Begeisterung entfacht – ohne Lohn
USC Münster kassiert beim 1:3 gegen Vilsbiburg die fünfte Niederlage in Serie

Münster -

Einmal mehr entfachten die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC ansteckende Begeisterung unter den 932 Fans in der Halle Berg Fidel. Der Lohn für eine engagierte Leistung indes blieb aus. Denn mit 1:3 (23:25, 25:13, 23:25, 18:25) mussten sich die „Unabhängigen“ den „Roten Raben“ Vilsbiburg geschlagen geben.

Donnerstag, 31.01.2013, 04:01 Uhr

Verbissener Kampf am Netz: Laura Dijkema (r.) vom USC nimmt es mit Jana-Franziska Poll und Celin Stöhr (vorne) auf. Münster unterlag Vilsbiburg nach gutem Spiel mit 1:3.
Verbissener Kampf am Netz: Laura Dijkema (r.) vom USC nimmt es mit Jana-Franziska Poll und Celin Stöhr (vorne) auf. Münster unterlag Vilsbiburg nach gutem Spiel mit 1:3. Foto: Jürgen Peperhowe

Einmal mehr entfachten die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC gestern Abend ansteckende Begeisterung unter den 932 Fans in der Halle Berg Fidel. Der Lohn für eine engagierte Leistung indes blieb aus. Denn mit 1:3 (23:25, 25:13, 23:25, 18:25) mussten sich die „Unabhängigen“ den „Roten Raben“ Vilsbiburg geschlagen geben und kassierten damit die zweite Heimniederlage innerhalb von vier Tagen.

Der Sieg der Gäste aus Niederbayern war verdient. Gleichwohl enttäuschte der USC nicht. Vor dem Hintergrund der personellen Engpässe war die Mannschaft bereit, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen. Dass es am Ende nicht für einen Sieg reichte, war dem Umstand zuzuschreiben, dass Vilsbiburg mehr Alternativen parat hatte – sowohl auf der Bank als auch auf dem Spielfeld.

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Trotz Verletzung zeigte sich Zuspielerin Laura Dijkema (M.) sehr einsatzfreudig. (Foto: Jürgen Peperhowe)

Wie gelingt es am ehesten, Tiefschläge wie die der jüngsten Vergangenheit wegzustecken? „Wir müssen unser eigenes Ding machen“, lautete die Parole, die USC-Mittelblockerin Lea Hildebrand vor dem Spiel gegen den Deutschen Meister von 2008 und 2010 ausgegeben hatte. Es war kein Lippenbekenntnis. Denn couragiert gingen die „Unabhängigen“ zu Werke und boten dem Team des argentinischen Trainers Guillermo Gallardo Paroli.

„In der Block-Feldabwehr waren wir heute noch stabiler. Da haben wir Fortschritte gezeigt“, sagte Til Kittel, der am Mittwochabend einmal mehr Chefcoach Axel Büring vertrat. Wohl wahr. Der USC war sowohl am Netz als auch im Feld präsent. Am Ende fehlte Kleinigkeiten, um den Satz für sich zu entscheiden.

Doch es zeigte sich rasch, dass die Moral der Mannschaft intakt ist. Dafür stand gestern Laura Dijkema. Die Zuspielerin hatte sich beim Abschlusstraining eine Muskelverhärtung zugezogen, so dass auch sie nach Hana Cutura und Sina Fuchs auszufallen drohte. Die Niederländerin stellte sich jedoch in den Dienst der Mannschaft. Mit bandagiertem Oberschenkel lief sie auf und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der USC – getragen von einer Woge der Begeisterung – mit einem 25:13 zu Satzausgleich herbeiführte.

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Teambesprechung mit USC-Coach Til Kittel. (Foto: Jürgen Peperhowe)

Dijkemas Zuspiele fanden des Öfteren in Außenangreiferin Lonneke Sloetjes eine dankenswerte Abnehmerin. Gleiches gilt für Leonie Schwertmann. Die Mittelblockerin wurde gestern Abend zu Recht als wertvollste Spielerin ausgezeichnet, womit sie den Nachweis lieferte, dass es sich lohnt, in Nachwuchsarbeit Zeit und Idealismus zu investieren. Die gerade 19 Jahre alt gewordene Schülerin überzeugte nicht nur als Punktesammlerin. Vielmehr war sie am Netz präsent und blockte im Verbund mit Sarah Petrausch und Lea Hildebrand zahlreiche Bälle.

Auch im dritten Satz entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der USC bis zum Schluss alle Möglichkeiten hatte. Vilsbiburg agierte in der entscheidenden Phase jedoch stabiler und gewann mit 25:23. Es war die Vorentscheidung.

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