Volleyball: Bundesliga Frauen
Dezimierter USC gewinnt unbeeindruckt und glatt in Vilsbiburg

Münster -

Das allerletzte Aufgebot? Drei fehlende Leistungsträgerinnen? Ein ungünstiger Spieltermin zwischen Weihnachten und Neujahr? Eine megalange Anreise mit dem Bus? Störte den USC Münster alles nicht. Mit 3:0 gewann der Bundesligist sein Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg am Samstagabend.

Samstag, 29.12.2018, 20:50 Uhr
Gute Aufschläge und einiges mehr: Juliane Langgemach (r.).
Gute Aufschläge und einiges mehr: Juliane Langgemach (r.). Foto: Jürgen Peperhowe

Trotz aller Widrigkeiten hat der USC Münster seine Position hinter den großen drei der Bundesliga gefestigt und darf weiter auf eine gute Ausgangslage für die Playoffs hoffen. Bei den Roten Raben Vilsbiburg gab es einen glatten 3:0 (25:19, 25:20, 25:22)-Sieg in 74 Minuten vor 1771 Zuschauern, der wirklich bemerkenswert und gegen einen direkten Konkurrenten umso wertvoller war. Als beste Spielerin wurde einmal mehr Youngster Luisa Keller ausgezeichnet. 18 Punkte waren erneut eine überragende Ausbeute für sie. Beim Gegner erhielt Leonie Schwertmann diese Ehrung, gegen ihren Ex-Verein war das aber nur ein schwacher Trost für sie. Der USC überzeugte mit guten Aufschlägen und nahm immer wieder Vanessa Agbortabi unter Beschuss, die Angreiferinnen und auch der Block hatten auch einen guten Tag. Nun stehen 17 Punkte nach neun Partien kurz vor Ende der Hinserie zu Buche. Der Status quo könnte wesentlich schlechter sein. Fünf Auswärtssiege am Stück sind in dieser Liga zudem großartig.

Der erste Durchgang begann eng. Nach einem frühen Rückstand lag der USC meist knapp vorn. Als Libera fungierte anstelle der erkrankten Lisa Thomsen die junge Linda Bock. Sie machte ihre Sache gut. Aber auch andere sprangen wie in den vergangenen Wochen in die Bresche. Keller als herausragende Angreiferin (diesmal 41 Prozent) und die ebenfalls noch so junge Lina Alsmeier natürlich, Teresa Mersmann mal wieder, Juliane Langgemach schließlich mit ihrem Service in der heißen Phase. Absetzen konnte sich der Gast erst im letzten Drittel, dann aber mit Wucht.

Durchgang zwei verlief ganz ähnlich. Eine weitere kleine Aufschlagserie von Langgemach brachte die Allgäuerinnen erneut zur Verzweiflung - und den entscheidenden Vorsprung von 18:17 auf 21:17. Den dritten Satzball nutzte der USC schließlich. Zuspielerin Mareike Hindriksen setzte ihre Kolleginnen immer wieder hervorragend ein. Das war ein insgesamt stimmiges Paket gegen die ebenfalls arg ersatzgeschwächten Raben.

Im letzten Abschnitt führte Münster schnell mit 8:4, ließ Vilsbiburg aber wieder auf 10:10 herankommen. Bald aber schlugen die Unabhängigen zurück, es stand 16:13. Kellers gutes Service diesmal gab den Ausschlag, als es in die Crunchtime ging. Auch Lena Vedder überzeugte bei ihrem Kurzeinsatz an der Linie. Beim 21:16 hatte sich der USC wieder in eine komfortable Situation gebracht. Den vierten Matchball verwertete schließlich Langgemach nach minimaler Zitterpartie. Danach gab es als Lohn sechs Tage frei am Stück.

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