Volleyball: Bundesliga und Pokal
Kazmiere Brown feiert für den USC eine aufregende, aber kurze Premiere

Münster -

Nervosität und Anspannung waren Wegbegleiter bei ihrer Bundesliga-Premiere, die nach nicht einmal zwei Sätzen vorbei war. Und doch war USC-Blockerin Kazmiere Brown angetan von ihrer neuen sportlichen Heimat, die Stimmung im Volleydome beeindruckte die Amerikanerin – trotz des 1:3 gegen Dresden.

Sonntag, 04.11.2018, 15:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.11.2018, 17:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.11.2018, 15:02 Uhr
Ihr Potenzial deutete USC-Neuzugang Kazmiere Brown (M.) gegen den Dresdner SC an. Coach Teun Buijs beorderte die Amerikanerin neben Luisa Keller (l.) und Zuspielerin Mareike Hindriksen in die Startsechs der Unabhängigen, die gegen die Sachsen 1:3 verloren.
Ihr Potenzial deutete USC-Neuzugang Kazmiere Brown (M.) gegen den Dresdner SC an. Coach Teun Buijs beorderte die Amerikanerin neben Luisa Keller (l.) und Zuspielerin Mareike Hindriksen in die Startsechs der Unabhängigen, die gegen die Sachsen 1:3 verloren. Foto: Jürgen Peperhowe

Ihre Premiere in der Volleyball-Bundesliga war Mitte des zweiten Satzes beendet. Beim Stand von 12:17 nahm Trainer Teun Buijs im Mittelblock einen Tausch vor, für Kazmiere Brown kam Juliane Langgemach auf das Feld. Und doch stand die Amerikanerin nach der Partie des USC Münster gegen den Dresdner SC (1:3) mit einem Strahlen neben dem Court, ihr Debüt hatte ihr Spaß gemacht. „Das war schon sehr aufregend hier, die Atmosphäre war klasse. Die Zuschauer haben uns viel Energie gegeben“, sagte Brown.

Für die 1,93 Meter große Blockerin eine neue Erfahrung – eine von so vielen, die sie seit der Ankunft im August auf ihrer ersten Profistation gesammelt hat. „Für mich waren viele Dinge neu“, sagt Brown, die sich in Münster schnell eingelebt hat und sich sichtlich wohlfühlt. „Münster ist eine super schöne Stadt. Und der Club und meine Mitspielerinnen haben es mir leicht gemacht, mich hier einzugewöhnen. Und ein Fahrrad habe ich auch schon, damit fahre ich immer in die Stadt. Das ist einfacher als mit dem Auto.“

Eine Umstellung war für Brown, die am 17. Oktober ihren 22. Geburtstag gefeiert hat, besonders die Art des Trainings. „Das ist viel umfangreicher und intensiver als am College, viel universeller“, sagt das US-Girl, das mit den „Wildcats“ der University Kenntucky Lexington im Frühjahr im NCAA-Finale stand.

So war sie in der College-Liga dank eines anderen Regelwerks von der Annahme und dem Aufschlag – nicht jede Spielerin macht dort die gesamte Rotation mit – befreit. In Münster unter Teun Buijs undenkbar, sogar zuspielen muss Brown in den Trainingseinheiten. „Kaz ist physisch unheimlich stark, hat technisch aber noch ein bisschen Rückstand“, erklärt der niederländische Coach, der die achtfache U-23-Nationalspielerin gegen den DSC in die Startsechs beorderte. Trotz einer längeren Pause wegen einer Bauchmuskelverletzung. Diese aber ist auskuriert, die in Waterloo/Iowa geborene Brown nähert sich der 100-prozentigen Fitness, die für die physisch so starke Athletin mit einer Abschlagshöhe von 3,15 Metern so wichtig ist.

Gegen Dresden reichte es beim Bundesliga-Debüt noch nicht zum Premierensieg, auch am Mittwoch (18.30 Uhr) beim Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin wird es schwer mit dem ersten Erfolgserlebnis. „Wir wissen, dass diese beiden Mannschaften sehr stark sind, haben Dresden so gut erwartet. Aber wir wollen uns in jedem Spiel verbessern und arbeiten viel an der Teamchemie. Und ich will mich individuell entwickeln und so dem Team helfen. Dafür gebe ich mein Bestes“, sagt Brown.

USC bucht in Grimma das Pokal-Viertelfinale

Auch wenn die Anreise in keinem Verhältnis zur Spielzeit stand, hatte sich dieser Ausflug ins sächsische Muldental für die Spielerinnen des USC Münster doch gelohnt. Mit dem erwarteten und auch dem erwartet deutlichen 3:0 (25:13, 25:14, 25:16) gegen den Zweitligisten VV Grimma buchten die Unabhängigen als erstes Team überhaupt einen Platz im Viertelfinale des DVV-Pokals. Um Punkt acht Uhr wurde die Partie in der Muldentalhalle zu Grimma offiziell eröffnet, 72 Minuten später stellten die Schützlinge von Trainer Teun Buijs überpünktlich den Flugverkehr über dem Netz mit dem Matchball auch schon wieder ein. Wie geplant kurz und schmerzlos, schließlich hatte die Truppe noch eine sechsstündige Rückfahrt vor der Brust. Große Erkenntnisse bescherte dieser erste Erfolg im zweiten Pflichtspiel dem Trainer mangels ernsthafter Gegenwehr nicht, aber immerhin durften alle mitgereisten Spielerinnen Wettkampfluft schnuppern. Für Liza Kastrup und Svenja Enning waren es die ersten Einsatzminuten der noch jungen Saison. „Der Aufschlagdruck war sehr hoch, der Block stand gut. Ich bin zufrieden“, fiel das Fazit des Trainers passend zum Spiel ebenfalls sehr kurz und erfreulich aus.

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