Saisonstart in der Damen-Volleyball-Bundesliga
USC Münster ringt VolleyStars Thüringen in fünf Sätzen nieder

Münster -

Hand aufs Volleyball-Herz: Wer hätte damit gerechnet? Mit einem leidenschaftlich erkämpften 3:2 (22:25, 32:30, 19:25, 25:15, 15:11) Erfolg über die VolleyStars Thüringen startete der USC Münster am Mittwochabend in die neue Bundesliga-Saison. Punkt 22 Uhr war die Messe gelesen. Münster feierte den Coup mit Freudentänzen. Das umgekrempelte und erheblich verjüngte Team hatte einen kleinen Berg versetzt. So darf es weitergehen.

Donnerstag, 17.10.2013, 07:10 Uhr

Pure Erleichterung: Ausgelassener Jubel beim USC Münster nach dem Fünf-Satz-Krimi, hier mit Leonie Schwertmann, Tess von Piekartz, Nadja Schaus, Linda Dörendahl, Ines Bathen und Wiebke Silge (v. l.). Ines Bathen platziert den Ball
Pure Erleichterung: Ausgelassener Jubel beim USC Münster nach dem Fünf-Satz-Krimi, hier mit Leonie Schwertmann, Tess von Piekartz, Nadja Schaus, Linda Dörendahl, Ines Bathen und Wiebke Silge (v. l.). Ines Bathen platziert den Ball Foto: Jürgen Peperhowe

Überraschung in der Startformation der Unabhängigen: Die erfahrene Sarah Petrausch fand keine Berücksichtigung, Büring schenkte der jungen Wiebke Silge (17) das Vertrauen, die erst am Montagabend von der U-23-WM aus Mexiko zurückgekehrt war. Die ersten Ballwechsel der Saison waren von großer Nervosität geprägt, fünf Eigenfehler führten zur 3:2-Gästeführung. Dann schlugen Leonie Schwertmann, die ebenfalls in Mexiko am Ball war, und Silge den Knoten durch.

USC Münster - VolleyStars Thüringen

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  • Geehrt wurden die Nachwuchsspielerinnen (v.l.) Irina Kemmsies, Alisha Ossowski, Wiebke Silge und Leonie Schwertmann nach ihrer Rückkehr von der U-23-WM in Mexiko von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (l.) und USC-Präsident Matthias Fell.

    Foto: Jürgen Peperhowe
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Ja, die ganz Jungen gingen voran, das sah mitunter schon ganz hübsch aus. Und weil Zuspielerin Tess von Piekartz und Ashley Benson prima zusammenspielten, lag Münster dann drei Punkte vorn (11:8). Die VolleyStars berührte das nicht wirklich, die Tschechinnen Vendula Merkova und Martina Utla regelten die Dinge in dieser Phase zumeist trocken – ohne Regung und Ausstrahlung. Der USC kämpfte, hatte noch einmal einen viel versprechenden 5:0-Lauf (15:17 auf 20:17) – doch das kleine Polster reichte nicht, am Ende des Satzes punktete der Gast aus Suhl.

Im zweiten Abschnitt machten beide Mannschaften dort weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten: Das sah nun nicht mehr gut aus für den USC, der Hausherr brach ziemlich ein. Die Annahme (Ines Bathen) wackelte, dem Zuspiel fehlte die Präzision und im Angriff brachte Nationalspielerin Nadja Schaus nicht wirklich viel zustande – da passte nichts mehr.

Erst als die Thüringer den Haken unter die 2:0-Führung gemacht hatten, nahm das Treiben eine wundersame, aus Sicht des USC sogar wunderbare Wendung. Plötzlich erwachte im Team der Tiger, die Grünen kratzten und fauchten. Und wurden am Ende der famosen Aufholjagd mit dem Ausgleich belohnt. Ein großer Block der kleinen von Piekartz brachte das Happyend beim sechsten Satzball. Suhl hatte zwei.

USC Münster - Kader Saison 2013/14

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  • Mannschaftsfoto: USC Münster 2013/14

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zuspiel: Tess von Piekartz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Außenangriff/Annahme: Alisha Ossowski

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  • Außenangriff/Annahme: Ines Bathen

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  • Libera: Linda Dörendahl

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  • Diagonal: Louisa Lippmann

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  • Diagonal: Sarah Petrausch

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  • Außenangriff: Sina Fuchs

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  • Diagonal: Nadja Schaus

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  • Diagonal/Mittelblock: Wiebke Silge

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  • Mittelblock: Ashley Benson

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  • Zuspiel: Irina Kemmsies

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  • Mittelblock: Leonie Schwertmann

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  • Trainer: Axel Büring

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  • Physiotherapeutin: Clara Lena Schneider

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  • Coach Axel Büring mit (v.l.) Ashley Benson, Leonie Schwertmann, Alisha Ossowski und Tess von Piekartz.

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  • Die USC-Spielerinnen traten bei der Mannschafts-Präsentation am Tischkicker gegeneinander an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die USC-Spielerinnen traten bei der Mannschafts-Präsentation am Tischkicker gegeneinander an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die USC-Spielerinnen traten bei der Mannschafts-Präsentation am Tischkicker gegeneinander an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Trainer Axel Büring mit (v.l.) Wiebke Silge, Ines Bathen, Irina Kemmsies und Sarah Petrausch.

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  • Sina Fuchs (l.) und Louisa Lippmann

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  • U-23-Spielerinnen des USC Münster (v.l.): Irina Kemmsies, Leonie Schwertmann, Wiebke Silge und Alisha Ossowski.

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  • Coach Axel Büring bei der Zeitungslektüre mit Linda Dörendahl und Nadja Schaus.

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  • Physiotherapeutin: Dorothee Terstegge

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  • Co-Trainer: Til Kittel

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Zehn Minuten Pause, ausgerechnet jetzt, wo Münster richtig Spaß machte. Als die Kontrahenten aus der Kabine zurückkehrten, setzte sich die Berg- und Talfahrt fort. Der USC lag rasch 3:7 hinten, führte dann 9:7, ehe er wieder einknickte: 12:16, ging da noch etwas? Diesmal nicht – Satz drei nahm ein völlig unspektakuläres Ende.

Damit war ein Punkt vergeben, zwei lagen noch in der Mitte. Klasse, wie sich Münster, zwischenzeitlich mit der unbekümmerten Irina Kemmsies (17) im Zuspiel, wehrte. So gewinnt dieses Team neue Freunde. 977 Zuschauer waren jedenfalls begeistert, richtig gute Stimmung am Berg Fidel. Und sportlich? Alles in Butter in Satz vier. Beim 25:15 spielte Münster den Gegner mitunter an die Wand.

Entscheidung im Tiebreak. Der USC hatte jetzt auch einen Punkt. Er wollte mehr. Er hatte mehr verdient. Und er bekam mehr. 15:11, 3:2-Sieg – es lohnt sich, das Projekt „Jugend forscht“ weiter zu verfolgen.

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