Volleyball: DVV-Pokal
Der USC hat gegen Schwerin Sehnsucht nach einer Viertelfinal-Überraschung

Münster -

Lange ist es her, dass der USC Münster um einen Titel gespielt hat. 2006 waren die Unabhängigen letztmals im Pokalendspiel, unterlagen damals Schwerin. Und der SSC Palmberg ist auch im diesjährigen Wettbewerb der Gegner, den die Mannschaft im Viertelfinale überraschen will.

Freitag, 23.11.2018, 15:22 Uhr aktualisiert: 24.11.2018, 11:22 Uhr
Eine Szene aus dem Playoff-Viertelfinale der Vorsaison: Lina Alsmeier sucht gegen Greta Szakmary (l.) und Beta Dumancic eine Lücke, die sie am Samstag im Pokal-Viertelfinale gegen den SSC wieder finden will.
Eine Szene aus dem Playoff-Viertelfinale der Vorsaison: Lina Alsmeier sucht gegen Greta Szakmary (l.) und Beta Dumancic eine Lücke, die sie am Samstag im Pokal-Viertelfinale gegen den SSC wieder finden will. Foto: Jürgen Peperhowe

Bis Mittwochabend 21.30 Uhr hatten die Spielerinnen des USC Münster und Trainer Teun Buijs das Pokal-Viertelfinale aus den Köpfen verbannt und sich erfolgreich auf das Tagesgeschäft namens Bundesliga konzentriert. Doch nach dem 3:2-Erfolg beim SC Potsdam richteten sich die Blicke sofort auf das Highlight-Spiel gegen den SSC Palmberg Schwerin. Am Samstag um 19.30 Uhr heißt es in der Runde der letzten acht: Siegen oder fliegen. Halbfinale oder lange Gesichter.

Die Vorfreude steigt minütlich im Lager des USC, der sich in der ersten Hälfte der englischen Woche mit den Siegen gegen den VfB Suhl und in Potsdam weiter Selbstvertrauen angefuttert hat. Und da auch der Liga-Auftritt in Schwerin vor 17 Tagen, als Münster beim 1:3 nahe an einem Punktgewinn war, sehenswert war, herrscht am Berg Fidel vorsichtiger Optimismus. „Potsdam war ein anderes Spiel für uns. Da standen wir unter Druck, weil wir dort punkten wollten. Aber im Pokal gegen Schwerin haben wir mehr Freiheiten. Wenn wir verlieren, ist das normal. Wenn wir gewinnen, ist das sensationell. Schwerin hat den Druck“, sagt Münsters Trainer Teun Buijs, der verspricht: „Wir werden auf dem Feld alles probieren, um den SSC aus der Komfortzone zu bringen.“

Buijs mit Schwerin Pokalsieger

In der Bundesliga ist genau dies den Unabhängigen über Phasen geglückt, sie lagen beim 17:11 im vierten Satz auf Tiebreak-Kurs. „Wir haben dort ein gutes Spiel abgeliefert. Aber es hätte besser sein müssen, um Schwerin zu schlagen. Daraus ziehen wir unsere Schlüsse“, erklärt der Niederländer, der im Videostudium die Arbeit im Block und in der Abwehr sowie die Taktik beim Aufschlag noch einmal genau unter die Lupe genommen hat. Wie auch den Gegner, der in dieser Saison noch nicht zu 100 Prozent überzeugt hat.

In der Bundesliga ist der Deutsche Meister zwar noch ungeschlagen, ließ aber gegen LiB Aachen und bei SW Erfurt jeweils einen Punkt liegen, dazu gab es am Dienstag ein 1:3 in der Champions League in Lodz. Dabei fehlt Coach Felix Koslowski die Zeit, das in großen Teilen neu zusammengestellte Team zu formen, der enge Spielplan gibt nur wenig Raum für ein geordnetes Training. „Der Kalender ist so übel voll. Dazu hat Schwerin viele Nationalspielerinnen, die erst spät nach der WM zur Mannschaft gekommen sind. Das braucht dann alles Zeit. Aber Schwerin hat einen sehr starken Kader und ist Favorit“, sagt Buijs, der als SSC-Coach 2012 und 2013 für die letzten beiden Schweriner Pokalsiege verantwortlich war.

Vanjak-Einsatz weiter offen

Nun will er mit dem USC soweit wie möglich kommen, von einer Finalteilnahme träumen alle. Da wäre es hilfreich, wenn sich seine Hauptangreiferin Ivana Vanjak fit melden würde. In Potsdam verletzte sich die 23-Jährige am Knie, ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig. „Hoffentlich reicht es für Ivana“, so Buijs. Ihr Mitwirken würde die Chance auf eine Überraschung erhöhen – und nach der sehnen sich alle am Berg Fidel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6210795?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F685692%2F
Frau erleidet Schlaganfall an der Ampel
Notlage nicht erkannt : Frau erleidet Schlaganfall an der Ampel
Nachrichten-Ticker