Volleyball: Bundesliga Frauen
Anika Brinkmann kehrt nach elf Jahren zum USC zurück

Münster -

USC Münster, die Zweite. Schon von 2005 bis 2009 hatte Anika Brinkmann für die Grün-Weißen gespielt, nun ist sie zurück am Berg Fidel. Die 33 Jahre alte Außenangreiferin schließt sich dem Volleyball-Bundesligisten an, bei dem sie schon am Mittwoch ihr erstes Training absolviert hat – und dabei eine alte Bekannte traf.

Mittwoch, 17.06.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 17:28 Uhr
Elf Jahre ist es her, dass Anika Brinkmann das Dress des USC Münster trug. Nun ist die Angreiferin zurück.
Elf Jahre ist es her, dass Anika Brinkmann das Dress des USC Münster trug. Nun ist die Angreiferin zurück. Foto: Jürgen Peperhowe

Die erste Liaison zwischen dem USC Münster und Anika Brinkmann endete vor elf Jahren vorzeitig und mit einem Knall. Mitten in der Saison löste damals der Verein das Arbeitsverhältnis mit der Außenangreiferin einvernehmlich auf, der Bruch zwischen Spielerin auf der einen sowie der Mannschaft, Trainer Axel Büring und den Verantwortlichen auf der anderen Seite war nicht mehr zu kitten. Alles Schnee von gestern, nun ist Brinkmann zurück. Die bald 34-Jährige kommt vom griechischen Erstligisten AO Thiras Santorini, mit dem sie in der abgebrochenen Saison auf Platz zwei stand, und absolvierte am Mittwoch ihr erstes Training am Berg Fidel.

„Wir sind sehr glücklich, dass Anika nun bei uns ist“, sagt Coach Teun Buijs , der sich auf eine gereifte, aber weiter dynamische, sprungstarke Athletin freut. „Sie ist sehr routiniert und annahmestark und wird sicher bei uns eine Führungsspielerin sein.“ Eine Aufgabe, die Brinkmann behagt, die sie gerne annimmt. „Ich will immer das bestmögliche Ergebnis erzielen. Ich denke, dass ich mit meiner Erfahrung und Art, auf dem Feld immer 100 Prozent zu geben, den jungen Spielerinnen einiges mitgeben kann“, sagt die Außenangreiferin, die Mutter eines dreijährigen Sohnes ist. Die Doppelbelastung nennt sie eine „organisatorische Herausforderung“, die Brinkmann aber mit der Hilfe ihrer Familie und des Vereins gelöst hat. „Ich wohne in Borken und pendle zu den Trainingseinheiten, gleichzeitig steht mir ein Zimmer in einer Spielerinnen-WG zur Verfügung. Wenn es zeitlich mal knapp wird mit dem Training oder bei Spielen, dann übernachte ich in Münster. Und mein Sohn wird im Wechsel vom Papa oder meinen Eltern betreut.“

Dritter Neuzugang

Es ist alles geregelt für ihr zweites Kapitel bei den Unabhängigen, die damit ihre Altersstruktur für die kommende Spielzeit ändern. Setzte der USC in den vergangenen Jahren verstärkt auf junge Kräfte, die auch in Zukunft weiter ein- und aufgebaut werden sollen, ist Brinkmann nach Nele Barber und der brasilianischen Diagonalspielerin Heloiza Lacerda Pereira die Dritte mit reichlich Volleyball-Reife. Auf ihre vier Jahre in Münster (2005 bis 2009) folgten 14 Stationen bei elf Vereinen. „Genau dieser Erfahrungsschatz wird uns als Team helfen, schwierige Situationen zu bewältigen. Ihre Qualität in Angriff und Aufschlag und ihr absoluter Wille sind Tugenden, die sich jeder Trainer wünscht“, sagt Ralph Brinkmann, der Sportliche Leiter des USC.

Bei ihrem ersten Training traf Brinkmann mit Lisa Thomsen auf eine alte Bekannte, mit der heutigen Co-Trainerin spielte sie damals am Berg Fidel zusammen. „Ich freue mich, dass wir mit Anika eine erfahrene und sehr athletische Spielerin im Kader haben. Zu ihren volleyballerischen Fähigkeiten hat sie sich als Persönlichkeit unglaublich weiterentwickelt und ist es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen. Davon können wir alle profitieren“, so Thomsen.

  • Es hat beim USC schon Tradition, immer wieder und dabei auch erfolgreich auf Talente zu setzen. Und diese führt der Bundesligist nun fort, mit Mia Kirchhoff (15), Luisa van Clewe (17) und Pia Mohr (17) trainieren schon seit einer Woche drei Nachwuchskräfte vom Bundesstützpunkt im Team von Trainer Teun Buijs mit. Die Außen-Annahmespielerinnen Kirchhoff und Mohr sollen ein Doppelspielrecht für den VCO Münster und den USC erhalten. Beide werden im Wechsel bei den Heimspielen zum Erstliga-Kader gehören.
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