Post vom Bundestrainer
Volleyball: USC-Talent Louisa Lippmann trainiert mit dem Nationalteam

Münster -

Louisa Lippmann ist auf dem besten Wege, eine ziemlich gute Volleyballerin zu werden. Zarte 18 Lenze zählt sie erst und doch steht ihr Name bereits im Notizblock von Bundestrainer Giovanni Guidetti. Der Italiener hat die Schülerin zu einem Nationalmannschaftslehrgang Ende Mai in die Sportschule Kienbaum eingeladen. „Ich war ziemlich überrascht und habe mich riesig gefreut“, sagt die 1,90 m große Sportlerin.

Freitag, 15.03.2013, 19:03 Uhr

Hört im Gespräch aufmerksam zu und teilt auf dem Feld ordentlich aus: Louisa Lippmann (re.) gilt als großes Volleyball-Talent.
Hört im Gespräch aufmerksam zu und teilt auf dem Feld ordentlich aus: Louisa Lippmann (re.) gilt als großes Volleyball-Talent. Foto: Peter Leßmann

Louisa Lippmann ist in Oetinghausen aufgewachsen. Das ist ein kleines Nest in der Nähe von Herford . Dort und in Bielefeld wurde ihr Talent entdeckt und gefördert. Mit 16 fühlte sich die Spielerin reif für den nächsten Karriereschritt: Auszug aus dem Dorf, Wechsel nach Münster ins Sportinternat. Das ist nun zweieinhalb Jahre her. „Ich bereue es nicht. Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht“, erklärt Lippmann.

Die Schülerin besucht das Pascal-Gymnasium, im nächsten Jahr will sie dort ihre Reifeprüfung ablegen. Parallel dazu treibt sie mit Elan und Ehrgeiz ihre sportliche Laufbahn voran. Beim USC Münster ist Lippmann inzwischen ganz oben angekommen. Sie ist fester Bestandteil des Erstliga-Kaders. Weil die Einsatzzeiten im Oberhaus noch überschaubar sind, erhält Lippmann im Zweitligateam die notwendige Spielpraxis.

Die Trainer reden ausschließlich positiv über ihren jungen Schützling. Tatsächlich gilt Lippmann als hochbegabt. Wenn es nicht so wäre, hätte sie Nationalcoach Guidetti kaum eingeladen. Talent und Trainer liefen sich im Vorjahr erstmals über den Weg, als A-Auswahl und U-19-Team (mit Lippmann) zur gleichen Zeit und am gleichen Ort trainierten. Lippmanns Eindruck von Guidetti: „Er ist sehr offen, erklärt viel und nimmt sich Zeit für Gespräche; vor ihm muss man keine Angst haben.“

Mitunter wirkt Louisa Lippmann ein wenig schüchtern, auf dem Feld ist davon nichts zu spüren. Der USC hatte schon viel Freude an seinem Azubi, daran wird sich in der kommenden Saison kaum etwas ändern. Wahrscheinlich erhält Lippmann dann ihren ersten Vertrag bei den Unabhängigen.

Die gebürtige Ostwestfälin hat Anlagen zum Volleyball-Juwel, mittelfristig werden sich auch andere Vereine um die Spielerin bemühen. Darüber macht sich Louisa Lippmann noch keinen Kopf. Sie sagt: „Mein Ziel ist es, so gut wie möglich und so hoch wie möglich zu spielen. Irgendwann würde mich wahrscheinlich auch einmal das Ausland reizen. Aber das ist jetzt wirklich noch ganz weit weg.“

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