächste Saison laufen. Erste Gespräche mit der Mannschaft wurden bereits am Wochenende in Berlin geführt, Ergebnisse gibt es noch nicht. Am nächsten Wochenende hat Ostbevern spielfrei, am 14. März (Samstag, 19 Uhr) kommt Spitzenreiter Stralsund.

BSV-Frauen:L. Dreckmann, A. Dreckmann, Horstmann, Eggenhaus, Tewinkel, Roer, van der Veer, Spieß, Auen, Hünker, Seidel, Mersch-Schneider.

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