USC Münster
Ein Leben auf der Überholspur

Münster -

Sie fährt immer noch auf der linken Spur. Auf der Überholspur. 2011 wechselte Irina Kemmsies nach Münster.

Freitag, 06.12.2013, 20:12 Uhr

Irina Kemmsies (re.) hat sich schon im ersten Jahr eindrucksvoll akklimatisiert beim USC.
Irina Kemmsies (re.) hat sich schon im ersten Jahr eindrucksvoll akklimatisiert beim USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Spielte zwei Jahre in der zweiten Bundesliga Nord und wurde zudem von Bundestrainer Jens Tietböhl ins U-23-Nationalteam berufen. Seit dieser Saison nun gehört sie zum Kader der ersten Mannschaft. Unser Mitarbeiter Ulrich Schaper hat mit der 17-jährige Sportinternatsschülerin über ihre steile Erfolgskurve gesprochen.

Wie verarbeitet man als junger Mensch solch einen rasanten Aufstieg?

Irina Kemmsies: Ich war ständig überwältigt von neuen Eindrücken, neuen Menschen, neuen Trainern. Als Axel mich in die erste Mannschaft berufen wollte, ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich wusste aber auch, dass ich spielerisch noch einiges zu lernen habe.

Das USC-Team hat im Sommer einen Umbruch erlebt. Wie war das, als sie in die Mannschaft kamen?

Kemmsies: Es gab von vornherein eine Hierarchie. Die erfahreneren Spielerinnen gaben und geben immer noch Unterstützung und leiten mich auf den richtigen Weg. Ich passe mich dem an und versuche mich einzugliedern. Es ist keine Frage der Akzeptanz, weil diese in der kompletten Mannschaft vorhanden ist und es keine Frage des Alters ist. Ich habe mich direkt wohl gefühlt.

Sind Sie vor Punktspielen in der Bundesliga noch nervös?

Kemmsies: Vor jedem einzelnen Einsatz, ja. Sobald ich aber auf dem Feld stehen darf, wird die Nervosität aber von einem Glücksgefühl überlagert.

Haben Sie schon immer auf der Zuspiel-Position gespielt?

Kemmsies: Als ich vor mehr als acht Jahren einen Volleyball in die Hand genommen hatte, wollte ich zunächst als Angreiferin durchstarten. Der Reiz am Zuspiel liegt für mich in der ständigen Möglichkeit der Spiellenkung, die durch den zweiten Ballkontakt entsteht und dass man das Spiel so gestalten kann, wie man es für richtig hält. Das setzt viel Verantwortung voraus.

In ihrer Heimatstadt Paderborn wurden Sie nun für die Wahl zur „Juniorsportlerin des Jahres 2013" nominiert – was bedeutet Ihnen diese Nominierung?

Kemmsies: Die Nominierung in Paderborn bedeutet für mich weiteren Ansporn, weiterhin etwas zu erreichen, und das Herantragen von dem Sport Volleyball soll in meiner Stadt etwas angeheizt werden, damit das Augenmerk nicht mehr nur auf Fußball oder Basketball gelegt wird, sondern dass auch Volleyball populärer wird. Ich möchte viele junge Menschen in meiner Heimatstadt und Umgebung erreichen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2088239?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F685692%2F1797507%2F2596142%2F
Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Halle Münsterland: Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Nachrichten-Ticker