Volleyball: Doppeltest
Erst eine Niederlage, dann ein Sieg: Der USC findet gegen Paris passende Antwort

Münster -

Knapp eine Woche Verschnaufpause hatte Trainer Teun Buijs den Spielerinnen des USC Münster über den Jahreswechsel gegönnt, um dann mit einem Doppeltest den Rhythmus wieder aufzunehmen. Zweck erfüllt, der Volleyball-Bundesligist ist nach dem zweite Testteil am Sonntag wieder in Tritt.

Sonntag, 06.01.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 07.01.2019, 16:56 Uhr
Erst verloren, dann gewonnen: Kazmiere Brown (l.) und Teresa Mersmann testeten gegen Paris um Monika Salkuté (r.), Nicole Syba (Nummer 7) und Els Vandesteene (u.r.) doppelt.
Erst verloren, dann gewonnen: Kazmiere Brown (l.) und Teresa Mersmann testeten gegen Paris um Monika Salkuté (r.), Nicole Syba (Nummer 7) und Els Vandesteene (u.r.) doppelt. Foto: Peter Leßmann

Am Samstag nicht zufrieden, am Sonntag dagegen einverstanden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Trainer Teun Buijs sah im Doppeltest gegen Stade Francais Paris Saint Cloud zwei Gesichter des USC Münster , der zunächst in Gievenbeck mit 0:4 (23:25, 17:25, 20:25, 18.25) dem französischen Erstligisten unterlag und sich dann in Buldern durch das 3:1 (19:25, 25:17, 25:23, 25:13) revanchierte.

Nicht so richtig in Tritt war der USC am Samstag gekommen. Ohne Luisa Keller und Lina Alsmeier – die angehenden Abiturientinnen erhielten Zeit für schulische Belange – spielte Münster zwar bis zum Ende des ersten Satzes mit, lief aber ab dann dem Gast meist hinterher. „Die Organisation auf dem Feld war nicht gut und wir haben keine guten Lösungen gefunden. Im ersten Satz hatten wir fünf, sechs Chancen, die aber haben wir liegenlassen. Ich bin mit dem 0:4 nicht glücklich“, sagte Buijs nach dem ersten Teil des Tests, in dem auch Katharina Haferkamp ab dem 7:12 im zweiten Abschnitt mitwirkte. Die noch 16 Jahre alte Mittelblockerin aus dem Bundesstützpunkt-Team VCO Münster rückt ab sofort in den Bundesliga-Kader auf und soll dort das Duo Kazmiere Brown/Juliane Langgemach entlasten.

Dies tat Haferkamp auch am Sonntag ab Durchgang drei, als der tags zuvor noch stotternde Motor des USC wieder rund lief. Zwar dauerte es erneut einen Satz, doch diesmal mit Keller und Alsmeier hatte Münster mehr Durchschlagskraft auf dem Feld. Überhaupt hatten sich die Unabhängigen mit Linda Bock als Libera besser auf Frankreichs Tabellenfünften um die stark spielende Amerikanerin Taylor Cook, Monika Salkuté oder Lara Davidovic eingestellt. „Wir hatten deutlich mehr Intensität und Cleverness in unserem Spiel, die Organisation auf dem Feld hat gestimmt. Dazu hat uns die Führung im zweiten Satz Sicherheit gegeben“, erklärte Buijs, der die beiden neuerlichen Vergleiche – im Sommer war der USC beim Turnier der „Les Mariannes“ in Paris – als zweckerfüllend bezeichnete. „Solche Spiele gegen so eine erfahrene Mannschaft bringen uns als junges Team weiter. Und um den Rhythmus wieder aufzunehmen, war es auch gut“, meinte Buijs, der nach zwei sportlich freien Tagen mit Sponsoren-Verpflichtungen seinen Kader ab Mittwoch auf das Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen SW Erfurt vorbereitet.

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