Volleyball: Bundesliga Frauen
Das gute Debüt von Demi Korevaar im USC-Dress wird mit Silber belohnt

Münster -

Ihren Einstand in der Bundesliga hätte sich Demi Korevaar kaum besser vorstellen können. Ok, ein Sieg mit dem USC Münster gegen Meister Stuttgart wäre die Krönung gewesen. Für die 19 Jahre alte Niederländerin aber persönlich war es ein gelungenes Debüt.

Sonntag, 06.10.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 17:56 Uhr
Demi Korevaar, von Sarah van Aalen (l.) eingesetzt und von Ivana Vanjak abgesichert, überwindet Jenna Rosenthal.
Demi Korevaar, von Sarah van Aalen (l.) eingesetzt und von Ivana Vanjak abgesichert, überwindet Jenna Rosenthal. Foto: Jürgen Peperhowe

Es liegt in dem Naturell eines Debüts, dass es sich im Gedächtnis des Debütanten fest verankert. So prägt sich bei Demi Korevaar gewiss auch ihre Bundesliga-Premiere fest im Kopf ein. Vielleicht wird ihr dabei nicht unbedingt das Ergebnis (1:3 gegen Stuttgart) in bester Erinnerung bleiben, sicher aber ihr persönliches erstes Mal am Berg Fidel. Unbekümmert spielte die 19 Jahre alte Niederländerin und Mittelblockerin los, blockte, griff an, wehrte ab und spielte sogar zu. Ein gelungener Einstand, nicht nur wegen ihrer zehn Punkte – und der wurde mit der Wahl zur wertvollsten Spielerin aufseiten des unterlegenen USC Münster belohnt.

Es war die verdiente Auszeichnung, Stuttgarts Trainer Ioannis Athanasopoulos wählte genau die Richtige der Grün-Weißen aus. Und so strahlte Korevaar dann trotz der Niederlage, beeindruckt war sie von der Kulisse, dem ersten Satz des USC und dem Gegner. „Das Publikum war super, sehr laut und hat uns toll unterstützt“, sagte Korevaar, die mit den Unabhängigen im ersten Durchgang den deutschen Meister beim 25:13 fast schon überrollte. „Wir konnten ja ohne Druck spielen und hatten nichts zu verlieren. Aber als wir dann nicht mehr so gut aufgeschlagen haben und Stuttgart in der Annahme stabiler wurde, wurde es schwer für uns. Dann sind sie kaum noch zu stoppen“, erklärte Korevaar.

Dabei wäre vielleicht sogar ein Zähler möglich gewesen, wie Kapitänin und USC-Debütantin Barbara Wezorke befand. „Der zweite Satz war der Knackpunkt, das ärgert mich. Denn ich habe vorher den Mädels gesagt, dass wir nicht erwarten dürfen, dass es für uns so weitergeht wie im ersten Satz, und dass Stuttgart anfangen wird, Volleyball zu spielen. So ist es gekommen, da hätten wir mental besser drauf reagieren müssen“, sagte die routinierte Mittelblockerin, die aber in den vier Durchgängen und 103 Spielminuten natürlich auch positive Dinge sah. „Wir haben gezeigt, dass wir auch guten Volleyball spielen können, und haben uns gut präsentiert.“

Einzig Punkte fehlten am Ende. Und das tat weh. Korevaar, Wezorke, dem ganzen USC.

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