Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC erwartet Wiesbaden zum brisanten Duell zu früher Stunde

Münster -

Spieltag Nummer neun: Kamera läuft. Ab 18 Uhr ist Sport 1 live dabei, wenn die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster zu einem richtungweisenden Duell aufschlagen. Der VC Wiesbaden ist Tabellennachbar der Münsteranerinnen, wohnt derzeit aber eine Hausnummer die Straße runter. So soll es bleiben, sagt USC-Trainer Teun Buijs.

Dienstag, 17.12.2019, 14:16 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 18:58 Uhr
Der knappe wie wichtige 3:2-Erfolg in Straubing um Ragnis Steen Knudsen (l.) und Oda Lovo Steinsvag hat Lina Alsmeier und ihren Teamkolleginnen einen Schub gegeben. Diesen will der USC am Mittwoch gegen den VC Wiesbaden nutzen.
Der knappe wie wichtige 3:2-Erfolg in Straubing um Ragnis Steen Knudsen (l.) und Oda Lovo Steinsvag hat Lina Alsmeier und ihren Teamkolleginnen einen Schub gegeben. Diesen will der USC am Mittwoch gegen den VC Wiesbaden nutzen. Foto: Wolfgang Fehrmann

Die Zeit des ersten Aufschlags ist ungewohnt. Schon um 18 Uhr beginnt am Mittwoch das Bundesliga-Duell des USC Münster mit dem VC Wiesbaden , der TV-Sender Sport 1 überträgt die Partie live. Und hatte damit bei seiner Planung vor der Saison einen guten Riecher, ist der westfälisch-hessische Schlagabtausch mit Blick auf die Playoffs von großer Bedeutung – für beide Teams.

Zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde hinken sowohl der USC als auch der VCW den Ansprüchen zumindest punktemäßig hinterher. Wiesbaden gewann bislang nur zweimal und ist als Neunter derzeit mit fünf Punkten nicht im Playoff-Bereich angesiedelt. Münster verließ einmal mehr das Feld als Sieger und kann mit drei Zählern vorbei an Nawaro Straubing auf Platz sieben huschen – und so die Hessinnen schon auf sieben Zähler distanzieren. „Das ist ein wichtiges Spiel, ohne Frage“, gibt USC-Trainer Teun Buijs unumwunden zu, „Wir wollen die Punkte, aber Wiesbaden braucht diese ebenso dringend. Ich erwarte daher ein hart umkämpftes Match.“

Plätzchen für den guten Zweck

Im letzten Heimspiel des Jahres organisiert der USC auch diesmal wieder eine Spendenaktion. Bei einer großen Tombola gibt es 100 Sachpreise zu gewinnen, der Erlös daraus sowie aus dem Verkauf der von den USC-Spielerinnen in der Backstube Krimp­hove gebackenen Plätzchen geht zu gleichen Teilen an die Krebsberatungsstelle Münster im Tumor-Netzwerk im Münsterland und an das Hospiz Lebenshaus in Handorf.

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Genau so eines haben die Unabhängigen zuletzt bei Nawaro bestritten – erfolgreich. Der Sieg im Tiebreak-Krimi (19:17 nach abgewehrten Matchbällen) gibt Münster einen Schub, das Selbstvertrauen ist spürbar gewachsen. „Das Spiel in Straubing hat uns ein gutes Stück vorangebracht. Wir waren im Angriff aggressiver und haben versucht, mit dem Aufschlag mehr Druck zu machen“, erklärt Buijs. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Das Spiel in Straubing hat uns ein gutes Stück vorangebracht. Wir waren im Angriff aggressiver und haben versucht, mit dem Aufschlag mehr Druck zu machen. Wir sind auf einem guten Weg

USC-Trainer Teun Buijs

Diesen wollen die Grün-Weißen auch gegen Wiesbaden beschreiten, im Training machten die Schützlinge einen griffigen Eindruck. In zwei internen Testspielen versuchte der Coach, den Rhythmus zu halten, die Drittliga-Herren des TSC Gievenbeck um Aaron Zumdick oder Konstantin Holt­stiege erhöhten wie erwünscht die Intensität. „Das hat gut geklappt“, sagt Buijs, dem am Mittwoch alle zwölf Spielerinnen zur Verfügung stehen.

Hauptkonkurrent im Kampf um die Playoff-Plätze

Sie müssen sich einstellen auf einen hartnäckigen Gegner, den Buijs als „abwehrstark und mit großem Kampfgeist“ umschreibt. „Wir müssen uns auf viele lange Ballwechsel einstellen.“ Beim VCW, der den USC als „Hauptkonkurrenten um die Playoffs“ (Geschäftsführer Christopher Fetting) ausgemacht hat, sind die Diagonalen Frauke Neuhaus und Neuzugang Renate Bjerland (Norwegen) sowie Tanja Großer im Außenangriff wichtigste Stützen, Lisa Stock bringt ihre Qualitäten als Libera ein. Und dann ist da ja noch Lena Vedder, früher Publikumsliebling beim USC, die ganz sicher einen freundlichen Empfang am Berg Fidel bekommen wird. Die Punkte aber soll sie schön in Münster lassen.

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