Volleyball: Frauen-Bundesliga
Kurzes Gastspiel in Straubing – der USC Münster gewinnt in 67 Minuten mit 3:0

Münster -

Das ging schnell und war einfach gut. Der USC Münster hat sich beim Aufsteiger Nawaro Straubing keine Blöße gegeben und völlig verdient beim 3:0 die drei Punkte eingesackt. Topscorerin der Partie war mit Mareike Hindriksen eine Spielerin, die eher selten in dieser Kategorie ganz vorne liegt.

Mittwoch, 19.12.2018, 21:44 Uhr aktualisiert: 19.12.2018, 21:54 Uhr
Alles bereit machen zum Jubeln: Mareike Hindriksen gewann mit ihren Teamkolleginnen in Straubing 3:0.
Alles bereit machen zum Jubeln: Mareike Hindriksen gewann mit ihren Teamkolleginnen in Straubing 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster geht in dieser Saison bislang gerne auf Dienstreisen. Auf die Niederlage beim Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin folgten drei Siege in Berlin, Potsdam und Wiesbaden – und am Mittwochabend bei Aufsteiger Nawaro Straubing das 3:0 (25:11, 25:21, 25:18), mit dem sich die Mannschaft von Trainer Teun Buijs vorläufig auf den vierten Platz geschoben hat. „Ich bin absolut zufrieden mit dem Spiel. Wir haben es sehr gut gemacht“, sagte Buijs nach dem 67-minütigen Gastspiel.

Über acht Stunden und 640 Kilometer Anreise, über acht Stunden und 640 Kilometer Rückreise – da wollte sich der USC nicht lange aufhalten in der Turmair-Arena und legte nach einer anfänglichen Phase des Kennenlernens mit dem nötigen Selbstvertrauen los. Mit ihrem Block gegen Lisa ­Izquierdo-Mocasqui zum 11:10 gab Münsters Kazmiere Brown das Signal. Es war der erste ihrer fünf Blockpunkte, mit insgesamt zwölf war der USC in diesem Element seinem Gegner klar überlegen.

Und da die Unabhängigen zudem im Aufschlag sehr variabel agierten und damit den Neuling massiv in Schwierigkeiten stürzte, gestattete Münster dem Gastgeber im weiteren Satzverlauf nur noch den Zähler von Frauke Neuhaus zum 20:11. Fünf Ballwechsel später setzte ein Brown-Block (erneut gegen Izquierdo-Mocasqui) den Schlusspunkt im ersten Abschnitt. „Wir haben ab Mitte des Satzes Straubing mit unserem Block und unserem Aufschlag keine Chance gegeben. Das war unglaublich“, lobte Buijs.

E inmal flugs die Seiten gewechselt und weiter ging es im Takt, den die Unabhängigen vorgaben. In etwas kleineren Schritten als zuvor setzte sich die Buijs-Truppe ab (11:8, 13:9) ab und transportierte dieses Polster dank des stabilen Side-Outs bis in die Endphase des über weite Strecken einseitigen Durchgangs, den Münster mit seiner dritten Möglichkeit – Luisa Keller schmetterte über die rechte Seite einen Ball die Linie entlang ins Eck – dingfest machte.

Zahlen & Fakten

USC: Mareike Hindriksen, Kazmiere Brown, Juliane Langgemach, Luisa Keller,

Lina Alsmeier, Teresa Mersmann, Lisa Thomsen (Libera) – eingewechselt: Linda Bock

Zuschauer: 342

Spieldauer: 67 Minuten

Satz 1: 1:0, 3:3, 6:9, 10:9, 20:10, 25:11

Satz 2: 0:1, 5:3, 8:8, 11:8, 15:11, 21:16, 24:19, 25:21

Satz 3: 0:1, 3:3, 6:4, 8:5, 9:9, 13:9, 18:14, 18:17, 22:17, 22:18, 25:18

Wertvollste Spielerinnen: Lena Große Scharmann (Straubing) – Mareike Hindriksen (USC)

Die nächste Partie: Rote Raben Vilsbiburg - USC Münster (29. Dezember, 19 Uhr)

...

Es folgte eine zehnminütige Pause, die schon so manches Mal die führende und dominierende Mannschaft aus dem Tritt gebracht hat. Der USC aber ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen, war nach dem Neustart hellwach und begab sich nach zwei Punkten von Zuspielerin Mareike Hindriksen mit 8:5 in die technische Auszeit. Auch Straubings Aufbäumen zum 9:9 und zum 17:18 nach 12:16 beeindruckte Münster nicht, zumal auf den Aufschlag weiter Verlass war.

Mit Juliane Langgemach am Service ging es vorentscheidend zum 22:17, nach einem erfolgreichen Angriff von Brown war es Kapitänin Hindriksen vorbehalten, mit zwei direkten Aufschlagspunkten ihre Mannschaft unter die Dusche zu schicken. Die Regisseurin war kurioserweise mit elf Zählern gemeinsam mit Brown Topscorerin und hatte sich nicht nur deswegen die Auszeichnung zur wertvollsten Spielerin der Partie verdient. Genau der USC die drei Punkte, mit denen die Grün-Weißen die Rückreise antraten.

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