Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC zieht es vor und nach Weihnachten in den Süden – zunächst nach Straubing

Münster -

Nach elftägiger Schaffenspause ist der USC Münster endlich wieder im Einsatz – allerdings fern der Heimat: Am Mittwochabend geht es in Niederbayern gegen den Tabellenvorletzten Nawaro Straubing. Auch der hat mit Personalsorgen zu kämpfen.

Dienstag, 18.12.2018, 20:00 Uhr
Gute Stimmung auch auf dem Feld: Am Dienstag ist der USC Münster, hier mit Juliane Langgemach (M.), ebenfalls gut gelaunt gen Straubing aufgebrochen.
Gute Stimmung auch auf dem Feld: Am Dienstag ist der USC Münster, hier mit Juliane Langgemach (M.), ebenfalls gut gelaunt gen Straubing aufgebrochen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Pflicht ruft – man möchte fast meinen, sie brüllt: Immerhin musste sie sich aus Straubing bis ins ferne Münster Gehör verschaffen. Statt sich langsam und besinnlich auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorzubereiten, mussten sich die Volleyballerinnen des USC Münster mitsamt Trainer Teun Buijs in diesen letzten Tagen der Adventszeit auf die lange Reise zu Nawaro Straubing ins tiefste Bayern machen. 640 Kilometer errechnete das Navigationssystem für den Trip und kalkulierte knapp acht Stunden Fahrtzeit ein.

Am Dienstagabend traf der USC-Tross ein, doch damit ist die Pflichtveranstaltung längst noch nicht erledigt, denn wenn am Mittwoch (19.30 Uhr) in der Turmair-Arena die Bundesliga-Partie des Aufsteigers gegen den USC angepfiffen wird, zählt zur lästigen Pflicht eben auch noch die sichere Einfuhr von drei Punkten, ehe es nachts wieder sieben Stunden gen Heimat geht.

Gäste-Trainer Teun Buijs wird sich allen personellen Problemen zum Trotz nicht ganz aus der Favoritenrolle stehlen können – und der Niederländer versucht es auch erst gar nicht. Aber natürlich warnt er nach ausgiebiger Video-Analyse auch vor diesem Gegner, „der sehr gut spielt und gegen den wir 100 Prozent Leistung abrufen müssen“.

Der Tabellenvorletzte aus Niederbayern hat in der laufenden Spielzeit bislang nur das abgeschlagene Schlusslicht VCO Berlin bezwingen können, gegen Wiesbaden und Suhl waren die Straubinger beim 2:3 immerhin dicht dran. Noch mehr haben Buijs allerdings die Auftritte des Neulings gegen Stuttgart und Schwerin beeindruckt, wo jeweils Durchgänge erst in der Verlängerung entschieden wurden. „Noch fehlt Straubing die Erfahrung, solche Sätze auch zu gewinnen“, sagt der USC-Trainer – und sieht Parallelen zum eigenen Team, „das auch mit jedem Spiel weiterentwickelt und besser gemacht“ werden soll, zumal nach wie vor die beiden Top-Spielerinnen Ivana Vanjak und Juliet Lohuis schmerzhaft vermisst werden. Immerhin saßen am Dienstag noch zwölf Spielerinnen im Bus. „Alles gut, wir haben auch gut trainiert“, so Buijs, „auch, wenn das schon ein komischer Rhythms ist. Erst haben wir sieben Spiele in zwei Wochen – und jetzt zwei in elf Tagen.“

Straubing dagegen ist im Takt, hat erst am Wochenende das Derby bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 0:3 verloren. Auch Chefcoach Benedikt Frank, in der Spielzeit 2015/2016 noch als Techniktrainer beim USC Münster unter Vertrag, muss derzeit vergleichsweise kleine Brötchen backen, auch sein Team ist personell schwer gebeutelt. Bei der Niederlage in Vilsbiburg stand unter anderem die erst 15-jährige Valbona Ismaili fast durchgängig auf dem Parkett – sie wird voraussichtlich auch gegen den USC weitere Matchpraxis sammeln können.

Direkt nach dem Match macht sich der USC-Bus auf den langen Rückweg. Am Donnerstag und Freitag wird dann noch trainiert, ehe Spielerinnen und Trainer die Miniatur-Weihnachtspause einläuten – bis zum Abend des zweiten Feiertages. „Dann geht es weiter“, sagt Buijs. Erst mit dem Training und am 29. Dezember mit dem nächsten Auswärtsspiel. Und dann hört man sie auch schon wieder rufen, die lästige Pflicht: Nämlich aus Vilsbiburg, 670 Kilometer und gut sieben Stunden entfernt im tiefen Süden ...

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