Leichtathletik: Volkslauf
Auch der Citylauf des TV Friesen Telgte wird abgesagt

Ostbevern -

Den Organisatoren tut die Entscheidung „verdammt weh“, sie sehen aber keine Alternative: Der Citylauf des TV Friesen Telgte am 26. September wird abgesagt und findet demnach auch nicht in abgespeckter Version statt. Dafür gibt es ein virtuelles Angebot für die Läufer.

Samstag, 27.06.2020, 08:41 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 20:46 Uhr
Auch der Bambinilauf für die Jüngsten muss in diesem Jahr ausfallen. Die Überlegungen beim TV Friesen, den Citylauf in einer abgespeckten Version zu veranstalten, wurden wieder verworfen.
Auch der Bambinilauf für die Jüngsten muss in diesem Jahr ausfallen. Die Überlegungen beim TV Friesen, den Citylauf in einer abgespeckten Version zu veranstalten, wurden wieder verworfen. Foto: privat

Die Hoffnung blieb bis zuletzt, doch die Verlängerung der Corona-Schutzverordnung, besonders das Verbot von Großveranstaltungen, zwingt die Organisatoren des Telgter Citylaufs in die Knie: Die für den 26. September geplante Laufveranstaltung des TV Friesen ist abgesagt. „Die Entscheidung tut mir verdammt weh, aber wir haben keine andere Wahl“, sagte Orga-Team-Sprecher Mirco Borgmann .

„Wir treffen die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt“, ist der Abteilungsleiter des Friesen-Lauftreffs überzeugt. Nicht nur Stammgästen, die regelmäßig beim Volksbank-Citylauf am Schulzentrum starten, möchte man eine langfristige Planungsgewissheit geben. Auch andere Involvierte, zum Beispiel Stadt, Sponsoren und Zeitnehmer, wolle man rechtzeitig über die Absage informieren. „Wir hoffen nun am 18. September 2021 auf bessere Zeiten“, sagt Borgmann.

Beliebter Treffpunkt

Zuletzt hatte das Organisationsteam noch darauf spekuliert, den Citylauf mit den ursprünglich geplanten Lockerungen zum September in einer abgespeckten Version veranstalten zu können. Schließlich sei das Event in Telgte ein beliebter Treffpunkt für Familien, deren Kinder am Bambini- oder Schülerlauf teilnehmen. Auch die Fünf-Kilometer-Distanz wird gut angenommen, unter anderem von Laufkurs-Absolventen des TV Friesen. Doch auch die Lehrgänge waren schon der Pandemie zum Opfer gefallen. „Selbst wenn es eine Sondergenehmigung für unseren Lauf gegeben hätte, stünden wir durch die Corona-Schutzverordnung vor erheblichen Auflagen“, sagte der Abteilungsleiter. Als Beispiel nannte er die Cafeteria und den Imbissstand sowie den engen Zugang zur Zweifachhalle, wo man sich etwas hätte überlegen müssen. Ein Hygienekonzept könne man innerhalb so kurzer Zeit als ehrenamtliches Team nur schwer aus dem Hut zaubern. Etwas, das auch das gesamte Orga-Team am Ende nicht mehr gewollt habe. „Der gesellige und familiäre Charakter macht gerade unseren Volkslauf aus“, betont Borgmanns langjährige Vorgängerin Gudrun Stricker. „Eine abgespeckte Version wäre nicht mehr unser Volkslauf gewesen.“

Urkunde als Dankeschön

In Kürze sollen Läufer die Möglichkeit bekommen, sich gegen eine freiwillige Spende zu einem virtuellen Volkslauf anzumelden. Anstatt einer Lauf-Urkunde bekommen die Teilnehmer dann eine Dankeschön-Urkunde und können die Strecke für sich unter die Füße nehmen. Informationen dazu sollen in Kürze bekanntgegeben werden.

Hoffnung in Everswinkel

Abgesagt sind – wie berichtet – auch der Beverlauf in Ostbevern sowie der Emslauf in Einen. Sie sind Teil der Volksbank-Cup-Laufserie, die ebenfalls erst 2021 wieder stattfinden soll. Hoffnungen auf eine Ausrichtung in 2020 hegen noch die Organisatoren des Everswinkeler Nikolaufs.

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