Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC will den Akku aufladen und sich wieder neu finden

Münster -

Das gibt es selten mitten in der Saison: Fast zwei Wochen Zeit liegen zwischen dem letzten und dem nächsten Spiel des USC, der die Pause nach turbulenten Wochen gut gebrauchen kann. Durchatmen vor den beiden Auswärtsspielen, in denen ein möglicher Neuzugang wohl noch nicht dabei sein wird.

Dienstag, 11.12.2018, 15:04 Uhr
Lina Alsmeier ist nach dem Ausfall von Ivana Vanjak wie ihre Kolleginnen aus der Angriffsreihe mehr gefordert. Eine Nachverpflichtung hat der USC weiter im Auge.
Lina Alsmeier ist nach dem Ausfall von Ivana Vanjak wie ihre Kolleginnen aus der Angriffsreihe mehr gefordert. Eine Nachverpflichtung hat der USC weiter im Auge. Foto: Jürgen Peperhowe

Elf Tage liegen zwischen dem 3:1-Erfolg des USC Münster am vergangenen Samstag beim VC Wiesbaden und der nächsten Partie in einer Woche (19. Dezember) bei Nawaro Straubing. Mitten in der Saison eine ungewöhnlich lange Pause, auf die der Volleyball-Bundesligist gerne verzichtet und am Mittwoch das Pokal-Halbfinale bestritten hätte. Der SSC Palmberg Schwerin aber hatte dem USC in der Runde der letzten acht einen Strich durch diese Rechnung gemacht, die freigewordene Zeit jedoch kommt den Unabhängigen nicht ganz ungelegen.

Die Akkus nach der physisch wie psychisch aufreibenden ersten Saisonphase wieder aufzuladen, ist dabei das eine. Trainer Teun Buijs und seine Schützlinge befinden sich nach dem Ausfall von Nationalspielerin Ivana Vanjak immer noch oder schon wieder in einer Findungsphase. „Wir müssen unser Spiel umstellen und haben in einigen Dingen von vorne anfangen müssen“, sagt der niederländische Coach, der weiß, dass nun mehr Verantwortung auf den Schultern seiner jungen Angriffsreihe um Luisa Keller (17), Lina Alsmeier (18) und Liza Kastrup (19) lastet. „Das wird Teil der weiteren Entwicklung sein, und die Mädels machen es gut“, lobt Buijs und zieht als Beispiel Alsmeiers Auftritt in Wiesbaden heran. In der hessischen Landeshauptstadt war sie mit 17 Punkten Top-Scorerin und trumpfte dabei, nachdem sie beim 0:3 gegen Stuttgart nicht ihren besten Tag erwischt hatte, fast befreit auf. „Lina wollte gegen Stuttgart Ivana eins zu eins ersetzen. Das geht natürlich nicht, da hat sie sich zu viel Druck gemacht. In Wiesbaden war sie viel besser im Angriff und in der Annahme“, sagt Buijs. Aber nicht nur Alsmeier, auch Teresa Mersmann, Kastrup oder die Mitte um Kazmiere Brown und Juliane Langgemach – das Duo schultert durch den Ausfall von Juliet Lohuis die Last im Mittelblock alleine – füllen ihre neuen Rollen mehr und mehr aus. „Wir versuchen, unser Spiel zu ändern. Das klappt immer besser, aber wir müssen unser Niveau noch weiter steigern“, so der 58-Jährige.

Helfen könnte dabei ein Neuzugang, über den die USC-Offiziellen weiter nachdenken. „Wir wollen nachverpflichten und schauen uns um. Aber die Top-Lösung haben wir noch nicht gefunden, es ist nicht leicht“, sagt Vizepräsident Axel Büring. Ob eine mögliche Kandidatin mit einem Vertrag nur bis zum Saisonende oder für die dann folgende Spielzeit perspektivisch mit einem Vertrag ausgestattet wird, hängt vom Einzelfall ab. „Wir schauen, was am besten passt, setzen uns aber nicht unter Druck“, meint Büring.

Ruhe und Geduld sind weiter gefragt am Berg Fidel. Da passt es gerade ganz gut, dass der USC eine kurze Spiel- und Verschnaufpause einlegen kann.

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