Volleyball: Bundesliga Frauen
USC überzeugt mit Abgeklärtheit und im Side-Out

Suhl -

Nichts zu mäkeln gab es am 3:0-Sieg des USC Münster beim VfB Suhl. Das honorierten auch die 25 mitgereisten Fans, die wiederum lauten Applaus für den dritten Sieg am Stück spendeten. Eine Entwicklung, die nicht unbedingt vorhersehbar war.

Sonntag, 26.01.2020, 16:20 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 12:47 Uhr
Der USC Münster feierte in Suhl mit der Mannschaft
Der USC Münster feierte in Suhl mit der Mannschaft Foto: Jürgen Peperhowe

Trainer Teun Buijs eilte mit großen Schritten vom Anschreibetisch quer über das Feld zum Fanblock, wo seine Mannschaft mit den etwa 25 mitgereisten Anhängern zum Siegerfoto wartete. Juliane Langgemach schnappte sich kurzerhand die Drumsticks und gab auf der Trommel den Takt vor, in den ihre Teamkolleginnen einstimmten. Die Atmosphäre in der Wolfsgrube war bestens am Samstagabend, der 3:0-Erfolg beim VfB Suhl sorgte für hervorragende Laune beim USC Münster .

Drei Punkte, der dritte Sieg in Serie – und das auf eine Art und Weise, die beeindruckte und die man noch zu Jahresbeginn nicht unbedingt hätte erwarten können. Die Unabhängigen traten in den nur 73 Minuten Spielzeit abgesehen von kleinen Wacklern in den Abschnitten zwei und drei ruhig und besonnen auf, ließen sich von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. „Wir wussten, dass Suhl auch Volleyball spielen kann, und hatten vor, uns davon nicht beeindrucken zu lassen“, meinte Kapitänin Barbara Wezorke , die ihre Truppe gut vorbereitet sah auf die Favoritenrolle, die dem USC in dieser Saison in dieser derart klaren Form nur selten zukommt. Lediglich einmal im dritten Satz (13:15) lag Münster zurück, ansonsten fanden die Grün-Weißen immer die richtigen Mittel, den sicher limitierten VfB in die Schranken zu weisen. Basierend auf einem ungemein stabilen Side-Out, das mit einer Quote von 68 Prozent einen Spitzenwert erreichte. „Und auch unsere Angriffsquote von 62 Prozent war überragend“, sagte Wezorke.

So zog Münster dem Gastgeber den Zahn, von Beginn demonstrierte der USC den unbedingten Willen, mit der Optimalausbeute wieder den Heimweg aus Thüringen anzutreten. „Unser Plan, den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, hat funktioniert. Man hat gemerkt, dass uns die beiden Siege in Stuttgart und gegen Aachen Selbstvertrauen gegeben haben“, sagte die in Annahme wie Angriff sehr solide agierende Lina Alsmeier. „Nun wollen wir am Mittwoch gegen Erfurt nachlegen.“ Klare Ansage.

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