Volleyball: Bundesliga Frauen
USC feiert in Wiesbaden fünften Auswärtssieg am Stück

Münster -

Weiter zeigt der USC Münster in der Frauen-Bundesliga, dass mit ihm zu rechnen ist. Beim VC Wiesbaden gewannen die Grün-Weißen zum fünften Mal hintereinander ein Auswärtsspiel. 3:1 hieß es am Ende – der Gast erlaubte sich nur kurze Schwächephasen.

Dienstag, 10.03.2020, 20:48 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 14:57 Uhr
Beide Hände nach oben: Ivana Vanjak machte in Wiesbaden ein starkes Spiel und hatte große Anteile am Erfolg des USC.
Beide Hände nach oben: Ivana Vanjak machte in Wiesbaden ein starkes Spiel und hatte große Anteile am Erfolg des USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Nimm fünf – Auswärtsspiele schmecken den Volleyballerinnen des USC Münster in der Rückrunde wie ein süßes Bonbon. Beim 3:1 (25:17, 25:17, 24:26, 25:17) als Gast des VC Wiesbaden blieb der Bundesligist zum fünften Mal hintereinander in fremder Halle ungeschlagen. Das ist eine vorzügliche Bilanz, im letzten Hauptrundenspiel am Samstag gegen den SC Potsdam (19 Uhr, Berg Fidel) können die Unabhängigen die zweite Saisonhälfte weiter veredeln. „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat gut gespielt, und in der Tabelle sind wir auf Platz sechs vorgerückt“, sagte Trainer Teun Buijs.

Münster hatte das Hinspiel zu Hause 2:3 verloren, da war noch eine alte Rechnung zu begleichen. Im ersten Satz tat sich dann auch gleich ein Klassenunterschied auf. Der USC spielte schnell, aggressiv, sehr aufmerksam und fast fehlerfrei. Ein 4:0-Lauf bescherte den Gästen die 7:3-Führung, fortan eilten sie beständig noch weiter davon. Im Angriff taten sich Lina Alsmeier und Ivana Vanjak (beide 19 Punkte) hervor, starke Block- und Abwehraktionen (Linda Bock) gaben dem Team spürbar Sicherheit. Nur beim Satzball klemmte es ein bisschen, erst der fünfte führte zum Ziel. Bei einem Fehlaufschlag der Ex-Münsteranerin Lena Vedder blieb der Ball im Netz hängen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte das Spiel der Unabhängigen einen kleinen Hänger. Wiesbaden war für kurze Zeit gleichwertig, ehe der USC sich frisch seiner Qualitäten besann. Zwei prächtige Aufschläge von Alsmeier, ein feiner Angriff von Luisa Keller – und schon waren die Kräfteverhältnisse wieder zurechtgerückt. Sehr souverän flog Münster auf und davon, mit bemerkenswerter Abgeklärtheit ging die junge Truppe ihrer Aufgabe nach. Keller beendete den Durchgang mit links.

Sollte das ein ganz kurzer Abend für den USC werden? Nein, ganz so einfach ging es dann doch nicht. Wiesbaden wehrte sich, legte zu und brachte den Favoriten ins Trudeln. Irgendwann im dritten Satz verlor Münster die Spannung, es war ein schleichender Prozess mit zunehmend geringerem Druck in den Offensivaktionen und einfachen Fehlern. Der Gastgeber nahm die Hand, die ihm gereicht wurde, und verwandelte den vierten Satzball zum 1:2.

Aber der USC kam zurück. Im vierten Set drehte er von 10:12 auf 14:12. Demi Korevaar (14 Punkte) überzeugte, Vanjak nahm neue Fahrt auf. Zwei Blockaktionen hintereinander hinterließen Eindruck – locker brachte der Gast das Spiel nach Hause.

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