Volleyball: Bundesliga Frauen
Die Formkurve des USC zeigt weiter nach oben

Münster -

Der USC Münster ist weiter in bestechender Form. Nach dem 3:0-Erfolg in Dresden folgte ein 3:0 gegen Straubing. Der Lerneffekt ist nicht abzustreiten. Nun geht es vor allem darum, den aktuellen sechsten Platz zu verteidigen. Machbar, aber nicht leicht.

Montag, 02.03.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 21:38 Uhr
Sieht den USC auf einem guten Weg: Ivana Vanjak, hier gegen Straubings Tionna Williams und Lena Große Scharmann.
Sieht den USC auf einem guten Weg: Ivana Vanjak, hier gegen Straubings Tionna Williams und Lena Große Scharmann. Foto: fotoideen.com

Wäre, ja wäre diese Hinrunde mit nur zehn Punkten aus zehn Spielen nicht gewesen – der USC Münster würde im direkten Verfolgerfeld der Bundesliga-Spitze mitmischen. Mit sechs Siegen (16 Zähler) in acht Begegnungen weisen die Unabhängigen im zweiten Saisonteil eine starke Bilanz auf, die sie auf den sechsten Platz klettern ließ. Und die der jungen Mannschaft von Trainer Teun Buijs eine Entwicklung bescheinigt, die sich Coach, Spielerinnen und Umfeld erhofft hatten.

Wäre, ja wäre diese Hinrunde mit nur zehn Punkten aus zehn Spielen nicht gewesen – der USC Münster würde im direkten Verfolgerfeld der Bundesliga-Spitze mitmischen. Mit sechs Siegen (16 Zähler) in acht Begegnungen weisen die Unabhängigen im zweiten Saisonteil eine starke Bilanz auf, die sie auf den sechsten Platz klettern ließ. Und die der jungen Mannschaft von Trainer Teun Buijs eine Entwicklung bescheinigt, die sich Coach, Spielerinnen und Umfeld erhofft hatten.

Am Sonntagnachmittag vor 1779 Zuschauern trat der USC stabil auf, bis auf eine schwächere Phase im zweiten Satz hatte Münster das Heft des Handelns fest in seinen Händen. Okay, der Gast aus Niederbayern war sicher nicht der erwartete Gradmesser und präsentierte sich „komplett außer Form“ (Nawaro-Trainer Benedikt Frank). Doch die Grün-Weißen gestatteten dem Kontrahenten auch nicht mehr, Zweifel am eigenen Tun kamen nicht auf. Bestes Beispiel war im 18. Spiel der Saison Ivana Vanjak, die von ihrer ersten Angriffssituation an Entschlossenheit und Willen demonstrierte. 20 Punkte bei einer Quote von 56 Prozent waren es am Ende – dass sie zur wertvollsten Spielerin auserkoren werden würde, stand früh in der Partie fest. „Wir sind im zweiten Satz, als wir nicht so gut gespielt haben, nicht weggebrochen und haben aus unseren Fehler gelernt. Wir sind auf einem guten Weg“, sagte die Nationalspielerin, die auch von der wiedererstarkten Luisa Keller an ihrer Seite profitiert. „Dass Luisa in der Annahme gut spielt, bringt Ivana mehr Ruhe“, erklärte Buijs, der „steigendes Niveau“ bei seinen Schützlingen erkennt. „In Stresssituationen machen wir weniger Fehler, das ist nun viel besser.“ Der eroberte Rang sechs – Münster profitierte von Aachens Ausrutscher in Suhl – ist der Beleg für die Steigerung.

Mehr als diese Platzierung ist aber angesichts des Restspielplans kaum möglich, die Roten Raben Vilsbiburg (30) und der Dresdner SC (28) müssten mehr als nur einmal patzen – und der USC gleichzeitig seine Aufgaben beim VC Wiesbaden (10. März) und gegen den SC Potsdam (14. März) lösen. In der aktuellen Verfassung denkbar und möglich. Die Chancen, an dieser Stelle zu bleiben, sind realistisch. „Wir wollen den sechsten Platz verteidigen“, sagte Vanjak. Gelingt dies, würde der Club im Playoff-Viertelfinale den Top-Favoriten Schwerin und Stuttgart aus dem Weg gehen – und dann wohl auf Potsdam treffen.

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