Volleyball: Bundesliga Frauen
USC nach Potsdam gerüstet für das Highlight-Spiel gegen Schwerin

Münster -

Der dritte Sieg in Serie hat dem USC Münster nicht nur in der Bundesliga Rückenwind verschafft. Nach dem 3:2 in Potsdam erhoffen sich die Münsteranerinnen im Pokal gegen Top-Favorit SSC Palmberg Schwerin ebenfalls Chancen.

Donnerstag, 22.11.2018, 16:54 Uhr aktualisiert: 22.11.2018, 23:11 Uhr
Juliane Langgemach zeigte im Mittelblock – wie auch ihre Mitstreiterin Kazmiere Brown – eine gute Leistung und wurde beim 3:2-Erfolg des USC in Potsdam zur besten Spielerin gekürt.
Juliane Langgemach zeigte im Mittelblock – wie auch ihre Mitstreiterin Kazmiere Brown – eine gute Leistung und wurde beim 3:2-Erfolg des USC in Potsdam zur besten Spielerin gekürt. Foto: Jürgen Peperhowe

Drei Punkte im Heimspiel gegen den VfB Suhl, zwei Zähler nach einem zweistündigen Auf und Ab beim SC Potsdam. Die Englische Woche lief für den USC Münster bislang nahezu optimal, am Samstag (19.30 Uhr) kann nun die Krönung folgen – im Viertelfinale des DVV-Pokals gegen den SSC Palmberg Schwerin.

„Das ist schon ein Highlight und etwas anderes. Dieses Spiel haben wir im Hinterkopf“, hatte Mittelblockerin Juliane Langgemach bereits am vergangenen Sonntag nach dem 3:0 gegen Suhl gestanden. Abgelenkt hat die anstehende Partie gegen den Deutschen Meister aber weder die seit gut zwei Wochen 24-Jährige – Langgemach wurde in Brandenburg zur wertvollsten USC-Spielerin gewählt – noch ihre Mitstreiterinnen. In Potsdam bewahrten die Unabhängigen in einem wechselhaften Duell die Nerven und entschieden nach der Abwehr eines Matchballs den Tiebreak mit 16:14 für sich. „Wir haben in vielen Momenten sehr gut funktioniert und haben taktisch die Lücken gefunden, die uns Potsdam gegeben hat. Aber dann hatten wir auch Momente, in denen fast alles weggebrochen ist“, sagte Münsters Trainer Teun Buijs nach dem dritten Bundesliga-Sieg in Serie. Fehlende Konstanz als Charakteristikum für die junge USC-Mannschaft? „Ein bisschen schon, wir müssen mental noch stärker werden. Aber das braucht Zeit und kommt mit der Erfahrung“, so Buijs.

Nur gut, dass mit Mareike Hindriksen und Lisa Thomsen zwei Routiniers auf dem Feld Führungsaufgaben ausüben und ihre Rolle leben. Libera Thomsen zum Beispiel übernahm in einer Auszeit Mitte des dritten Satzes kurzzeitig für Buijs die Ansage und wirkte so auf ihre Teamkolleginnen ein, Hindriksen stimmte sich zwischen den Ballwechseln immer wieder mit dem Coach ab. „Mareike und Lisa holen die Mädels zusammen und sagen ihnen, wie es ­weitergehen soll. Das funktioniert gut, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Auch ich habe als älterer Spieler ­meine Mitspieler gecoacht“, meinte Buijs.

Mit dem Sieg bei einem direkten Konkurrenten um die Plätze hinter dem Top-Trio der Bundesliga wächst das Selbstvertrauen – für die weitere Saison und ganz ­aktuell auch für das Pokalspiel gegen Schwerin. „Er­folge sind immer gut für ein Team“, sagte Buijs, der am Donnerstagabend seine Mannschaft zusammenrief und ihr nur wenig Bewegung verordnete. „Nach fünf Sätzen brauchen die Mädels ein bisschen Ruhe. Zumal wir erst um 4 Uhr zurück waren.“ Also standen erst mal die Aufarbeitung der Potsdam-Partie sowie die erste Annäherung an den SSC auf dem Programm.

Inwieweit Ivana Vanjak Teil der Vorbereitung für Schwerin sein wird, ist noch nicht zu beantworten. Die Nationalspielerin kam im Tiebreak nach einem erfolgreichen Angriff zum 8:4 unglücklich auf und hatte Schmerzen im Knie. Eine Diagnose stand am späten Nachmittag noch aus – und damit bleibt ihr Mitwirken am Samstag fraglich.

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