Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC Münster probt den Ernstfall

Münster -

Ein 4:1-Sieg ist keine Alltäglichkeit im Volleyball, aber dafür der sichere Hinweis, dass hier zwar um Punkte gespielt wurde, im Anschluss aber keine verteilt wurden. Volleyball-Bundesligist USC Münster verkürzte am Mittwochabend seine 14-tägige Punktspielpause mit einem Testmatch gegen den Dritten der niederländischen Eredivisie, Apollo 8 aus Borde.

Mittwoch, 19.02.2020, 21:42 Uhr
Ivana Vanjak bei der Annahme.
Ivana Vanjak bei der Annahme. Foto: Jürgen Peperhowe

Als die Volleyballerinnen des Dresdner SC am Mittwochabend in hitziger Atmosphäre bei AO Thiras in Saloniki um den Einzug ins Europa-Pokal-Halbfinale spielten und Ligakonkurrent Aachen in eigener Halle in gleicher Mission Beziers Volley aus Frankreich zu Gast hatte, empfing der USC Münster unter Ausschluss der Öffentlichkeit den aktuellen Dritten der niederländischen Eredivisie als Trainingsgast. „Das ist natürlich nicht das Gleiche“, stellte Trainer Teun Buijs nach dem 4:1 (25:18, 25:21, 21:25, 25:22, 25:17)-Erfolg über Apollo 8 aus Borde sachlich fest. „Aber es ist das einzige, was wir machen können. Polen und Frankreich sind zu weit weg, wir können nur gegen Gegnerinnen aus den Niederlanden testen.“

Dann sind zwar hoch talentierte junge Spielerinnen aus einer Liga zu Gast, die aber abgesehen von Serienmeister Sliedrecht DS und Herausforderer Eurosped eben nicht ganz dem deutschen Erstliga-Niveau entspricht. Dennoch: „Das war eine gute Einheit. Alle haben gespielt“, so das Fazit von Buijs nach der Zweistunden-Einheit – plus Auf- und Abbau der Anlage. Derlei Nebenjobs blieben Dresden und Aachen erspart. Dafür markierte der USC in den internationalen Vergleichen den einzigen deutschen Sieg: Aachen verlor 0:3, Dresden machte sich mit einer 1:3-Niederlage auf den Rückweg. „Aber das ist Wettkampf, der fehlt uns“, so Buijs – genau wie am Wochenende, wenn die ganze Liga im Einsatz ist, bis auf die spielfreien Münsteranerinnen. Also wird trainiert – trotz Karneval und trotz des Geburtstags des Trainers am Rosenmontag: „Wir müssen im Rhythmus bleiben.“

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