Volleyball: Bundesliga Frauen
USC hofft auch ohne angeschlagene Lohuis gegen Suhl auf ersten Heimsieg

Münster -

Ein Heimsieg gegen den VfB Suhl ist am Sonntag der Anspruch des USC Münster. Allerdings stehen die Thüringerinnen in der Tabelle noch vor dem Gastgeber. Bitter: Juliet Lohuis muss fürs Erste zusehen. Die WM-Strapazen waren doch zu viel für die Niederländerin.

Sonntag, 18.11.2018, 13:06 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.11.2018, 13:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 18.11.2018, 13:06 Uhr
Auf die feinen Zuspiele von Mareike Hindriksen (r.) setzt der USC in seinem zweiten Heimspiel gegen Suhl.
Auf die feinen Zuspiele von Mareike Hindriksen (r.) setzt der USC in seinem zweiten Heimspiel gegen Suhl. Foto: Jürgen Peperhowe

Vier Spiele hat der USC Münster in der ersten Saisonphase bereits absolviert, vier Mal gab es die im Vorfeld erwarteten Ergebnisse. Den Niederlagen beim Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin (1:3) und gegen den Pokalsieger Dresdner SC (1:3) stehen die Erfolge beim VCO Berlin (3:0) sowie im Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten VC Grimma (3:0) gegenüber. Nun kommt am Sonntag (14.30 Uhr) mit dem VfB Suhl ein Gast an den Berg Fidel, gegen den Münster in der Vergangenheit meist gut ausgesehen hat, datiert doch die letzte Pleite vom 23. November 2014 (2:3).

Von den Ansprüchen her müssten die Unabhängigen zum Start der englischen Woche – nach dem Heimspiel folgen Mittwoch die Partie beim SC Potsdam und am Samstag das Pokal-Viertelfinale gegen Schwerin – ein Kandidat für ihren zweiten Saisonerfolg sein. „Aber wir sind nicht der Favorit. Suhl ist Vierter und hat zwei Punkte mehr als wir“, sagt USC-Trainer Teun Buijs mit einem Schmunzeln und dem Wissen, dass die Thüringerinnen mit Berlin (3:0) und Aufsteiger NawaRo Straubing (3:2) zwei Teams geschlagen haben, die am Ende der Saison eher in den unteren Regionen zu erwarten sind. Auf die leichte Schulter aber wird Buijs den VfB nicht nehmen, in der Vorbereitung auf das zweite Heimspiel studierte er selbstredend die Videos über den Gegner. „Suhl kann eine Überraschung dieser Saison werden“, sagt der Niederländer. Claudia Steger – die ­28-jährige Außenangreiferin ist seit 2009 beim VfB – sowie die Tschechin Tereza Patočková, die Brasilianerin Maira Basso oder die 2,03 Meter (!) große Amerikanerin McKenzie Jacobsen sind wichtige Faktoren in der Multi-Kulti-Truppe mit Spielerinnen aus acht Nationen und dem polnischen Trainer Mateusz Zarczynski.

Vor dem obligatorischen Gegnerstudium nutzte Buijs die Woche ohne Reise- und Spielstress, um die vier Partien in zehn Tagen aufzuarbeiten. „Es ist sehr wichtig, dass wir zwischendurch immer wieder Zeit bekommen, um mit der Mannschaft arbeiten zu können. Daher taten uns diese Tage richtig gut“, erklärt der 58-Jährige, der mit der Entwicklung seiner Schützlinge gut zufrieden ist. „Wir sind auf dem Weg, das Training war sehr gut“, lautet sein Zwischenfazit, dem er eine Warnung hinterher schiebt. „Jedes Spiel fängt wieder bei null an. Wir müssen auch gegen Suhl die richtige Taktik finden, müssen unsere Organisation und Disziplin auf dem Feld halten.“

Mitwirken kann am Sonntag wieder Teresa Mersmann, die den Auswärtstrip nach Berlin und Schwerin verpasst hatte. Und auch Chiara Hoenhorst steht erstmals seit dem vergangenen März wieder im Bundesliga-Kader, zuletzt hatte sie in der Drittliga-Truppe des USC Spielpraxis gesammelt.

Lena Vedder (Sprunggelenk) fällt dagegen wohl noch aus. „Sie trainiert wieder, hat aber noch keine Sprünge gemacht“, so Buijs, der vorerst für unbestimmte Zeit auf Juliet Lohuis verzichten muss. Die niederländische Nationalspielerin leidet an einer chronischen Entzündung im Adduktorenbereich – eine Folge der Überbelastung während der WM in Japan. Ein Umstand, mit dem Buijs „nicht zufrieden ist“ und den er mit seinen niederländischen Kollegen besprochen hat.

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