Volleyball: Bundesliga
USC Münster: Extra-Lob für van Aalen nach dem Sieg über Suhl

Münster -

USC-Trainer Teun Buijs hat beim 3:0 gegen Suhl keinen Wechsel vorgenommen, das Personal-Karussell dennoch in Schwung gebracht. Juliane Langgemach und Liza Kastrup rechtfertigten jedenfalls ihre Nominierungen. Im Zuspiel glänzte die junge Sarah van Aalen.

Donnerstag, 24.10.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 15:47 Uhr
Sarah van Aalen (rechts) beobachtet den Ball-Tanz auf der Netzkante.
Sarah van Aalen (rechts) beobachtet den Ball-Tanz auf der Netzkante. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Ende stand ein 3:0. Statistisch bleibt das in Stein gemeißelt. Und in zwei, drei Wochen wird sich auch kaum noch jemand daran erinnern, dass der USC in einigen Phasen der Partie gegen den VfB Suhl durchaus wackelte. In jedem der Sätze lief der Bundesligist einem Rückstand hinterher. Es war kein wirkliches Problem, immer – mitunter sogar souverän – regelte Münster die Dinge später. Bemerkenswert: Trainer Teun Buijs nahm während der 79 Spielminuten nicht einen einzigen Wechsel vor. Es war ein Signal an die Protagonisten, sich selbst aus misslichen Lagen zu befreien. Buijs muss ihnen das unbedingt zugetraut haben, ansonsten hätte er gewiss Veränderungen vorgenommen. Nachher sagte der Coach: „Wir waren in einigen Phasen des Spiels ein bisschen nervös. Das ist ganz normal in einer jungen Mannschaft.“

Münster spielte am Mittwochabend nicht wirklich gut, aber gut genug, um den zweiten Saison-Dreier festzunageln. Zurecht wurde Sarah van Aalen später als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. Die junge Zuspielerin (19) verteilte die Bälle sorgsam und flexibel und gefiel zudem mit starkem Service. Buijs lobte seine niederländische Landsfrau explizit, aktuell liegt van Aalen im Steller-Duell mit der US-Amerikanerin Taylor Nelson vorn.

1. Damen-Volleyball-Bundesliga - Saison 2019/20: USC Münster - VfB Suhl

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  • VfB-Coach Mateusz Zarczynski gibt seinen Spielerinnen Anweisungen in einer Auszeit.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Insgesamt 1458 Zuschauer verfolgten gespannt das Spiel: hier die Fangemeinde vom VfB Suhl.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • USC-Trainer Teun Buijs im Kreise seiner Spielerinnen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linkshänderin Liza Kastrup in Aktion.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lina Alsmeier (vorn) und Juliane Langgemach machen die Tür für Katerina Valkova zu.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der USC Münster feiert zum Spielende einen 3:0 Sieg gegen den VfB Suhl.

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  • Es folgen weitere Impressionen vom Spiel...

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  • Foto: Jürgen Peperhowe

Auf der Diagonal-Position wechselte Buijs in Aachen von Luisa Keller auf Liza Kastrup . Die Linkshänderin stand auch gegen Suhl in der Startformation und erfüllte die Erwartungen. Mit zwölf Punkten stand Kastrup am Ende in einer Reihe mit Nationalspielerin Ivana Vanjak. Lediglich Juliane Langgemach (13) und Lina Alsmeier (14) punkteten noch häufiger.

Von den Außenangreiferinnen Vanjak und Alsmeier sind solche Zahlen zu erwarten, für Langgemach war es der erste zweistellige Wert in dieser Saison. Was natürlich geringen Einsatzzeiten geschuldet ist: Gegen Suhl durfte die bald 25-Jährige erstmals von Beginn an aufs Feld. Eigentlich hatte Buijs sie schon im vorangegangenen Spiel in Aachen auf dem Zettel, eine Erkrankung der Spielerin durchkreuzte jedoch die Pläne. Gegen Suhl nutzte die Mittelblockerin ihre Chance. Langgemach blieb auch in schwächeren Phasen des USC stabil. Ohnehin, meinte sie später, habe sie immer das Gefühl gehabt, dass nicht wirklich etwas anbrennen könne. „Suhl hat gut gekämpft und ist auch am Ende noch einmal aufgekommen. Doch ich war in jedem Satz überzeugt, ihn zu gewinnen“, meinte sie.

Mit Langgemach hat sich am Mittwoch nach Demi Korevaar (gegen Suhl unauffällig) und Barbara Wezorke auch die dritte Blockerin ins Spiel gebracht. Wezorke blieb im zweiten Heimspiel draußen. „Barbara hat eine Doppelrolle in der Mannschaft, daher kann sie sich nicht immer komplett auf ihr eigenes Spiel fokussieren. Als Kapitänin muss sie viele Dinge regeln. Das ist eine wichtige Aufgabe. Außerdem war Jule auch einmal dran“, erklärte Buijs zum Wechsel in der Mitte.

Teil eins der Heimspiel-Trilogie hat Münster erfolgreich erledigt. Es dürfte schwieriger werden in den nächsten Partien am Berg Fidel. Am 3. November kommt es im Achtelfinale des DVV-Pokals zum Duell mit dem SC Potsdam, der in der Liga noch unbezwungen ist und bei Siegen in Dresden und Wiesbaden (nach 0:2-Rückstand) erste Duftmarken hinterließ. Eine Woche später landen die Roten Raben Vilsbiburg im münsterischen Volleyball-Nest.

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