Volleyball: Frauen-Bundesliga
Schwieriger Spagat für den USC in Potsdam

Münster -

Ausruhen ist derzeit nicht drin für den USC Münster. Die englische Woche führt den Bundesligisten am Mittwoch zu einem der Schlüsselspiele im Tabellenmittelfeld. Beim SC Potsdam scheint alles offen zu sein, wie auch Trainer Teun Buijs findet.

Dienstag, 20.11.2018, 15:02 Uhr aktualisiert: 21.11.2018, 11:00 Uhr
Stimmungsmache am Berg Fidel beim Sieg gegen Suhl: Am Mittwoch soll die Laune in Potsdam ebenfalls stimmen.
Stimmungsmache am Berg Fidel beim Sieg gegen Suhl: Am Mittwoch soll die Laune in Potsdam ebenfalls stimmen. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster wählt den olympischen Weg – zumindest für das Navigationssystem des Mannschaftsbusses: Olympischer Weg 2 lautet die Anschrift der MBS Arena, in der am Mittwoch (19 Uhr) das Punktspiel gegen den SC Potsdam über die Bühne gehen soll. Programmatisch ist diese Adresse indes nicht. Im Gegenteil: Dabeisein ist alles, kann und darf das Motto der Mannschaft um Trainer Teun Buijs an diesem fünften Bundesliga-Spieltag nicht heißen. Nach den einkalkulierten Niederlagen gegen die Top-Teams aus Schwerin und Dresden sowie den ebenfalls fix geplanten Siegen gegen den VCO Berlin und den VfB Suhl geht es in Potsdam erstmals um Punkte auf dem freien Markt. Im Vorfeld zumindest scheint alles offen, es geht im Duell der Teams aus der zweiten Reihe der Liga schon um die Zähler, die am Ende der Spielzeit die Ausgangspositionen für die Playoff-Runde determinieren. „Das sind diese Spiele im Mittelfeld, die alle gewinnen wollen“, bestätigt Buijs, „das ist schon der Kampf um die Plätze hinter Dresden, Schwerin und Stuttgart.“

Den besseren Start erwischten dabei zumindest tabellarisch die Damen aus Brandenburg, auch wenn der aktuelle dritte Tabellenplatz wohl eher ein Muster ohne Wert ist. Das Auftaktprogramm führte die Mannschaft von Trainer Davide Carli gegen die Teams aus Wiesbaden, Berlin und Straubing – exakt das Trio, das derzeit die Ränge neun bis elf belegt und damit die Tabelle abschließt. In Wiesbaden setzte es zum Saisonstart zudem eine 2:3-Niederlage – so recht kann man die aktuelle Form der SCP-Damen wohl noch nicht einschätzen, Münster kommt als Maßstab gerade recht.

Immerhin hat sich der USC bislang in allen vier Partien teuer verkauft, war bei den beiden Niederlagen (jeweils 1:3) nur mit erheblichen Mühen und Aufwänden der Gegenseite zu bezwingen sowie bei den beiden Siegen (jeweils 3:0) dafür immer höchst souverän und ungefährdet unterwegs. Das unterstreichen auch die durchschnittlichen Verweildauern in den Hallen. Gegen Dresden (99 Minuten) und in Schwerin (101) wurde den Fans lange beste Unterhaltung geboten, in Berlin (65) und gegen Suhl (81) war jeweils früh Feierabend. Für diesen Mittwoch rechnet Buijs mit der langen Variante: „Eher 100 Minuten“, so sein Tipp für eine Partie auf Augenhöhe. „Ich habe Potsdam gegen Wiesbaden gesehen und auch das letzte Spiel in Straubing. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr verstärkt und wird wie wir unbedingt punkten wollen.“

Im Hinterkopf behält Buijs natürlich auch in Potsdam schon die Folge-Aufgabe drei Tage später, wenn in eigener Halle der Schweriner SC zum Pokal-Duell erwartet wird. „Die Spiele gegen Suhl und in Potsdam sind für uns gleichzeitig Vorbereitung für das Pokalspiel. Es ist die Aufgabe, beides im Auge zu behalten,“ so Buijs, der bis auf Langzeitpatientin Juliet Lohuis und Chiara Hoenhorst, die sich kurzfristig krank melden musste, am Dienstagnachmittag alle Frauen an Bord hatte, als der Bus Potsdam ansteuerte. Ziel war da übrigens noch nicht der Olympische Weg – aber ein Hotel in Laufnähe zur Halle. „Da können wir zu Fuß zum Training gehen – der Busfahrer kann dann noch nicht arbeiten, weil er uns sonst abends nach dem Spiel nicht zurückfahren dürfte.“

Derlei Arbeitszeitrichtlinien haben die USC-Spielerinnen nicht: Für drei Punkte dürfen sie auch gern Überstunden machen.

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