Volleyball: Bundesliga Frauen
USC gewinnt ewiges Drama in Suhl im Tiebreak

Münster -

Was für ein Wahnsinnspiel in der Wolfsgrube – und dann noch mit einem guten Ende für den USC Münster. 2:0 führte der Gast beim VfB Suhl, geriet ins Straucheln, musste in den Tiebreak. Und auch hier blieb es beim Auf und Ab. Letztlich aber siegte der Tabellensechste knapp.

Mittwoch, 30.01.2019, 22:01 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 13:58 Uhr
Volleyball: Bundesliga Frauen: USC gewinnt ewiges Drama in Suhl im Tiebreak
Mareike Hindriksen – hier im Netzduell mit Suhls McKenzie Jacobsen (l.) hatte erheblichen Anteil am USC-Erfolg. Foto: Jürgen Peperhowe

Drama mit glücklichem Ende für den USC Münster : Mit 3:2 (25:20, 35:33, 18:25, 22:25, 20:18) und nach 141 Minuten gewann der Volleyball-Bundesligist am Mittwochabend das Auswärtsspiel beim VfB Suhl . Zunächst wollte der zweite Satz kein Ende nehmen, später galt dies auch für den Tiebreak. Erst mit dem achten Matchball beendete der USC die turbulente Partie mit Aufs und Abs auf beiden Seiten. Suhl hatte nur eine Chance beim 16:15. „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Meine junge Mannschaft hat unglaublich gekämpft. Es ist super wichtig, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Trainer Teun Buijs.

Der USC begann konzentriert und dominierte den ersten Satz. Im Zentrum des Geschehens: Mareike Hindriksen. Die durchgängig exzellente Zuspielerin führte nicht nur gekonnt Regie, sondern narrte Suhl auch noch mit Steller-Punkten. Völlig verdient ging Münster mit einer 1:0-Führung in den ersten Seitenwechsel. Auffällig: Der USC hielt seine Fehlerquote (5) gering. Den nervösen Gastgebern (12) gelang dies zu diesem Zeitpunkt nicht.

Im zweiten Abschnitt nahm das Spiel der zuletzt außergewöhnlich erfolgreichen Thüringerinnen Fahrt auf. Bei den Gästen kombinierten Hindriksen und Juliane Langgemach nun mehrfach erfolgreich mitein­ander, doch Suhl biss sich fest, machte einen 8:11-Rückstand wett und hatte beim 24:22 die ersten zwei von am Ende nicht weniger als acht Satzbällen. Großes Kino in der Wolfsgrube – und ein USC, der in der schier endlosen Verlängerung des zweiten Durchgangs mehrfach am Boden lag und immer wieder aufstand. Erst in Person von Luisa Keller, später durch Kazmiere Brown. Mit zwei Blockaktionen beendete die starke US-Amerikanerin (insgesamt kam sie zu sieben Blockpunkten) den zweiten Akt und bescherte den Unabhängigen eine komfortable 2:0-Führung.

Vieles sprach nun für den USC. Doch mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen in Reihe machte der VfB einfach weiter. Die vielen vergebenen Chancen im zweiten Satz zogen der Mannschaft nicht den Stecker, sondern stachelten sie regelrecht an. Verbissen suchte der Gastgeber den Weg zurück ins Spiel. Und fand ihn über weniger Fehler, eine erheblich verbesserte Annahme, vorbildlichen Kampfgeist und zunehmende Qualität. Münster musste sich nun noch mehr strecken, verlor aber früh den Anschluss. Mit einem 25:18 erzwangen die Gastgeberinnen das 1:2.

Und Suhl machte weiter. Beim USC rückte Teresa Mersmann anstelle von Keller in die Startformation des vierten Satzes. Von der 28-Jährigen erhoffte sich Buijs mehr Ruhe und Stabilität. Doch der Gegner war im Lauf und kaum einzufangen. Nach einem 9:14-Rückstand kam Münster zwar noch auf 15:16 heran, doch auch dieser Abschnitt ging an den Tabellensiebten.

Entscheidung im Tiebreak, das ist immer Nervensache. Aber dieser fünfte Satz ließ wirklich niemanden kalt. Einige Zeit lag Suhl vorn, obwohl sich der verletzungsbedingte Ausfall der zuvor überzeugenden Libera Rene Sain bemerkbar machte. Dann gelang Münster ein 6:0-Lauf von 8:10 auf 14:10. Vier Matchbälle in Reihe, Entscheidung? Denkste. Erst im achten Anlauf machten die Unabhängigen um Lina Alsmeier (Punktbeste mit 20 Zählern) den Sack zu. Mit Unterstützung des Gegners, der den letzten Ball ins Aus knallte. „Ich bin sehr froh. Die Mannschaft hat heute viel geleistet und war mental richtig stark“, so Buijs.

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