Volleyball: Bundesliga Frauen
Lange USC-Reise nach Vilsbiburg mit schwerem Gepäck

Münster -

Der USC Münster freut sich aufs Wiedersehen mit Ex-Kapitänin Leonie Schwertmann, hat aber vor der langen Reise zu den Roten Raben Vilsbiburg noch größere Verletzungssorgen als ohnehin. Denn auch Lisa Thomsen fällt aus. Immerhin: Die letzte lange Fahrt nach Straubing endete erfolgreich.

Freitag, 28.12.2018, 16:36 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 22:38 Uhr
Immer irgendwie mit am Ball: USC-Trainer Teun Buijs spornt seine Mannschaft an. – Auch an diesem Samstag im Bundesligaspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg.
Immer irgendwie mit am Ball: USC-Trainer Teun Buijs spornt seine Mannschaft an. – Auch an diesem Samstag im Bundesligaspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Na, das könnte ja ein heißer Tanz werden: Die zu Hause makellosen Roten Raben Vilsbiburg empfangen die zuletzt auswärts so stark auftrumpfenden Damen des USC Münster (vier Siege in Folge). Tabellenachter gegen Tabellenvierter, so lautet das Duell an diesem Samstagabend.

USC-Trainer Teun Buijs reist natürlich mit Sorgen an. Der Ausfall von Ivana Vanjak und Juliet Lohuis ist – bei aller Wertschätzung für die Jungen im Team – so einfach eben nicht zu kompensieren. Und weil im Duell zur Primetime (19 Uhr, live auf sporttotal.tv) auch noch Libera Lisa Thomsen ausfällt, gerät der Coach schon mal ins Grübeln. Auf die Favoritenposition will er sich jedenfalls keineswegs festnageln lassen. „Ich erwarte ein großes Gepäck“, sagt der Niederländer gemeinhin immer, wenn er Brenzliges befürchtet – wie diesmal auch.

Am Donnerstag schüttelten sich die Münsteranerinnen beim ersten Training nach der kurzen Weihnachtspause die Feiertagslethargie aus den Klamotten, am Freitag startete der USC per Bus in das Unternehmen, den sechsten Saisonerfolg einzufahren. Denn darum geht’s: „Wir sind immer gut genug, das Spiel in die Hand zu nehmen“, sagt Buijs und deutet vorsichtigen Optimismus an. Linda Bock wird den Part der Libera für die erkrankte Thomsen übernehmen. „Sie hat eine tolle Entwicklung genommen und bereits sehr gute Spiele abgeliefert“, schildert Buijs, dass er sich im Fall der Fälle auf die 18-Jährige verlassen kann.

Dabei weiß auch der USC-Coach, dass in der 2000 Besucher fassenden Vilsbiburger Ballsporthalle das Publikum durchaus mitspielt: „Der Heimvorteil“, so der Chefcoach „ist im Volleyball enorm.“ Insbesondere bei den Zuschauern in der niederbayerischen Gemeinde am Vils mit ihren rund 11 500 Einwohnern.

Zwei Testspiele

Am ersten Wochenende im neuen Jahr absolviert der USC Münster zwei Testspiele. Am Samstag (5. Januar) spielt der Volleyball-Bundesligist um 16 Uhr gegen Stade Francais Paris St. Cloud in der Mosaikschule, der Heimstätte des TSC Gievenbeck. 21 Stunden später kommt es zu einem zweiten deutsch-französischen Duell, diesmal in der Bulderner Dreifachhalle mit Adler Buldern als Gastgeber. Das Test-Doppel gegen Paris ist der Vorlauf für die Bundesliga-Partie am 13. Januar am Berg Fidel gegen SW Erfurt.

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Rote-Raben-Coach Timo Lippuner muss gegen den USC schon auf die Unterstützung des Publikums setzen, im Kader des Schweizer Trainers (seit 2017 im Amt) fehlen sogar sechs Stammkräfte. Für die etatmäßigen, aber verletzten Liberas Myrthe Schoot und Annika Kummer rückt Lenka Dürr ins Team. Und ehe Buijs auf Vilsbiburgs neue Außenangreiferin Channon Thompson aus Trinidad & Tobago achten kann, ist diese wegen ihres Einsatzes für ihr Heimatland bei den Panamerikanischen Spielen im Einsatz und für die Roten Raben unabkömmlich. Diagonalangreiferin Maria Dancheva sowie die Außen Daria Przybylak und Laura Künzler fehlen verletzungsbedingt.

„Ich bin auch mal gespannt, was passiert“, sagt Buijs, der aus Erfahrung der vergangenen Saison (mit ebenfalls vielen verletzten Spielerinnen) spricht. Apropos: 2017/2018 gestaltete Münster das Kräftemessen mit den Niederbayern relativ ausgeglichen: 3:1 zu Hause, 0:3 in Vilsbiburg. „Ob die uns liegen?“ Buijs stellt sich selbst diese Frage und beantwortete sie diplomatisch: „Schwer zu sagen.“ Mit einem Sieg wäre Platz vier in der Tabelle gefestigt – und auf den Silvesterpartys würde heiß getanzt.

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