Volleyball: Frauen-Bundesliga
Mit aufgeladenen Batterien den Rhythmus finden – USC testet doppelt gegen Paris

Münster -

Platz vier nach neun Spielen – das kann sich wahrlich sehen lassen. Der USC Münster spielt bislang eine gute Bundesliga-Saison, die für die Unabhängigen noch bis zum 13. Januar ruht. Um den Rhythmus aber nach einer kurzen Pause wieder rechtzeitig aufzunehmen, legt der USC einen Doppeltest ein.

Freitag, 04.01.2019, 20:08 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 22:38 Uhr
Kazmiere Brown, die im Block mit Juliane Langgemach die Arbeit verrichtet, tat die Pause zum Jahreswechsel gut.
Kazmiere Brown, die im Block mit Juliane Langgemach die Arbeit verrichtet, tat die Pause zum Jahreswechsel gut. Foto: Jürgen Peperhowe

Gute Vorsätze und Wünsche gehören zum Jahreswechsel dazu wie der TV-Klassiker „Dinner for one“ oder das Feuerwerk um Mitternacht. Und hätte Teun Buijs einen sportlichen Wunsch für 2019 frei, wären das weniger Verletzungen bei seinen Spielerinnen. „Das vergangene Jahr war schon extrem. Ich hoffe, wir haben nun etwas weniger Verletzungspech“, sagte der Coach des USC Münster.

Nach dem letzten Sieg des Vorjahres am 29. Dezember bei den Roten Raben Vilsbiburg schickte der Niederländer seine Schützlinge in die Kurzferien, fünf Tage frei spendierte er dem Team – nicht eine bloße Reaktion auf die gute Serie, die der Volleyball-Bundesligist bislang spielt, sondern auch eine Regenerationsmaßnahme nach elf Partien (neun in der Liga, zwei im Pokal) seit dem 31. Oktober und zuletzt weiten Reisen nach Straubing und Vilsbiburg.

Brown und Langgemach im Dauereinsatz

Die Pause tat besonders einem Duo gut, das permanent und dauerhaft gefordert war – und es weiterhin ist. Seit dem Ausfall von Juliet Lohuis, die eventuell in Kürze wieder vorsichtig ins Training einsteigen kann, erledigen Kazmiere Brown und Juliane Langgemach den Job im Mittelblock allein, eine Alternative bietet sich Buijs auf dieser Position aktuell nicht. „Kaz und Jule verrichten die komplette Arbeit im Spiel wie im Training. Das ist eine große Belastung, daher waren die freien Tage wichtig für sie und für das Team. Die Batterien sind wieder aufgeladen, die Mädels sind wieder frisch“, erklärt der Niederländer.

So wichtig die Erholung war, so wichtig ist nun die Vorbereitung auf die nächste intensive Phase der Saison, in der bis zum 10. Februar neun Spiele auf den USC warten. Nach einer Kraft- und einer Balleinheit nutzt Buijs zwei Testspiele gegen den französischen Erstligisten Stade Francais Paris Saint Claude, um „wieder den Rhythmus aufzunehmen“. Am Samstag (16 Uhr) bietet der TSC Gievenbeck in der Mosaikschule eine Gelegenheit für die freundschaftliche Probe, am Sonntag (13 Uhr) fungiert Adler Buldern passend zu seinem 100-jährigen Bestehen als Gastgeber. Den Kontakt zu den Adlern stellte der frühere USC-Vizepräsident Jürgen Aigner her, der in Dülmen lebt.

Thomsen wieder dabei

Mitwirken, wenn auch noch dosiert und mit moderater Spielzeit, kann dann auch Lisa Thomsen wieder. Die Libera fehlte vor dem Jahreswechsel in Vilsbiburg wegen einer starken Erkältung, die noch immer nicht ganz abgeklungen ist. So wird sie in der Hauptsache wieder von Linda Bock vertreten, die schon in Niederbayern ihren Job zuverlässig verrichtet hatte.

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