Volleyball: Bundesliga Frauen
USC läuft ohne Druck gegen Vizemeister Stuttgart auf

Münster -

Viel ausrechnen muss sich der USC Münster vor dem Gastspiel des Allianz MTV Stuttgart nun wirklich nicht. Vor der Partie am Sonntag fehlte auch noch Trainer Teun Buijs aus privaten Gründen im Training. Die Personallage hat sich auch nicht verbessert.

Freitag, 30.11.2018, 16:32 Uhr aktualisiert: 30.11.2018, 18:12 Uhr
Mit dem Mut der Verzweifelung wollen der USC und Luisa Keller Stuttgart Paroli bieten.
Mit dem Mut der Verzweiflung wollen der USC und Luisa Keller Stuttgart Paroli bieten. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn es erst einmal nicht läuft, dann läuft es nicht. Diese bittere Erkenntnis machte in den vergangenen Tagen der USC Münster, der zuletzt schwere Rückschläge zu verkraften hatte. Zu Juliet Lohuis (Entzündung im Adduktorenbereich) gesellte sich mit Ivana Vanjak (Kreuzbandriss) eine weitere Langzeitpatientin. Es folgte statt eines Festtages im Pokal-Viertelfinale ein ernüchterndes 0:3 gegen den SSC Palmberg Schwerin – eigentlich genug Negativerlebnisse. Doch auch die Woche vor dem Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen Allianz MTV Stuttgart verlief nicht ruhiger. Trainer Teun Buijs fehlte bis einschließlich Donnerstag aus familiären Gründen, dazu fiel mit Elroy Bezemer (Rücken) phasenweise einer seiner beiden Assistenten aus. Zusammengefasst: Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus.

„Ich habe mich vor jedem Training gefragt, was wohl jetzt passieren wird“, sagt Marvin Mallach, in dessen Händen die Hauptverantwortung der Trainingsarbeit lag. Zum Glück für den USC blieben weitere Hiobsbotschaften aus, langsam kehrt wieder der Alltag zurück. „Ivanas Ausfall hat uns schon am Anfang der Woche noch beschäftigt. Wir alle müssen jetzt mit der Situation umgehen und sie annehmen“, erklärt Mallach. Da kommt es den Unabhängigen vielleicht sogar ein wenig entgegen, dass sich mit dem deutschen Vizemeister der vergangenen vier Jahre ein Schwergewicht der Liga am Berg Fidel vorstellt. Druck verspürt der USC nicht, Erwartungen kommen in dieser Konstellation gegen den Champions-League-Teilnehmer und Pokal-Halbfinalisten ganz sicher nicht im Übermaß auf. „Stuttgart ist kein Wunschgegner. Aber es ist vielleicht besser, gegen so eine Mannschaft zu spielen als gegen eine, gegen die wir punkten müssen“, erklärt Mallach.

Frisch und frei kann Münster also auftreten und versuchen, die Schwaben irgendwie aus ihrer sportlichen Komfortzone zu bringen. Ein schweres Unterfangen, wie Mallach nicht erst nach dem Studium des Gegners weiß: „Die Stuttgarter sind topbesetzt, auch auf der Bank. Aber sie haben ihre Schwächen, auch wenn das nur ganz wenige sind.“

Diese zu finden und zu nutzen, ist die knifflige Aufgabe, die der USC irgendwie lösen muss. Auch aus der klaren Außenseiterrolle heraus. „Durch die ganzen Schwierigkeiten der vergangenen zwei Wochen sind wir als Mannschaft noch enger zusammengewachsen. Alle haben voll mitgezogen. Stuttgart ist stark, aber wir sind vorbereitet“, sagt Münsters Zuspielerin und Kapitänin Mareike Hindriksen.

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