Volleyball: Bundesliga Frauen
USC ist die Nummer drei in der Rückrunde

Münster -

Vor dem letzten Spieltag kann es für den USC Münster noch in beide Richtungen gehen. Der aktuelle Bundesliga-Sechste schielt noch auf Rang vier oder sogar fünf, ein Abrutschen auf Position sieben ist auch möglich. Was für den Traditionsclub spricht, ist die Form.

Mittwoch, 11.03.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 21:22 Uhr
Seit dem Jahreswechsel hat der USC reichlich Gelegenheit zur Fröhlichkeit. In der Rückrunde punkteten nur Schwerin und Stuttgart häufiger.
Seit dem Jahreswechsel hat der USC reichlich Gelegenheit zur Fröhlichkeit. In der Rückrunde punkteten nur Schwerin und Stuttgart häufiger. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind überall spürbar. Der Sport rückt in diesen schwierigen Zeiten in den Hintergrund, gespielt wird dennoch, auch im Volleyball. Am kommenden Samstag endet die Hauptrunde in der Frauen-Bundesliga, der USC Münster zeigt sich derzeit auf Platz sechs, exakt in der Mitte des elf Mannschaften starken Feldes. Diese Position ist beileibe nicht in Beton gegossen, drei Nachbarn flankieren die Unabhängigen. Es gibt noch Chancen, vorzurücken. Aber es besteht auch noch die Gefahr, wieder abzurutschen.

Ja, hätte der USC doch die Hinrunde nicht in den Sand gesetzt – wo könnte das Team stehen ... Zehn Spiele, zehn Punkte, Münsters Bilanz vor Weihnachten war sehr mäßig. Und das ist charmant ausgedrückt. Glücklicherweise für die Mannschaft ist es über den Jahreswechsel gelungen, die Stellschrauben neu zu justieren. Der unerwartete 3:2-Erfolg beim Deutschen Meister Stuttgart war die Initialzündung zu einer bärenstarken Rückrunde. Von bisher neun Begegnungen gewann Münster sieben, auswärts blieb die Weste in fünf Begegnungen sogar blütenweiß. In der Statistik wurden dem USC in der zweiten Saisonhälfte 19 Punkte gutgeschrieben. Damit liegt er gleichauf mit dem Tabellendritten Potsdam, mehr errangen lediglich die Branchenriesen Schwerin und Stuttgart (je 24). Zum Vergleich: Dresden fuhr 2020 nur 13 Zähler ein, Aachen sogar lediglich neun. Seit zwei Monaten etwa atmet Münster Höhenluft.

Als Sechster (zehn Siege/29 Punkte) geht Münster ins letzte Hauptrundenspiel am Samstag gegen Potsdam. Verfolger Aachen (9/28) spielt in Vilsbiburg (10/30). Sollte der USC die Partie gewinnen und Vilsbiburg zeitgleich unterliegen, würde er auf Rang fünf vorpreschen. Theoretisch ist auch der Vierte Dresden (10/31) noch abzufangen, doch die Sachsen werden ihr Heimspiel gegen den formschwachen Neunten Wiesbaden kaum verlieren.

Münster liegt auf der Lauer. Das Potenzial, das einige Zeit schlummerte, ist geweckt. Barbara Wezorke spricht von einer „Aufwärtsspirale. Wir sind besser und auch selbstbewusster geworden“, sagt die Spielführerin. Die 26-Jährige kam im Sommer aus Dresden. Über die Hinrunde meint sie rückblickend: „Während der Vorbereitung waren drei Spielerinnen beim Nationalteam, dazu sind einige andere Dinge nicht optimal gelaufen. Nicht ein, zwei große, sondern viele kleine Faktoren waren für den Misserfolg verantwortlich. Insgesamt hat der Prozess des Zusammenwachsens sehr lange gedauert.“ Nur gut, dass der USC im neuen Jahr die Kurve schnell bekommen hat.

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