Volleyball: Bundesliga Frauen
Noch hat der USC Münster alles in den eigenen Händen

Münster -

Der USC Münster möchte gern als Vierter in die Playoffs. Aktuell ist er Sechster, doch das Restprogramm macht Hoffnung auf eine Klettertour im Klassement. Von den ausstehenden neun Partien bestreitet er sechs in eigener Halle.

Montag, 28.01.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 10:24 Uhr
Lina Alsmeier ist eines der starken Talente im Bundesliga-Team des USC. Die 18-Jährige spielte auch gegen Meister Schwerin im Stamm.
Lina Alsmeier ist eines der starken Talente im Bundesliga-Team des USC. Die 18-Jährige spielte auch gegen Meister Schwerin im Stamm. Foto: Peter Leßmann

Der flüchtige Blick auf die Tabelle verheißt nichts Gutes. Drei Niederlagen in Reihe haben den USC Münster Platz vier gekostet. Die Ladies in Black Aachen und der SC Potsdam sind inzwischen vorbei, im Rückspiegel drängeln Suhl und Vilsbiburg. Münster auf der Kriechspur, nein, dieser Eindruck täuscht. Das kleine „Tief“ ist vor allem dem Spielplan geschuldet. Die Niederlagen gegen Meister Schwerin und in Dresden waren kalkuliert, das 0:3 in Aachen nicht – zumindest nicht in der Deutlichkeit. Noch liegen die Unabhängigen nach starken Leistungen im alten Jahr im Soll. Fortan ist es aber angeraten, die Punktediät zu beenden und wieder an die Fleischtöpfe zu drängen.

Das Auswärtsduell am Mittwoch beim direkten Verfolger VfB Suhl (19 Uhr) ist nicht weniger als ein Schlüsselspiel für Münster. Mit einem Sieg kann sich der USC den Tabellennachbarn vom Leib halten und sich zugleich frisches Selbstvertrauen für das große Finale der englischen Woche holen: Am Samstag (14.30 Uhr) ist der VC Olympia Berlin Gast in der Sporthalle Berg Fidel, 24 Stunden später kommt es an gleicher Stätte zum Vergleich mit dem SC Potsdam. Es sind die Liga-Partien drei und vier binnen lediglich acht Tagen. Sie bringen reichlich Stress für Körper und Geist – besonderes Fingerspitzengefühl ist den Gestaltern des Spielplans zumindest in diesem Fall nicht zu attestieren.

Sei’s drum: Diese zehrende Woche ist für den USC richtungsweisend. Sie bietet dem Team die Chance, sich aussichtsreich in Position zu bringen für die Playoffs. Rang vier bleibt das Ziel. In diesem Fall hätte Münster im Viertelfinale (best of three) zunächst und auch in einem möglichen Entscheidungsspiel Heimrecht. Dazu würde die Mannschaft den großen drei – Stuttgart, Schwerin und Dresden – in der ersten K.o.-Runde aus dem Weg gehen.

Münster hat auch als aktueller Rangsechster alles in eigener Hand. Es spielt noch gegen sämtliche Konkurrenten um Platz vier und genießt in den ausstehenden neun Begegnungen nicht weniger als sechsmal Heimrecht. So auch gegen Potsdam, den VC Wiesbaden, die Roten Raben Vilsbiburg und Aachen. Aus dem Kreis der Tabellennachbarn baut sich lediglich Suhl als Auswärtshürde auf. Das Hinspiel gegen die Thüringerinnen gewannen die Schützlinge von Trainer Teun Buijs souverän in drei Sätzen. Im zweiten Vergleich am Mittwoch sollte der USC auf mehr Widerstand eingestellt sein. Suhl siegte zuletzt dreimal in Serie und ist offenbar gerade recht formstark. Ein Selbstläufer wird die Aufgabe gewiss nicht.

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