Volleyball: Bundesliga Frauen
USC mit dem Mute der Verzweiflung im zweiten Playoff-Spiel gegen Schwerin

Münster -

Der USC Münster steht am Mittwoch am Scheideweg. Verliert der Gastgeber das zweite Playoff-Viertelfinale gegen den SSC Palmberg Schwerin, ist die Saison beendet. Gewinnt der Außenseiter hingegen, geht es am Sonntag beim Titelverteidiger weiter.

Dienstag, 02.04.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 13:04 Uhr
Abklatschen für die Überraschung? Marie Schölzel und ihre Teamkolleginnen wollen mit aller Macht versuchen, gegen Schwerin das Saisonende zu verhindern.
Abklatschen für die Überraschung? Marie Schölzel und ihre Teamkolleginnen wollen mit aller Macht versuchen, gegen Schwerin das Saisonende zu verhindern. Foto: Jürgen Peperhowe

Über die Ausgangslage muss man gar nicht lange diskutieren. Geht alles seinen normalen Gang, dürfte am Mittwochabend gegen 22 Uhr die Saison für den USC Münster beendet sein. Viermal traten die Unabhängigen in der laufenden Spielzeit gegen den SSC Palmberg Schwerin an, viermal verloren sie – zuletzt am Sonntag im ersten Playoff-Viertelfinale mit 0:3. Nun kommt es um 19.30 Uhr zum schnellen Wiedersehen mit dem Deutschen Meister, der sich einen Umweg über ein drittes und dann entscheidendes Spiel ersparen will.

In der Chronik der Volleyball-Bundesliga und des DVV-Pokals muss man einige Seiten blättern, um auf den letzten USC-Sieg gegen Schwerin zu stoßen. Am 7. Dezember 2014 gewann Münster mit 3:2 gegen den SSC, der damit im achten Spiel erstmals verloren hatte und später im Playoff-Halbfinale ausscheiden sollte. Lange ist es her, da wäre es doch mal wieder an der Zeit – allein die Aufgabe scheint schwer lösbar. „Wenn sich Schwerin keine Fehler erlaubt, wird es sehr, sehr schwer für uns. Aber wir haben die Chance zu gewinnen. Jedes Spiel beginnt bei 0:0“, sagt Münsters Trainer Teun Buijs .

Um die Moral bei den Grün-Weißen muss sich niemand Sorgen machen, die Einstellung stimmt weiterhin. „Wir werden einen leidenschaftlichen Fight zeigen“, sagt Buijs. Einsatz und Kampfgeist waren auch beim 0:3 in Schwerin intakt, „wo wir aber chancenlos waren“, wie Zuspielerin Mareike Hindriksen gesteht.

Doch ein Fünkchen Hoffnung hat die 31-Jährige wie ihre Teamkolleginnen noch. Vorzeitig das Handtuch zu werfen, steht nicht zur Debatte. „Unsere Chance ist klein. Aber wir wollen sie finden und nutzen. Wir werden einen absoluten Kampf abliefern und alles geben“, verspricht Hindriksen.

Dass dafür eine Steigerung nötig ist, ist sonnenklar – an den Voraussetzungen dafür hat Buijs in den beiden verbliebenen Tagen zwischen Spiel eins und zwei gearbeitet und die Schwachpunkte herausgestellt. „Wir haben die Möglichkeiten, uns zu verbessern und haben diese trainiert“, erklärt der Niederländer. Im Aufschlag und der Annahme etwa hat der USC Luft nach oben. Und mehr Stabilität in diesen Elementen hat zur Folge, dass der Block und der Angriff besseren Zugriff auf das Spiel haben – keine neue Erkenntnis, aber doch eine weiterhin bestehende. „Wir müssen variabel und mutig aufschlagen. Vielleicht hilft es uns, dass wir in eigener Halle spielen. Und vielleicht haben wir ja auch ein bisschen mehr Spielglück“, setzt Buijs auf einen Bund mit Fortuna, den Heimvorteil und die Unterstützung der Zuschauer, die vielleicht ein letztes Mal in dieser Saison den USC am Berg Fidel sehen können.

Taktisch wird Buijs einige Korrekturen vornehmen, personell wird sich das Gesicht seiner Mannschaft nicht ändern. Neben Ivana Vanjak, die nach ihrem Kreuzbandriss schnell Fortschritte macht und guten Mutes ist, fehlt weiter Mittelblockerin Kazmiere Brown. Der Rest aber ist fit und bereit für das Aufbäumen. Ob es das letzte ist, steht am Mittwochabend fest.

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