Volleyball: Bundesliga
Der USC Münster macht die Mitte dicht – Koorevaar und Luther kommen

Münster -

Die Transfers beim USC Münster nehmen Fahrt auf. Als Neuzugänge Nummer drei und vier stoßen die niederländische Nationalspielerin Demi Korevaar und Doreen Luther vom ASV Senden zum Bundesligisten. Damit ist die Mitte dicht.

Mittwoch, 10.07.2019, 13:34 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 21:16 Uhr
Die niederländische Jung-Nationalspielerin Demi Korevaar kommt von Meister Sliedrecht zum USC.
Die niederländische Jung-Nationalspielerin Demi Korevaar kommt von Meister Sliedrecht zum USC.

Anfang April, als die Saison für den USC im Playoff-Viertelfinale gegen den Schweriner SC ein erwartetes Ende nahm, beschlich Präsident Martin Gesigora die Ahnung, dass es nur mit jungen Spielerinnen vielleicht doch nicht für große Sprünge reichen werde. Nun forciert der Bundesligist dennoch sein Projekt „Jugend forscht“. Am Mittwoch stellten die Unabhängigen die Neuzugänge drei und vier vor: Vom niederländischen Meister Sliedrecht Sport kommt Demi Korevaar (18) an den Berg Fidel. Nicht ganz so weit hat es Doreen Luther (21), sie spielte zuletzt für den Nachbarverein ASV Senden in der 3. Liga.

Beide Zugänge sind 1,87 Meter groß, im Mittelblock zu Hause und stehen dort in Konkurrenz zur etablierten Juliane Langgemach und Barbara Wezorke, die aus Dresden zum USC stieß. Axel Büring, der Sportliche Leiter, ist froh über die jüngsten Transfers. „Beide sind entwicklungs- und begeisterungsfähig. Da spielt das Alter keine vorrangige Rolle“, sagt Büring.

Korevaar ist die zweite Niederländerin im neu formierten Kader. Vor ihr hatten die Münsteraner schon Zuspielerin Sarah van Aalen (19) verpflichtet. Da beide bereits Nationalspielerinnen sind und erstmals ins Ausland wechseln, muss der USC jeweils 5000 Euro an den niederländischen Verband zahlen.

Trainer Teun Buijs hat auf die Talente in seiner Heimat seit jeher einen besonderen Blick. Korevaar fiel ihm bei Testspielen gegen die holländische Junioren-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr auf. „Jetzt ist sie soweit, um den nächsten Schritt zu machen“, sagt der erfahrene Coach. Korevaar, die in der Schule drei Jahre lang das Fach „Deutsch“ belegte und die nach ihrer Karriere gerne als Physiotherapeutin arbeiten möchte, erhält in Münster einen Vertrag über zwei Jahre.

Sogar für drei Jahre hat sich Luther an den USC gebunden. Sie war Ex-Nationalspielerin Andrea Büring bei Spielen der zweiten Mannschaft gegen Senden aufgefallen. Ehemann und Sportvorstand Axel Büring lud die junge Frau daraufhin zu einem Probetraining ein. Dabei präsentierte sich Luther „bundesligareif“ und empfahl sich für die Verpflichtung. Für den sportlichen Traum stellt die 21-Jährige sogar ihr angestrebtes Pharmaziestudium zurück. „Die Bundesliga und der USC, das wird eine ganz neue Welt für mich“, sagt ­Luther. Ihr ehrgeiziges Ziel ist es, sich schnell an das Tempo im Oberhaus zu gewöhnen und in der neuen Saison möglichst viel Spielzeit zu erhalten.

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