Reiten
Begrenzung der Startplätze ist ein heißes Eisen

Kreis Warendorf -

Der Kreisreiterverband Warendorf hat sich zu seiner Mitgliederversammlung getroffen. Neben den Wahlen stand dabei vor allem ein Thema im Mittelpunkt.

Montag, 12.10.2020, 17:30 Uhr
Die begrenzten Startplätze
Die begrenzten Startplätze Foto: Aumüller

Corona-bedingt fand die Mitgliederversammlung des Kreisreiterverbandes Warendorf nicht wie gewohnt im Hotel Emshof, sondern in der Fachschule Reiten auf dem Hof Schulze Niehues in Freckenhorst statt. Hausherr Ludger Schulze Niehues hatte eine Reithalle so herrichten lassen, dass die 60 Vertreter der mehr als 30 Vereine unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen tagen konnten.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für den Pferdesport waren ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Thomas Haddenhorst , Vorsitzender des Kreisreiterverbandes, zählte Probleme auf, die die Pandemie und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen für den Pferdesport im Kreis mit sich brachten. So kam ab Mitte März der Reitsport im Kreis fast komplett zum Erliegen.

Dank der richtigen Auslegung des Tierschutzgesetzes durch die Behörden konnte eine Notversorgung der Pferde gewährleistet werden, was nicht selbstverständlich in allen Regionen Deutschlands war. Neben der Absage und Verschiebung zahlreicher Turniere erwähnte er, dass Corona auch für viele Vereine und Pferdebetriebe zu massiven finanziellen Einbußen geführt habe. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende beim Landespferdesportverband Westfalen wie auch beim Landes- und Kreisportbund für die Unterstützung. Dabei erwähnte er auch, dass sich die langjährigen Sponsoren des Kreisreiterverbandes trotz Corona weiterhin engagieren wollen.

Ein ganz heißes Eisen in der anschließenden Diskussion war das System der automatischen Startplatzbegrenzung bei Turniernennungen, das dazu führt, dass viele Reiter keinen Startplatz mehr auf den von ihnen gewünschten Turnieren bekommen, wenn sie nicht innerhalb von ein oder zwei Minuten nach Freigabe der Ausschreibung im Internet ihre Nennung abschicken.

„In den ersten Monaten der Corona-Krise war dies sicherlich ein brauchbares Instrument, um einfach die Anzahl zu begrenzen. Eine solche Startplatzbegrenzung muss aber immer mit Sinn und Verstand angewendet werden und darf nicht zu einem Automatismus werden, der Reitern die Möglichkeit nimmt, auf Turnieren zu starten“, so Haddenhorst.

In dem Zusammenhang sprach sich der Kreisvorsitzende auch dafür aus, dass die Vereine bei der Gestaltung der Ausschreibungen vom Beratungsangebot des Landespferdesportverbandes Gebrauch machen, um ihre Turniere zielgruppenspezifisch und ausgerichtet nach den besonderen Bedingungen vor Ort zu gestalten.

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