Volleyball: Bundesliga
USC Münster schenkt Führungen zu schnell wieder her

Münster -

Das hatten sich die USC-Frauen gewiss anders vorgestellt. 0:3 (23:25, 26:25, 17:25) unterlag der Bundesligist am Mittwochabend bei den Ladies in Black Aachen. Trainer Teun Buijs war enttäuscht über den Hinrunden-Abschluss.

Mittwoch, 16.01.2019, 21:48 Uhr
Luisa Keller wurde als Münsters Beste ausgezeichnet. Die 17-Jährige errang in Aachen elf Punkte – zwei weniger als Lina Alsmeier.
Luisa Keller wurde als Münsters Beste ausgezeichnet. Die 17-Jährige errang in Aachen elf Punkte – zwei weniger als Lina Alsmeier. Foto: Jürgen Peperhowe

Ernüchternder Hinrunden-Abschluss für die Volleyball-Frauen des USC Münster : Im einzigen NRW-Duell kassierten sie am Mittwochabend eine schmerzhafte 0:3 (23:25, 16:25, 17:25)-Niederlage bei den Ladies in Black Aachen. In Dresden starten die Unabhängigen am Samstag in die Rückrunde. Auch die Sachsen schluckten am Mittwoch eine ganz bittere Pille. Sie unterlagen dem Abstiegskandidaten Straubing sensationell 2:3.

USC-Trainer Teun Buijs war ziemlich enttäuscht nach dem Match. „Wir haben in jedem Satz gut angefangen, aber alle Mittelteile waren schlecht. Leider haben wir uns heute für eine gute erste Saisonhälfte nicht belohnt“, sagte der 58-Jährige.

Der USC begann in Aachen sehr aufmerksam, setzte sich schnell auf drei Punkte ab, ehe ihn Annahmeprobleme abrupt stoppten. Ein 0:5-Lauf führte zum Rückstand (5:7), später zog Aachen auf 12:8 davon. Mit beherzten Aufschlägen brachte Luisa Keller Münster wieder auf Tuchfühlung. Danach wurde das eigene Service für den USC zum Albtraum: Vier Fahrkarten binnen kürzester Zeit nahm Aachen als Gastgeschenk gern an. Erst als die Sache ziemlich aussichtslos war (20:24), bekamen die Gäste wieder Oberwasser. Mit großem Kampfgeist wehrten sie drei Satzbälle ab, der vierte in Folge brachte sie ins Hintertreffen.

Teun Buijs rief die Seinen zu sich, Lagebesprechung vor dem zweiten Durchgang. Wieder zündete der USC zuerst. 7:2 lag er vorn, später 10:6 – doch wieder zerrann die Führung binnen zwei, drei Minuten. Lina Alsmeier (Punktbeste mit 13 Zählern) legte den Ball beim Hinterfeldangriff ins Netz, Mareike Hindriksen scheiterte zweimal mit dem Stellertrick. Und dann feuerte Aachen auch noch ein Ass in Münsters Hälfte – 11:10, Spiel gedreht. Und die Antwort des USC? Sie blieb diesmal aus. Wieder leistete sich das Team zwei Fehler von der Aufschlaglinie. Buijs brachte Teresa Mersmann für Lina Alsmeier, der Wechsel fruchtete nicht wirklich. Als Kastrup, drei Tage zuvor beim 3:1 gegen Erfurt noch Münsters Beste, im Aachener Block hängen blieb, war der Satz entschieden. Souverän schaukelten sich die Ladies in Black in die zehnminütige Pause.

Ging da noch etwas für den USC oder waren die Spielerinnen gedanklich schon durch mit dem letzten Spiel der Hinrunde? Nun, selten hat man den Unabhängigen vorwerfen können, sich widerstandlos zu ergeben. Das tat die Mannschaft auch am Mittwochabend nicht. Mit Mersmann für Kastrup ging es in den dritten Satz. Wieder hatte Münster zunächst Vorteile. Bis zum 14:12 lag es meist vorn. Doch als Aachen dann wieder Fahrt aufnahm, schwand beim Tabellenvierten die Überzeugung, dem Spiel noch eine Wende geben zu können, im Wimpernschlag-Tempo. Ein 0:5-Lauf zum 14:17 brachte die Unabhängigen endgültig aus der Spur. Ein paar Mal rieben sie sich noch am starken Block des Gegners, dann war der Spuk vorüber und Münsters zweite 0:3-Klatsche in dieser Saison perfekt.

„In den Mittelteilen haben wir ein paar kleine Fehler zu viel gemacht. Wir sind zu schnell enttäuscht, das spürt der Gegner. Aachen ist deutlich erfahrener als wir, auch das hat heute zur Niederlage beigetragen“, befand Buijs nach dem Abpfiff.

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