Volleyball: Bundesliga
USC Münster unterzieht sich Stresstest im Dreiländereck

Münster -

Stillstand ist Rückschritt – davon zumindest sind die Volleyballerinnen des USC Münster aktuell weit entfernt. Nur drei Tage nach dem 3:1-Auswärtssieg in Erfurt macht sich das Team erneut auf die Reise. Am Samstag geht es nach Aachen, Printen stehen dann nicht auf dem Speiseplan – Punkte schon ...

Freitag, 11.10.2019, 13:28 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 18:45 Uhr
Passgeberin Taylor Nelson, die beim 3:1 des USC in Erfurt im ersten Satz für Sarah van Aalen in die Partie kam und dann durchspielte, ist mit ihren Teamkolleginnen in Aachen gefordert.
Passgeberin Taylor Nelson, die beim 3:1 des USC in Erfurt im ersten Satz für Sarah van Aalen in die Partie kam und dann durchspielte, ist mit ihren Teamkolleginnen in Aachen gefordert. Foto: Jürgen Peperhowe

Regeneration war für die Spielerinnen des USC Münster am Donnerstag erste Bürgerpflicht. Ausschlafen hatte Coach Teun Buijs seinen Schützlingen verordnet, am Abend standen dann eine kurze Krafteinheit sowie die Videoanalyse auf dem Stundenplan. Die Zeit zwischen dem Auswärtsspiel bei SW Erfurt (3:1) am Mittwochabend und dem Trip zu den Ladies in Black Aachen am Samstag (18 Uhr) ist knapp bemessen. „Zu Beginn der Saison ist das körperlich noch ganz gut zu verkraften. Aber man braucht auch immer eine gewisse Zeit, um sich taktisch und mental auf ein Spiel vorzubereiten und einzustellen“, sagt Buijs.

Da spielt es dem Niederländer in die Karten, dass der aktuelle LiB-Kader für ihn kein unbeschriebenes Blatt ist. Vor zwei Wochen beim Vorbereitungsturnier in Aachen trafen sich die Grün-Weißen und die Schwarz-Gelben im Finale, das der Gastgeber mit 3:0 für sich entschied. Ein weiterer Beleg für die Klasse der Mannschaft von Trainerin Saskia van Hintum, die mit den Damen in Schwarz in den beiden vergangenen Spielzeiten jeweils das Playoff-Halbfinale erreicht hatte. „Aachen hat eine richtig starke Mannschaft, das wird für uns eine große Herausforderung“, sagt Buijs, der natürlich das Video des Aachener 3:2-Erfolgs zum Auftakt bei Vizemeister SSC Palmberg Schwerin studiert hat. Auffällig war der „superschnelle Außenangriff“ (Buijs) mit Topscorerin Maja Storck (24 Punkte) an der Spitze, der von der belgischen Zuspielerin Aziliz Divoux bestens in Position gebracht wurde. Und da auch der Doppelwechsel mit der letztjährigen USC-Passgeberin Mareike Hindriksen und der Israelin Polina Malik (Diagonal) für Divoux/Storck funktioniert, hat LiB dank der Alternativen eine starke Truppe beisammen.

Diese gilt es zu beschäftigen und zu fordern, um nach fünf Bundesliga-Niederlagen am Stück erstmals wieder gegen diesen Gegner zu punkten. Der letzte Sieg datiert vom 3. Dezember 2016, damals gewann Münster auswärts 3:1. „Wir haben einen Plan und müssen auf den Angriff reagieren. Das geht nicht nur mit dem Aufschlag, auch in der Block-Feld-Abwehr müssen wir den Druck wegnehmen“, erklärt der 59-Jährige, der mit voller Besetzung zum Stresstest ins Dreiländereck reist.

Das Selbstvertrauen ist nach dem 3:1 in Erfurt da (Buijs: „Wir sind zufrieden mit den drei Punkten, wissen aber auch, dass wir es besser machen müssen.“), die Unterstützung auch. Zwei Busse fahren aus Münster ins Dreiländereck, lautstarke Anfeuerung wird dem USC gewiss sein. „Das wird uns Energie bringen“, sagt Buijs. Und die wird sein Team in der stimmungsvollen Halle sicher brauchen.

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