Volleyball: Bundesliga Frauen
USC fühlt sich trotz Januar vor Erfurter Gastspiel wie im Frühling

Münster -

Die Rückrundentabelle der Frauen-Bundesliga führt überraschend der USC Münster an. Nach drei Siegen zum Jahresauftakt ist der Tabellenachte gegen SW Erfurt am Mittwoch klarer Favorit. Auch weil sich einige Spielerinnen massiv gesteigert haben.

Dienstag, 28.01.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 16:25 Uhr
USC-Jubel nach einem Punkt: Münsters Bundesligist hatte zuletzt eine ganze Reihe von Glücksmomenten.
USC-Jubel nach einem Punkt: Münsters Bundesligist hatte zuletzt eine ganze Reihe von Glücksmomenten. Foto: Jürgen Peperhowe

Weiter im Takt. Dem USC wird’s gefallen. Wer siegt, fliegt und braucht keine Pause. Vergangenen Samstag war Münster in Suhl und nahm die volle Punktzahl mit. In der Thüringen-Woche geht es an diesem Mittwoch (19 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Die Gäste reisen als Vorletzter des Klassements an. Eine günstige Gelegenheit für die formstarken Unabhängigen, sich im Mittelfeld der Tabelle weiter vorzuarbeiten.

3:2 in Stuttgart, 3:2 gegen Aachen, 3:0 in Suhl – der USC ist gut drauf. Das kommt nach verkorkster Hinrunde für viele unerwartet. Für Trainer Teun Buijs nicht. „Wir haben eine junge Mannschaft, dazu kamen die Neuzugänge. Es war klar, dass wir Zeit benötigen würden, um uns und unser System zu finden“, erklärt der Niederländer.“ Dieser Prozess ist offenbar weit fort­geschritten, aktuell kennt die Mannschaft jedenfalls nur eine Richtung: vorwärts.

Buijs fliegt mit, er hat aber auch einen Blick auf die „glücklichen Umstände“ der frischen Erfolge. „In Stuttgart und gegen Aachen haben wir auch vom Verletzungspech der Konkurrenten profitiert. In der vergangenen Saison hatten wir dieses Problem. Alles gleicht sich aus“, sinniert er. Das kann die Erfolge nicht schmälern, tatsächlich hat der USC nach der Winterpause qualitativ zugelegt. Taylor Nelson macht im Zuspiel sichtbare Fortschritte, in der Mitte hat sich Barbara Wezorke akklimatisiert. Beide sind auch außerhalb des Spielfelds wichtige Säulen. Wezorke als Kapitänin, Nelson gehört dem Mannschaftsrat an. ­Buijs freut sich über die individuellen Leistungssteigerungen, sieht aber im Kollektiv die Wurzel für den Aufschwung. „Wir spielen besseren Volleyball seit Weihnachten“, sagt er.

Mehr Stabilität, mehr Durchschlagskraft, weniger Fehler – der USC ist wirklich gut ins neue Jahr gekommen. Drei Siege in Reihe haben die Psyche gestärkt, gegen Erfurt soll die Januar-Bilanz veredelt werden. Mit einem weiteren „Dreier“ würde der Monat mit zehn Punkten abgeschlossen – so viele und keinen mehr trug Münster in der kompletten Hinrunde zusammen. Die Konkurrenz im Mittelfeld der Tabelle wird aufgeschreckt sein. Zumindest ein bisschen, jetzt, wo der USC heran fliegt und wieder im Rückspiegel zu sehen ist.

Wo die Reise endet? Niemand weiß das. Und es ist auch nicht die Zeit für irgendwelche Träume. Noch ist Münster Achter und noch muss zunächst Erfurt (Hinspiel 3:1) bezwungen werden. Am Mittwoch nächster Woche steht dann das Punktspiel in Niederbayern bei den Roten Raben Vilsbiburg (Hinspiel 2:3) an. Auch keine unlösbare Aufgabe für Münster. Aber wohl nur zu dechiffrieren, wenn die Form bleibt. Oder noch besser: Wenn es weiter vorwärtsgeht.

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