Volleyball: Bundesliga Frauen
3:1 in Erfurt: Arbeitssieg bringt dem USC Münster erste Punkte

Münster -

Seine ersten Punkte der Saison hat der USC Münster eingefahren. Mit 3:1 (25:21, 25:23, 18:25, 25:18) gewannen die Unabhängigen bei Schwarz-Weiß Erfurt – ein Pflichtsieg, der aber ein Arbeitssieg war.

Mittwoch, 09.10.2019, 22:06 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 15:28 Uhr
Die USC-Spielerinnen um Lina Alsmeier (Nr. 8) und Libera Linda Bock jubeln über das 3:1 in Erfurt. Es war Münsters erster Saisonsieg.
Die USC-Spielerinnen um Lina Alsmeier (Nr. 8) und Libera Linda Bock jubeln über das 3:1 in Erfurt. Es war Münsters erster Saisonsieg. Foto: Jürgen Peperhowe

Da ist er, der erste Sieg des USC Münster in der Bundesliga-Saison 2019/20. Vier Tage nach der Auftaktniederlage gegen den deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart gewann das Team von Trainer Teun Buijs bei SW Erfurt mit 3:1 (25:21, 25:23, 18:25, 25:18). Es war ein mühsamer Erfolg aus der Kategorie Arbeitssieg bei den in der Vorsaison sportlich abgestiegenen Thüringerinnen. „Es war nicht einfach. Erfurt hat befreit aufgespielt und wir haben zu viele Fehler gemacht. Aber wir haben es geschafft, in den kritischen Situationen ruhig zu bleiben“, sagte Buijs.

Wie gegen Stuttgart ließ sich die Partie für den USC bestens an. Dass den Buijs-Schützlingen die lange Busfahrt in den Knochen steckte, war ihnen nicht anzumerken. Sarah van Aalen setzte mal Lina Alsmeier, mal Ivana Vanjak ein, der Block mit Demi Korevaar stand und zudem gab es Anschubhilfe von den fehlerhaft beginnenden Erfurterinnen. Bis zum 15:8 lief es nach Plan und Wunsch, ehe sich die Unabhängigen fast aus dem Nichts die erste Schwächephase erlaubten. Sieben Zähler in Serie machten die Schwarz-Weißen, begünstigt durch die nun wacklige Annahme und die daher nicht mehr so druckvollen Angriffe. Buijs reagierte und brachte im Zuspiel Taylor Nelson für van Aalen – ein Wechsel mit Wirkung. Nelsons ersten Pass verwandelte Luisa Keller zum 16:15, wenig später zog Münster nach Punkten von Vanjak, Alsmeier und Koreevar entscheidend auf 21:17 davon.

Das war noch einmal gut gegangen, rechtzeitig hatten sich die Grün-Weißen gesteigert. Eine Qualität, von der sie auch im zweiten Durchgang Gebrauch machen mussten. Nach dem Seitenwechsel hatte Erfurt Vorteile, obwohl Münster noch 4:2 vorne war. Es folgte eine Phase, in der auf der USC-Seite nicht viel zusammenlief. Die Organisation und Abstimmung auf dem Feld war ausbaufähig: Die Block-Feld-Abwehr ließ besonders SWE-Angreiferin Sindy Lenz gewähren, eigene Angriffe brachte Münster nicht mehr auf den Boden und in der Annahme gab es mehr und mehr Probleme – kurzum: Erfurt marschierte auf 17:11 davon. Nur gut, dass sich die Westfälinnen auf ihr Service verlassen konnten. Erst sorgte Lina Alsmeier mit drei direkten Punkten für Münsters ersten Annäherungsversuch (15:17), dann hatte Juliane Langgemach mit ihren Angaben großen Anteil, dass der USC beim 18:18 wieder auf Augenhöhe war. Ein weiterer 4:0-Lauf zum 23:21 und bei 23:23 zwei Fehler von Erfurts Amerikanerin Halli Amaro bescherten Münster auf den letzten Drücker noch den zweiten Satzgewinn.

Statistik

USC: Sarah van Aalen, Lina Alsmeier, Luisa Keller, Ivana Vanjak, Demi Korevaar, Barbara Wezorke, Linda Bock (Libera) – eingewechselt: Taylor Nelson, Liza Kastrup, Juliane LanggemachZuschauer: 521Spielminuten: 109Satz 1: 5:1, 10:5, 15:8, 15:15,17:15, 21:17, 25:21Satz 2: 2:0, 4:2, 4:7, 7:12, 11:17, 18:18, 22:21, 25:23Satz 3: 1:2, 7:4, 8:9, 11:10, 13:14, 16:18, 18:25Satz 4: 2:4, 7:4, 14:9, 14:15, 17:17, 24:17, 25:18Wertvollste Spielerinnen: Linda Bock (USC) – Clarisa Sagardia (Erfurt)Nächste Begegnung:Ladies in Black Aachen - USC Münster (Samstag, 18 Uhr)

...

Zehn Minuten Pause, einmal durchatmen – und weiter ging es in der wilden, nicht unbedingt hochklassigen, aber von beiden Seiten mit viel Herz geführten Partie. Die Führungen wechselten munter hin und her, ab dem 17:16 aber lag dann in Abschnitt drei nur noch ein Team vorne. Und das war Erfurt – auch weil Münster vier Dankeball-Situationen ungenutzt ließ und sich zudem entscheidende Fehler (Vanjak/Keller) erlaubte.

Also musste Durchgang vier her, in dem es für Münster um die volle Punktzahl ging – ein Muss auch schon zu diesem frühen Saison-Zeitpunkt im Kampf um die Playoff-Plätze. Und der USC hielt der Nervenprobe stand, auch als aus dem 14:9 ein 14:15 wurde. Doch diesmal waren es die Gäste, die in der Endphase zulegten und ab dem 17:17 mit sieben Zählern am Stück für klare Verhältnisse sorgten. Liza Kastrup, die positive Akzente setzte, beendete die 109-minütige Partie. Noch einmal – diesmal aber kräftig – durchatmen, den Sieg verbuchen und vorbereiten auf die Partie am Samstag in Aachen.

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