Reiten: Warendorfer leitet künftig DOKR-Ausschuss
Fritz Lutter tauscht Trainerposten gegen Vorsitz

Kreis Warendorf -

Fritz Lutter aus Warendorf wird künftig eine Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) leiten, der sich mit dem Nachwuchs beschäftigt. Der bisherige Bundestrainer der Ponyvielseitigkeitsreiter tritt damit die Nachfolge von Hanna Rogge, die nach 20 Jahren nicht mehr zur Wahl stand. Lutters Nachfolger als Bundestrainer ist Rüdiger Rau.

Donnerstag, 07.01.2021, 10:39 Uhr
Fritz
Fritz Foto: R. Penno

Der Bundesjugendausschuss der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ( FN ) hat den Warendorfer Fritz Lutter zum neuen Vorsitzenden der AG Nachwuchs des Ausschusses Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei ( DOKR ) gewählt. Der 67-Jährige tritt damit die Nachfolge von Hanna Rogge an, die sich nach über 20-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellte. Lutters Amt als Bundestrainer der Ponyvielseitigkeitsreiter übernimmt Rüdiger Rau aus Altensteig.

Unter Lutters Ägide sammelten die Ponyvielseitigkeitsreiter 32 Medaillen

Seit 1999 trainierte und betreute Fritz Lutter die jüngsten Vielseitigkeitsreiter. Reiter wie Julia Krajewski, Ben Leuwer, Pia Münker, Emma Brüssau und Calvin Böckmann starteten unter seiner Leitung ihre Championatskarriere. Insgesamt 32 Medaillen, davon neun goldene und zwei silberne im Team sowie ein Dutzend Einzeltitel gewannen die Ponyvielseitigkeitsreiter während seiner Amtszeit. Für seine Verdienste wurde Lutter im Rahmen der DM in Luhmühlen mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet.

Nachfolger gefunden: Rüdiger Rau übernimmt Posten als Bundestrainer

Lutters Nachfolge als Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter tritt jetzt Rüdiger Rau an. Über seinen Großvater, der Kavallerist war, und seinen Vater, Geschäftsführer und Turnierleiter des Reitvereins Wildberg wurde der 58-Jährige früh für Pferde interessiert. Bereits in jungen Jahren gehörte er dem Landeskader Dressur an, und ging außerdem in Springen und Vielseitigkeitsprüfungen an den Start.

Statt Architekt zu werden, entschloss sich Rau für eine Laufbahn im Pferdesport als Ausbilder, legte zunächst die Prüfung zum Pferdewirt und 1995 zum Pferdewirtschaftsmeister ab. Nach langer Tätigkeit als Vereinsausbilder betreibt er seit 2004 die familieneigene Reitanlage in Altensteig, gibt Lehrgänge, ist Parcourschef in Springen bis Klasse S, technischer Delegierter und internationaler Parcourschef Vielseitigkeit sowie Veranstalter.

Rau tauschte schon früh die aktive Karriere gegen die Traineraufgabe

Seine eigene sportliche Karriere beendete er früh. „Ich habe einfach gemerkt, dass die Unterrichtserteilung und die Ausbildung von Jugendlichen von der Longe bis zum Championat mir mehr Spaß machten“, sagt er.

Zu seinen erfolgreichsten Schülern zählen die ehemaligen U 21- und U 18-Championatsreiter Christiane Stahl, Christine Seitz, Leonie Dißmann, Stefanie Oechsle Michael Terigi und Sarah Schuler sowie Sonja Kirn, die wiederum mit Siegen beim Bundeschampionat 2019 und den Deutschen Amateurmeisterschaften 2020 auf sich aufmerksam machte.

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