USC Münster verpflichtet Nadja Schaus
USC verpflichtet Nadja Schaus

Münster -

Volleyball-Bundesligist USC Münster hat die erste externe Verpflichtung für die neue Saison getätigt. Die frühere Nationalspielerin soll in der kommenden Saison den jungen Kräften im USC-Team Orientierung verleihen.

Mittwoch, 14.08.2013, 13:08 Uhr

Nadja Schaus (re.) stand vor ihrem Engagement in Italien bei Allianz Stuttgart. In der neuen Saison ist sie Leitfigur beim USC.
Nadja Schaus (re.) stand vor ihrem Engagement in Italien bei Allianz Stuttgart unter Vertag. In der neuen Saison soll sie Leitfigur beim USC werden. Foto: Imago

Wenn der USC am Donnerstag die Saisonvorbereitung in der Halle Berg Fidel aufnimmt, präsentiert sich dort ein neues Gesicht. Mit Nadja Schaus verpflichtete der heimische Volleyball-Bundesligist – zunächst für ein Jahr – den ersten externen Zugang. „Nadja ist unsere Wunschkandidatin. Wir sind überzeugt, dass sie uns sportlich weiterhelfen wird, weil sie eine international erfahrene Spielerin ist, die unseren jungen Spielerinnen etwas mitgeben kann“, zeigte sich USC-Trainer Axel Büring gestern erfreut, dass die Vertragsverhandlungen erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden. Und machte zugleich deutlich, was er sich von der Neuen verspricht: „Wir erwarten, dass sie eine Führungsrolle übernimmt.“

In der Tat weckt die Vita der 28-Jährigen Hoffnung, dass mit dem erfolgten Transfer ein weiterer Schritt getan ist, um die Lücken im Mannschaftskader zu schließen. Nadja Schaus hatte 2009 ihr Debüt in der Nationalmannschaft gegeben und absolvierte 54 Länderspiele. Ihren größten sportlichen Erfolg feierte sie 2011, als sie mit dem Schweriner SC Deutscher Meister wurde, nachdem sie 2010 mit dem 1. VC Wiesbaden schon Vizemeister geworden war. Zuvor spielte die gebürtige Wormserin für VCO Sinsheim und Bayer Leverkusen. Nach einem Jahr in Stuttgart wechselte Schaus im Sommer 2012 zum italienischen Zweitligisten Pallavolo Marsala. „Wir freuen uns dass es geklappt hat, Nadja passt prima zu uns,“ sagt USC-Vizepräsident Jürgen Schulz, der in der vergangenen Woche den Vertrag unter Dach und Fach gebracht hatte.

Mit der Rückkehr nach Deutschland beginnt für sie beim USC ein neues Kapitel. Die 1,88 Meter große Ex-Nationalspielerin will diese Chance nutzen. Allerdings nicht auf der in ihrer Vita ausgewiesenen Stammposition als Mittelblockerin. „Vielmehr konnten wir uns darauf verständigen, dass Nadja auf Außen oder im Diagonalangriff zum Einsatz kommen wird“, sagte USC-Trainer Axel Büring gestern.

Schaus passt somit voll ins Anforderungsprofil des USC, zumal es gilt, die Umstrukturierung der Mannschaft nach den Abgängen von Lonneke Sloetjes (wechselte zum italienischen Erstligisten Yamamay Busto Arsizio), Hana Čutura (Ziel unbekannt) und Laura Dijkema (Halkbank Ankara) voranzutreiben. Da auch die langjährige Mannschaftskapitänin Andrea Berg ihre Laufbahn beendet hat und Lea Hildebrand ausgeschieden ist, bestand Handlungsbedarf.

Schon vor Wochen kündigten die Verantwortlichen an, dass künftig die beiden hoch veranlagten Youngster aus dem Bundesstützpunkt, Irina Kemmsies und Wiebke Silge, näher an den Bundesliga-Kader herangeführt werden sollen. Zudem wurden Leonie Schwertmann und Alisha Ossowski unlängst erst für zwei Jahre vertraglich gebunden.

Ob der USC angesichts des angekündigten Sparkurses weitere Verstärkungen von außerhalb, etwa für den Mittelblock, an Land ziehen wird, bleibt abzuwarten. „Wir werden Kassensturz machen und dann sehen, was möglich ist“, verkündet Büring. Freilich lässt er anklingen, dass eine weitere Ergänzung „für den Außenangriff“, wie er sagt, durchaus „wünschenswert“ sei. „Aber wir werden keine Schnellschüsse machen. Sollten wir noch eine Spielerin verpflichten, müsste die in unser Konzept passen – sportlich und finanziell.“

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